Pforzheimer Hütte

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Pforzheimer Hütte
DAV-Hütte Kategorie I
Pforzheimer Hütte

Pforzheimer Hütte

Lage Gleirschtal; Tirol, Österreich; Talort: St. Sigmund im Sellrain
Gebirgsgruppe Stubaier Alpen
Geographische Lage: 47° 9′ 17″ N, 11° 4′ 21″ OKoordinaten: 47° 9′ 17″ N, 11° 4′ 21″ O
Höhenlage 2308 m ü. A.
Pforzheimer Hütte (Tirol)
Pforzheimer Hütte
Besitzer DAV-Sektion Pforzheim
Erbaut 1926
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Februar bis Ende April; Mitte Juni bis Ende September
Beherbergung 28 Betten, 40 Lager, 10 Notlager
Winterraum 10 Lager
Weblink Website bei der Sektion
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
p1

Die Pforzheimer Hütte, auch Adolf-Witzenmann-Haus, ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Pforzheim des Deutschen Alpenvereins in 2308 m ü. A. Höhe im Gleirschtal in den Stubaier Alpen nahe der Ortschaft St. Sigmund im Sellrain.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hütte wurde am 5. September 1926 nach zweijähriger Bauzeit für 126.000,00 RM (Reichsmark) = 35.000,00 € als Neue Pforzheimer Hütte eingeweiht. Im Jahr 1968 wurde die Hütte mit einer neuen WC-Anlage mit Waschräumen und einem Anbau für die Heizungsanlage und einen Winterraum erweitert. Ebenso wurde eine Warmluftheizung mit Ölofen installiert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Hütte im Sommer- wie Winterbetrieb nur mit Holz und Kohle beheizt. Der Winterraum war ganzjährig geöffnet. Kosten: 1.455.562,00 ÖS = 225.512,00 DM = 115.175,00 € Um die Hüttenversorgung zu verbessern wurde 1974 eine Tal- und Bergstation errichtet und eine 620 Meter lange Materialseilbahn vom Gleirschbach zur Hütte montiert. Somit war es möglich mit einem geländegängigen Fahrzeug bis auf 2.133 m zu fahren und in Gebinden von 250 kg Waren, Getränke und sonstige Materialien zur Pforzheimer Hütte (2.308 m) zu transportieren. Kosten: 550.000,00 ÖS = 85.000,00 DM = 43.500,00 € Bis 1984 wurde auf der Neue Pforzheimer Hütte der Strom über einen Dieselgenerator erzeugt. Hierbei wurde aus 100 KW Motorleistung ca. 35 KW elektrischer Strom erzeugt. Wirkungsgrad ca. 30 %. Mit der Errichtung einer Wasserkraftanlage im Jahr 1984 wurde durch Wasserkraft im Sommer 35 KW Strom erzeugt und im Winter wurde mit Gas gekocht und das Dieselaggregat lieferte zeitweise Strom. In den Jahren 1992 bis 1994 wurde ein Anbau errichtet um die behördlichen Auflagen zu erfüllen. In dem Anbau wurden eine neue Küche, Waschräume mit WC für Damen und Herren eine Pächterwohnung sowie ein Personalzimmer untergebracht. Ebenso wurden ein Vorratskeller und ein Wirtschaftsraum eingerichtet. Eine Drei-Kammer-Kläranlage rundete die Baumaßnahme ab. Kosten: 7.385.300,00 ÖS = 1.145.000,00 DM = 585.000,00 €. In den Jahr 2012 bis 2016 wurde die Hütte in allen Bereichen der Gebäudetechnik modernisiert. Eine neue Energie- und Elektroanlagen eingebaut, eine neue Warmwasserheizung mit einer neuen Trinkwasserverteilung installiert. Alle Schlafbereich modernisiert und renoviert. Eine Kläranlage mit Fettabscheider und biologischer Nachklärung rundete die Baumaßnahmen ab. Die Stromerzeugung im Winter wurde auf ein, mit heimischen Pflanzenöl betriebene Blockheizkraftanlage (BHKW) umgestellt. Der Wirkungsgrad liegt bei 96 %. Die Stromerzeugung wurde durch eine Photovoltaikanlage mit 12 KW ergänzt. Eine große Pufferbatterie sichert ganztägig die Stromversorgung im Sommer- und im Winterbetrieb. Die Küche wurde mit professionellen Kochgeräten und Kücheneinrichtungen aus Edelstahl ergänzt. Ebenso ist das Berghaus über eine SAT-Anlage ins Internet eingebunden und über WLAN können sich die Gäste ins Internet einloggen. Neue Brandschutztüren und eine Brandmeldeanlage gewährleisten, dass die Anforderungen an eine Berghütte im 21-ten Jahrhundert erfüllt werden. Seit 2012 wurde der Name auf „Pforzheimer Hütte“ umbenannt und im Jahr 2016 wurde der Pforzheimer Hütte das Umweltgütesiegel verliehen. Kosten: 575.000,00 €.

Zugänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Schweinfurter Hütte (2028 m) über das Gleirschjöchl (2751 m) in einer Gehzeit von 4 Stunden.
  • Zum Westfalenhaus (2276 m)
    • über das Satteljoch (2735 m) und weiter über Praxmar - Lisens in einer Gehzeit von 5 Stunden oder
    • über die Zischgenscharte (2936 m) in einer Gehzeit von 4½ bis 5 Stunden.
  • Zur Winnebachseehütte (2361 m) über die Roßkarscharte (3053 m) in einer Gehzeit von 6 Stunden. Es handelt sich um eine hochalpine Tour.

Gipfeltouren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pforzheimer Hütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien