Norwegisches Ruhrkraut
| Norwegisches Ruhrkraut | ||||||||||||
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Norwegisches Ruhrkraut (Gnaphalium norvegicum, rechts) und Wald-Ruhrkraut (Gnaphalium sylvaticum, links), Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gnaphalium norvegicum | ||||||||||||
| Gunnerus |


Das Norwegische Ruhrkraut (Gnaphalium norvegicum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ruhrkräuter (Gnaphalium) und der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Norwegische Ruhrkraut ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist steif, einfach und beblättert. Die Blätter sind dreinervig, grün, lanzettlich, locker seidig-wollig und an der Unterseite dicht graufilzig behaart. Die mittleren Stängelblätter sind länger als die oberen und die grundständigen. Die Köpfchen stehen in einer beblätterten, gedrungenen Ähre. Die untersten Blätter des Blütenstandes sind ebenso lang wie dieser. Der Rand der Hüllschuppen ist schwarzbraun-häutig. Die Blüten hellbräunlich. Die fädlichen Randblüten sind mehrreihig.
Die Blütezeit reicht von Juli bis September.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.[1]
Vorkommen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Norwegische Ruhrkraut kommt von Eurosibirien bis nach Nordamerika vor. In Europa gibt es Vorkommen in fat allen Ländern außér in Portugal, Irland, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, im Baltikum, Belarus, Ungarn, Albanien, Griechenland und der Türkei. In Asien kommt sie in Zentralasien und in Sibirien vor; in Nordamerika im nordöstlichen Kanada und in Grönland.[2] Die Art wächst auf kalkarmen, etwas feuchten und schattigen Standorten, auf Silikatmagerrasen und Silikatmagerweiden in Höhenlagen von 1000 bis 2800 Metern. Sie ist nicht häufig. Sie kommt vor in Gesellschaften der Verbände Calamagrostion arundinaceae, Caricion ferrugineae oder lückigen Nardion.[1] In den Allgäuer Alpen steigt sie von 1300 Metern bis zu einer Höhenlage von 2300 Metern auf.[3]
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).[4]
Taxonomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Norwegische Ruhrkraut wurde 1772 von Johan Ernst Gunnerus in Flora Norvegica Band 2 Seite 105 als Gnaphalium norvegicum erstbeschrieben. Ein Synonym ist Omalotheca norvegica (Gunnerus) F.W.Schultz & Sch.Bip.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Norwegisches Ruhrkraut auf FloraWeb.de
- Norwegisches Ruhrkraut. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Norwegisches Ruhrkraut – Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns
- Thomas Meyer: Ruhrkraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 919.
- ↑ Omalotheca norvegica. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 9. Juni 2026.
- ↑ Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 579.
- ↑ Gnaphalium norvegicum Gunnerus In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 21. März 2021.