Norwegisches Ruhrkraut

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Norwegisches Ruhrkraut
Norwegisches Ruhrkraut (Gnaphalium norvegicum, rechts) und Wald-Ruhrkraut (Gnaphalium sylvaticum, links), Illustration

Norwegisches Ruhrkraut (Gnaphalium norvegicum, rechts) und Wald-Ruhrkraut (Gnaphalium sylvaticum, links), Illustration

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Ruhrkräuter (Gnaphalium)
Art: Norwegisches Ruhrkraut
Wissenschaftlicher Name
Gnaphalium norvegicum
Gunnerus

Das Norwegisches Ruhrkraut (Gnaphalium norvegicum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Norwegische Ruhrkraut ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist steif, einfach und beblättert. Die Blätter sind dreinervig, grün, lanzettlich, locker seidig-wollig und an der Unterseite dicht graufilzig behaart. Die mittleren Stängelblätter sind länger als die oberen und die grundständigen. Die Köpfchen stehen in einer beblätterten, gedrungenen Ähre. Die untersten Blätter des Blütenstandes sind ebenso lang wie dieser. Der Rand der Hüllschuppen ist schwarzbraun-häutig. Die Blüten hellbräunlich. Die fädlichen Randblüten sind mehrreihig.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.[1]

Norwegisches Ruhrkraut (Gnaphalium norvegicum) in den Vogesen

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Norwegische Ruhrkraut kommt von Eurosibirien bis nach Nordamerika vor. Die Art wächst auf kalkarmen, etwas feuchten und schattigen Standorten, auf Silikatmagerrasen und Silikatmagerweiden in Höhenlagen von 1000 bis 2800 Meter. Sie ist nicht häufig. Sie kommt vor in Gesellschaften der Verbände Calamagrostion arundinaceae, Caricion ferrugineae oder lückigen Nardion.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Aufl. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 919.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Norwegisches Ruhrkraut – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien