Nina Grieg

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Nina Grieg ca. 1934

Nina Grieg (* als Nina Hagerup 24. November 1845 in Bergen; † 9. Dezember 1935 in Kopenhagen) war eine dänisch-norwegische Sängerin (Sopran). Sie war die Cousine und Ehefrau Edvard Griegs.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie kam als Tochter von Herman Hagerup und seiner Frau Adelina Werligh zur Welt. Bereits als junges Mädchen zeigte Nina Hagerup, dass sie das dramatische Talent und die Stimme ihrer Mutter geerbt hatte. Ihr norwegischer Cousin Edvard Grieg hörte von ihrem Talent und gestand ihr während seines Aufenthalts in Kopenhagen zu Weihnachten 1864 seine Liebe.[1] Das Paar heiratete am 11. Juni 1867 in Kopenhagen. Sie gebar ihm 1868 das einzige Kind, die Tochter Alexa, welche im Folgejahr an Meningitis starb.

Nina Grieg engagierte sich sehr für das Werk ihres Mannes und begleitete ihn auf Konzertreisen durch Europa. Er betrachtete sie als seine beste Interpretin. Nur ihr Rückhalt und ihre Gesangskunst verhalfen ihm nach mehreren schweren Jahren zum Durchbruch.[1]

Das Ehepaar konnte 1885 ein eigenes Haus im Süden von Bergen bauen, welches Edvard Grieg Troldhaugen taufte. In weiteren Reisen durch Europa lernten sie weiterhin Künstler kennen, wie etwa Tschaikowski und den jungen Frederick Delius 1888 in Leipzig. Delius, der mit dem Ehepaar und besonders Nina Grieg in engem Briefwechsel stand, widmete Nina in zwischen 1888 und 1890 mehrere Stücke.

Ihr Mann Edvard starb 1907 in Troldhaugen. Nina, die ihn um beinahe dreißig Jahre überlebte, zog zurück nach Kopenhagen und widmete den Rest ihres Lebens dem Andenken ihres Mannes und der Verbreitung seines Werks, unter anderem bei Klavierkonzerten in ihrer Gemeinde (sie bekannte sich, wie ihr Mann, zum Unitarismus). Nach ihrem Tod wurden ihre sterblichen Überreste in Troldhaugen beigesetzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nina Grieg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 198