Oberin

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Die hl. Crescentia Höss als Oberin einer franziskanischen Kongregation

Als Oberin (auch Superiorin) bezeichnet man in der römisch-katholischen Kirche die Vorsteherin einer klösterlichen Gemeinschaft oder Ordenskommunität (Konvent). Die Oberinnen selbständiger Klöster können als Äbtissin oder Priorin bezeichnet werden.

Die von Theodor Fliedner inititierten Diakonissengemeinschaften, deren Mitglieder in einer verbindlichen Lebens-, Glaubens- und Schwesterngemeinschaft dienen, werden meist ebenfalls von Oberinnen geleitet.

Durch das Gelübde des Gehorsams verpflichten sich Nonnen und Ordensschwestern, den Anweisungen ihrer rechtmäßigen Oberin in allem, was das Leben der Gemeinschaft betrifft, unter Beachtung des kirchlichen Rechts und des Eigenrechts ihres Ordensinstitutes zu folgen. Ihrerseits ist die Oberin gehalten, ihr Amt als einen Dienst an der Gemeinschaft zu betrachten, deren Einheit sie zu schützen hat, und die Schwestern durch ihr Beispiel und den Gebrauch ihrer Autorität zu einem beispielhaften Ordensleben zu ermutigen und anzuhalten. Die Oberinnen selbständiger Klöster und Abteien gehören zu den höheren Ordensoberen.

Die Anrede einer Oberin lautet oft „Mutter Oberin“ oder (veraltet) auch „ehrwürdige Mutter“, bei höheren Oberinnen auch „ehrwürdigste Mutter“ oder „hochehrwürdige Mutter“. Heutzutage wird auch die Anrede „Schwester“ (abgekürzt „Sr.'“) verwendet, häufig in Verbindung mit dem Ordens- oder Vornamen. Bei Äbtissinnen, Generaloberinnen oder Generalpriorinnen ist schriftlich auch die Anrede „Frau“ möglich, also etwa „Hochwürdige Frau Äbtissin“ (ohne Namensnennung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Oberin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen