Offenheit (Psychologie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Offenheit für Erfahrungen ist eine faktorenanalytisch ermittelte Persönlichkeitseigenschaft in der Persönlichkeitspsychologie. Dieses Merkmal bildet zusammen mit Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus die fünf Hauptdimensionen einer Persönlichkeit nach dem Fünf-Faktoren-Modell (Big Five). Sie wird als normalverteilt angenommen, sodass die meisten Menschen mittlere Ausprägungen aufweisen und extreme Werte selten sind.

Menschen mit viel Offenheit werden charakterisiert durch Adjektive (lexikalischer Ansatz) wie

  • einfallsreich, originell, erfinderisch, phantasievoll
  • intellektuell neugierig, offen für neue Ideen
  • interessiert an Ästhetischem wie Kunst, Musik und Poesie
  • mit Vorliebe für Abwechslung (statt Routine), Neigung zu neuen Aktivitäten, neuen Reisezielen, neuem Essen usw.
  • aufmerksam für eigene und fremde Emotionen
  • bereit, traditionelle Werte in Frage zu stellen

Am anderen Ende der Skala (wenig Offenheit) stehen Adjektive wie traditionsbewusst, konservativ, konventionell, routiniert, uninteressiert usw.

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert R. McCrae (1996). Social consequences of experiential openness. Psychological Bulletin, 120, 323-337.
  • Robert R. McCrae (2007). Aesthetic chills as a universal marker of openness to experience. Motivation and Emotion, 31, 5-11.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Offenheit – Zitate