Norðoyatunnilin

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Norðoyatunnilin
Norðoyatunnilin
Die Einfahrt von Leirvík aus
Nutzung Straßentunnel
Länge 6300 m
Bau
Baukosten 395 Millionen Kronen
Baubeginn 18. Dezember 2003
Betrieb
Maut ja[1]
Freigabe 29. April 2006
Lage
Norðoyatunnilin (Färöer)
Red pog.svg
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Koordinaten
Leirvík 62° 12′ 27,6″ N, 6° 40′ 52,6″ W62.207662-6.681265
Klaksvík 62° 13′ 5,3″ N, 6° 34′ 26″ W62.218146-6.573901
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing
Briefmarke des Postverk Føroya zur Eröffnung des Norðoyatunnilin.

Der Norðoyatunnilin (Nordinseln-Tunnel) ist der zweite und zurzeit nochVorlage:Zukunft/In 5 Jahren längste unterseeische Tunnel der Färöer. Er verbindet Leirvík auf Eysturoy mit Klaksvík auf Borðoy und verläuft unter der Meeresenge Leirvíksfjørður.

Der Tunnel befindet sich an seiner tiefsten Stelle 150 m unter dem Meeresspiegel und ist 6,3 km lang. Die Bauarbeiten begannen in Leirvík am 18. Dezember 2003 und in Klaksvík am 20. April 2004. Der Tunnel wurde am 25. Juni 2005 durchstochen und am 29. April 2006 dem Autoverkehr übergeben, drei Monate früher als geplant. Dieser Tag wurde als ein wichtiges Datum in der Geschichte der Färöer angesehen und entsprechend gefeiert.

Die Refinanzierung der 395 Millionen Kronen Baukosten[2] geschieht durch Maut, die sogar etwas niedriger ist als der bisherige Fährpreis.[1] Wie schon beim Vágartunnel ist auch beim Nordinselntunnel eine Aktiengesellschaft Bauherr, an der sich der färöische Staat mehrheitlich beteiligte.[3] Die Firma heißt Norðoyatunnilin pf. und hat ihren Sitz in Tórshavn.

Durch den Tunnel erhoffte man sich in Klaksvík einen wirtschaftlichen Aufschwung. Vom Abraum aus dem Tunnel wurde im Hafenbecken eine neue Halbinsel aufgeschüttet   noch ungenutzter Baugrund (Stand 2015).

Gleichzeitig ermöglicht es der Tunnel, zu jeder Tages- und Nachtzeit zwischen den Nordinseln, den Hauptinseln Eysturoy und Stremoy sowie der Westinsel Vágar hin- und her zu fahren.

Ein Linienbus von Strandfaraskip Landsins verbindet nun mehrmals täglich die beiden größten Städte Klaksvík und Tórshavn. Die Fahrtzeit beträgt auf den 70 km etwa 90 min. Die bisherige Fähre zwischen Leirvík und Klaksvík wurde am Tag der Tunneleröffnung eingestellt.

Die Tunnelmitte wurde innenarchitektonisch mit Beleuchtungsinstallationen von Tróndur Patursson ausgestattet und signalisiert dem Fahrer so, dass er die Hälfte der Strecke geschafft hat.

Die Maut wird vollautomatisch erhoben. Häufige Nutzer haben in der Regel eine 5er-, 10er- oder 20er-Karte, die sie hinter der Frontscheibe anbringen. Der Vorteil sind 20, 40 oder 50 % Rabatt auf den normalen Preis. Diese nicht übertragbaren Karten werden pro Durchfahrt per Funk erkannt und entsprechend entwertet. Es gibt ein Jahresabo, das in monatlichen Raten bezahlt wird. Dies lohnt sich ab sechs Durchfahrten im Monat. Alle anderen Benutzer müssen an einem Automaten vorbei fahren, aus dem sie einen Coupon ziehen, der bei der nächsten Tankstelle bezahlt werden muss. Der Tunnel ist kameraüberwacht und die Kennzeichen werden registriert.

Eines der „sieben färöischen Wunder“[Bearbeiten]

Zur Ólavsøka 2007 veranstaltete das färöische Fernsehen Sjónvarp Føroya einen landesweiten Wettbewerb über die „sieben färöischen Wunder“, bei dem die Zuschauer beliebige Vorschläge über besondere Bauten und andere Gegenstände machen konnten. Eine Rangfolge der acht Sieger (wegen Stimmengleichheit in einem Fall) wurde nicht bekannt gegeben, aber der Norðoyatunnilin gehört dazu. Die anderen sind das Kirchengestühl von Kirkjubøur, die Magnuskathedrale, die Christianskirkjan in Klaksvík, das Haus des Nordens, Tinganes, die erste Flagge der Färöer in der Kirche von Fámjin und der Sitz der Reichsombudsschaft auf den Färöern (die letzten beiden mit Stimmengleichheit).[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Norðoyatunnilin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Prísur Norðoyatunnilin. Tunnil, abgerufen am 6. März 2014 (färöisch).
  2. Rigsombudsmanden på Færøerne – Beretning 2013 (dänisch).
  3. Af Ib Salomon: Færøerne bygger tunneler igen. Ingeniøren, 27. August 2004 (dänisch).
  4. portal.fo: Føroyingar hava valt síni undurverk (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) („Die Färinger haben ihre Wunderwerke gewählt“), 28. Juli 2007