Kreativität

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und nützlich oder brauchbar ist.[1][2] Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im Einzelnen auszeichnet und wie sie entsteht.

Das Wort Kreativität bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch oder gestalterisch tätig zu sein. Daher ist fälschlicherweise die Vorstellung verbreitet, dass Kreativität nur mit Berufen oder Tätigkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst und der darstellenden Kunst verbunden ist ("art bias").[3]

Der Psychologe Csikszentmihalyi geht davon aus, dass Kreativität immer in einem System von Individuum, Domäne und anerkennender Umwelt stattfindet.[4]

Dabei wird zwischen alltäglicher ("small c") und außergewöhnlicher ("Big C") Kreativität unterschieden.[5] Außergewöhnliche Kreativität ist die herausragende (meist objektive) Kreativität wie auf der Ebene der Genies. Alltägliche Kreativität ist die (meist subjektive) Kreativität, die sich bei den meisten Menschen beobachten lässt, wie das Umgestalten eines Gartens oder das Improvisieren beim Kochen.[5][6] Bei alltäglicher Kreativität steht das kreative Erleben im Vordergrund.[7] Außergewöhnliche Kreativität ist im Gegensatz zur alltäglichen nicht nur für die kreative Person, sondern auch für andere Menschen bedeutsam.[8] Dabei existieren viele Übergänge von alltäglicher und außergewöhnlicher Kreativität. Beide entwickeln sich in einem Zusammenspiel von Begabungen, Wissen, Können, intrinsischer Motivation, Persönlichkeitseigenschaften und unterstützenden Umgebungsbedingungen.[9][10][11] Allerdings ist Kreativität nicht immer leicht zu verwirklichen. Schöpferische Tätigkeiten sind häufig mit Spannungszuständen verbunden. Aus psychologischer Sicht sind neben guten, aber nicht notwendigerweise Höchstbegabungen für Kreativität flüssiges Denken und Assoziations­freude sowie die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und zur Grenzüberschreitung bedeutsam. Aus diesen Fähigkeiten und Einstellungen entstehen aber nur neue und brauchbare Produktionen, wenn flüchtige Einfälle festgehalten und kompetent ausgearbeitet werden.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Kreativität geht auf das lateinische Wort creare zurück, was so viel bedeutet wie „etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen, herstellen“, aber auch die Nebenbedeutung von „auswählen“ hat. Der Begriff enthält als weitere Wurzel das lateinische „crescere“, das „geschehen und wachsen“ bedeutet. Diese Doppelgesichtigkeit der Kreativität zwischen aktiven Tun und passivem Geschehen-Lassen findet sich auch in modernen Kreativitätskonzepten.[12][3]

Kulturgeschichte der Kreativität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der frühen Antike herrschte die Vorstellung vor, dass Inspiration und das Erschaffen von Neuem das Ergebnis göttlichen Eingreifens sind.[13] In der griechischen Mythologie wird Schöpfung mit chaotischen und zerstörerischen Aspekten in Verbindung gebracht.[14] Ähnliche Vorstellungen finden sich in der Bibel, im Hinduismus und Konfuzianismus. Auch in der Moderne findet sich die Vorstellung einer Dialektik von Ordnung und Chaos. So sagt Nietzsche in „Also sprach Zarathustra“: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären“. Plato war der Ansicht, dass es nicht möglich ist, etwas vollständig Neues zu erschaffen.[15] Zu seiner Zeit wurde die Aufgabe von Kunst darin gesehen ein Ideal nachzuahmen oder sich ihm zumindest anzunähern.[15] In der Spätantike trat der Bezug auf das Göttliche in den Hintergrund und Kreativität wurde eher mit dem 'Daimon' oder 'Genius' einer kreativen Person in Verbindung gebracht.[13] Im Mittelalter wurde bedingt durch religiöse Einflüsse erneut der göttliche Aspekt von Inspiration hervorgehoben.[13] In der Periode des Sturm und Drang wurde der Genie­begriff aus der antiken Vorstellung der Führung durch einen Genius wieder aufgegriffen und weiter entwickelt. Das Genie wurde einerseits als neue Formen erschaffender Heros, der unbewussten Eingebungen folgt, gedacht. Es ist aber auch dunklen und chaotischen Leidenschaften unterworfen. Nach der Korrumpierung des Geniebegriffs durch „geniale“ Despoten des 20. Jahrhunderts[16] wurde der Begriff obsolet und durch „Kreativität“ ersetzt.

Forschungsgeschichte der Kreativität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreative Fähigkeiten und Leistungen sind Betrachtungs- und Forschungsobjekt mehrerer Wissenschaften, z. B. der Wissenschaftsgeschichte und der Wirtschaftswissenschaften. Schumpeter (1883–1950) schrieb in seinem 1911 erschienenen Werk Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung Pionierleistungen nicht vorwiegend ökonomischem Eigennutz zu, sondern erklärte sie mit psychologischen Motiven, zu denen auch „Freude am Gestalten“ zählt.[17] Schumpeter erkannte das Wechselspiel aus Innovation und Imitation als Triebkraft des Wettbewerbs. Die stark überarbeitete Neuauflage 1926 machte die Begriffe Schöpferische Zerstörung und 'kreative Zerstörung' in der Makroökonomie (und darüber hinaus) sehr bekannt.[18] Zur unternehmerischen Kreativität gehört laut Schumpeter die Fähigkeit zur erfolgreichen Rekombination existierender Ressourcen und Kräfte.[19]

Seit 1950 begannen, ausgelöst durch den Psychologen Joy Paul Guilford, intensive empirische Forschungen. Er markierte einen Wendepunkt in der Kreativitätsforschung. Er stellte zum Einen fest, dass in den 25 Jahren zuvor von 121.000 erschienenen psychologischen Arbeiten nur etwa 186 relevante Titel zum Thema Kreativität verfasst worden waren, und rief dazu auf, diesem Bereich mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Zum Anderen gipfelte seine Rede in der These: „Jeder Mensch ist kreativ!“; damit widersprach er dem bis dahin vorherrschenden Hochbegabten-Paradigma und öffnete die Tür für ein breiteres Kreativitätsverständnis und nachfolgende spezielle Kreativitätsforschungen.

Guilford leitete sein Verständnis von Kreativität von seinem Strukturmodell der Intelligenz ab, indem er diejenigen Intelligenzfaktoren als für die Kreativität relevant bestimmt, die Voraussetzung divergenten Denkens sind.[20] Neben der Bestimmung von Kreativität als intelligente Fähigkeit wurde diese Auffassung dahingehend kritisiert, dass divergentes Denken und Kreativität nicht gleichzusetzen sind: Während ursprünglich angenommen wurde, dass divergentes Denken Kreativität ausdrückt und konvergentes Denken dessen Fehlen, entspricht diese Dichotomie nicht mehr dem aktuellen Stand der Kreativitätsforschung.[21]

Guilford steuerte weitere Aspekte wie sozioökonomische, wissenschaftliche und pädagogische Gesichtspunkte in Bezug auf die Definition von Kreativität bei und schuf somit die Grundlage zur Messung kreativer individueller Problemlösungen. Guilfords Forschung konnte das Wesen der Kreativität aber nur teilweise erhellen, da Psychologie und Neurobiologie nur alltägliche Kreativität untersuchen können. Außergewöhnliche Kreativität lässt sich empirisch-psychologisch und experimentell nicht untersuchen (Andreasen 2005). In einem Test müsste die Person „auf Kommando“ kreativ sein, was aber mit dem spontanen Charakter vieler kreativer Leistungen unvereinbar ist. Außerdem wird die außergewöhnlich kreative Leistung oft erst nach langer Zeit erkannt. Dasselbe Problem haben die modernen Neuroimaging-Verfahren: Die kreative Leistung müsste ausgelöst werden, wenn die Testperson im Scanner liegt und man müsste vergleichbare Kontrollgruppen bilden können.

Kreative Leistungen werden meist erst als solche anerkannt, wenn sie sich in irgendeiner Weise als nützlich für andere erweisen. Die Erforschung kreativer Prozesse unter den Aspekten ihrer Beherrschbarkeit, Berechenbarkeit und Verwertung hat in der Innovationsforschung an Bedeutung gewonnen.[22]

Wissenschaftstheoretiker haben festgestellt, dass kreative Leistungen oft an Grenzstellen zwischen wissenschaftlichen Domänen auftreten, seltener in den Domänenkernen selbst. Diese halten lange an etablierten Theorieansätzen fest (siehe auch Paradigmenwechsel). Das gilt auch für die psychologische Kreativitätsforschung selbst, die z. B. durch die Investmenttheorie der Kreativität von Sternberg und Lubart (1996) neue Impulse durch Analogien aus anderen Domänen empfangen hat.[23] Weitere Impulse erhielt die Kreativitätsforschung aus der sprunghaften Entwicklung der Hirnforschung durch die Anwendung neuer bildgebender Verfahren, die es ermöglichen, Denkprozesse im Gehirn in verschiedenen Arealen genau zu lokalisieren und voneinander abzugrenzen. Es gibt Versuche, neurobiologische, psychologische und kulturelle Kreativitätsforschung miteinander zu verbinden (Holm-Hadulla 2013).

Seit Ende der 1990er Jahre wird auch der Begriff Kultur- oder Kreativwirtschaft verwendet, um alle Aktivitäten zur Herstellung und zum Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Produkten zu beschreiben, die dem Ziel dienen, Geld zu verdienen. Heute gibt es in Europa eine Vielzahl von Ansätzen, wie man Kreativität als Wirtschaftstätigkeit verstehen und interpretieren kann. Das Kulturministerium Großbritanniens spricht von Creative Industries und hat dazu verschiedene Studien veröffentlicht. In den Wirtschaftswissenschaften gilt Kreativität heute als eine wichtige Ressource bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Definitionen von Kreativität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die oben genannte Definition ist die Standarddefinition von Kreativität. Darüber hinaus gibt es viele Abwandlungen von dieser Definition. Zum Beispiel wurde auch vorgeschlagen sich nur auf das Kriterium der Neuheit/Originalität zu beschränken.[24] Das wurde jedoch kritisiert, da damit jede noch nicht da gewesene bizarre Handlung oder Äußerung schon als kreativ bezeichnet werden müsste.[25]

Eine andere Definition bezieht die Standarddefinition auf den kreativen Prozess: Guilford bezeichnet als kreativ jede neue, noch nicht da gewesene, von wenigen Menschen gedachte und effektive Methode, ein Problem zu lösen beziehungsweise die Miteinbeziehung von Faktoren wie Problemsensitivität, Ideenflüssigkeit, Flexibilität und Originalität. Demzufolge wäre Kreativität die zeitnahe Lösung (Flexibilität) für ein Problem mit ungewöhnlichen, vorher nicht gedachten Mitteln (Originalität) und mehreren Möglichkeiten der Problemlösung (Ideenflüssigkeit), die für das Individuum vor der Problemlösung in irgendeiner Weise nicht denkbar ist (Problemsensitivität).

Auch Wissenschaftler wie Stein (1953), John E. Drevdahl (1956) und Edward de Bono (1957) versuchten, Kreativität zu definieren, um sie messbar zu machen. De Bono prägte unter anderem den Begriff des lateral thinking, der in der deutschen Sprache als Querdenken in die Umgangssprache Einzug hielt.[26] 1962 versuchten Getzel und Jackson, Kriterien festzulegen, die den kreativen Menschen als solchen erkennbar machen sollten. Dabei legten sie vier Hauptmerkmale fest, die sie als kreative, intelligente, moralische und psychologische Fähigkeiten bezeichneten.[26] Weitere Definitionen stammen von D. W. MacKinnon (1962) und F. Barron (1965).[27] Dabei definierte McKinnon Kreativität als eine Idee, die neu ist und gleichzeitig selten von mehreren Menschen gedacht wird, die zu verwirklichen ist und die der Verbesserung oder der Veränderung dient. Dorsch kam 1994 (wie andere Forscher auch) zu dem Schluss, dass Kreativität kein scharf eingrenzbarer Begriff ist, dass sie also Raum zur Spekulation bietet.[27]

Die nordamerikanischen Kreativitätsforscher Sternberg und Lubart (2006) beschreiben in ihrer Investmenttheorie der Kreativität eine spezifische Erfolgsintelligenz. Einer guten Idee folgt die Überzeugung der Umwelt vom Wert dieser Idee; es entsteht eine Nachfrage, die den Wert der Idee steigert. So müssen kreative Personen hohe Problemsensibilität und einen guten Sinn für Themenwahl haben.

Relativekreativitätstheorie.jpg

Kreativitätsblockaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impulse aus der Umwelt (Erziehung, Ausbildung, Arbeitsklima etc.), führen oft zu Verhaltensweisen, die das kreative Potential hemmen oder sogar blockieren. Wissenschaftler wie z. B. Edward de Bono (1992), Howard Gardner[28], Mark Runco[3], Teresa Amabile (2008) und Shelley Carson[29] haben typische Kreativitätsblockaden aufgezeigt:

  • Strikte Zielorientierung, starre Lösungswegfixierung und Methodismus im Sinne der Bindung an etablierte Problemlösungsrituale – Die mechanische Vorgehensweise bei der Problemlösung und das Handeln nach vorgeprägtem Ritual hält davon ab, nach effizienteren Vorgehensweisen Ausschau zu halten oder neue Lösungen auszuprobieren.
  • Angst vor Versagen / Misserfolg, Fehlerängstlichkeit – In unserer Kultur besteht ein schlechtes Verhältnis zu Fehlern (siehe Fehlerkultur, Lernen aus Fehlern). Laut Pohl (2011) gibt es ohne Fehler keine Weiterentwicklung; Fehler implizieren die Chance auf Neues (siehe Veränderungsmanagement, Kaizen).
  • Bewertungsängste – Wenn Personen Angst vor Bewertungen ihrer Person oder ihrer Idee haben, leidet ihre Kreativität darunter.[30]
  • Schwache Bindungen zwischen Betroffenen, die kreativ sein wollen – Schwache Bindungen mit begrenztem Wissen und soziale Distanz hemmen die Kreativität.[31]
  • Leistungsdruck, Erfolgsorientierung – Hohe Leistungsforderungen kommen meist von außen (z. B. von Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern). Starke Erfolgsfixierung kann dazu verleiten, sich eher auf sicherem, bekanntem Terrain zu bewegen; sie führt selten zu neuen Ideen.
  • Zeitdruck – kann förderlich und/oder hinderlich sein: Wenn man (zu) wenig Zeit zum (rationalen) Denken (Analysieren, Abwägen u. ä.) hat, kann dies kreative Ideen begünstigen (wenn spontane Einfälle zugelassen werden). Stress kann stimulierend wirken, oberhalb des Optimums kann er den Wahrnehmungs- und Handlungsspielraum aber einengen. Enge Zeitvorgaben können das Reifen von Ideen auch verhindern und negativen Stress verursachen. Sie können Menschen veranlassen, sich zu überarbeiten; Überarbeitung kann körperliche (z. B. Bluthochdruck) und seelische Folgen haben (z. B. Burnout-Syndrom).
  • Perfektion – Zu Perfektionismus neigende Menschen wollen Probleme besser lösen als andere. Mögliche Motive dafür sind Angst und ein starker Wunsch nach Anerkennung. Perfektion kann andere Menschen verunsichern und sie ängstigen. Perfektionisten setzen sich (und manchmal auch andere) unter Druck.[32]
  • Gedankliche Schranken – Vielfach behindern individuelle Befindlichkeiten (Werte, Normen etc.), alte Glaubenssätze („das macht man nicht …“ usw.) oder vermeintliche äußere Schranken innovative Ideen bzw. den Ideenfluss. Glaubenssätze stammen z. B. aus Erziehung und Religion. Es wird am Althergebrachten festgehalten. Im schlimmsten Fall führt das zu einem selbst auferlegten Denkverbot, der „Schere im Kopf“, die Ideen und Lösungen schon beim Entstehen verwirft, weil an mögliche negative Konsequenzen gedacht wird. Es gilt als bei kreativen Prozessen hilfreich, Ideen ungefiltert zu produzieren und diese nicht zu früh zu bewerten bzw. zu verwerfen (Trennung von Ideengenerierung und Ideenbewertung).[33]
  • Ideenäußerung der anderer Teammitglieder – Durch die Kommentare und Ideen von anderen kommt es zu eigenen Produktionsblockaden, da die eigene Ideenfindung unterbrochen wird, oder die Ideen vergessen werden.[30]
  • Soziales Faulenzen – Die einzelnen Teammitglieder sind bei einfachen Aufgaben zur Ideengenerierung weniger kreativ, weil die Einzelleistung unbekannt ist.[30]
  • Negative Einstellung – Positive Sichtweisen erleichtern es, offen auf die Umwelt zuzugehen.
  • Die Überzeugung, nicht kreativ zu sein – Selbstbewusstsein und Reflexions­fähigkeit sind Merkmale kreativer Menschen. Nicht umgesetzte oder abgelehnte Ideen können Verunsicherung bewirken. Kreative Kompetenz kann trainiert werden.
  • Starker Netzwerkzusammenhalt – Dieser kann divergentes Denken (mit vielen Alternativmöglichkeiten, die zu neuer Kreativität führen) hindern, da man nach einer schnellen Lösung strebt.[34]
  • Konformitätsdruck – Wir werden zu einem gewissen Konformismus erzogen, denn Anpassung und Angleichung an gesellschaftliche Normen ist für deren Funktionieren notwendig. Konformität kann Denken und Handeln einengen.
  • Gruppendenken – Erstens werden dadurch ausgetauschte Informationen eher redundant, da alle sich „das gleiche erzählen“ und scheinbar „das gleiche wissen“. Zweitens wird durch das Gruppendenken der soziale Druck bei der Ideenfindung erhöht. Dabei kann der soziale Druck dazu führen, dass die betroffenen Personen eine schnelle Lösung finden sollen, welche von der Gruppe akzeptiert wird, anstatt nach originellen und kreativen Ideen zu suchen.[34]
  • Keine Autonomie – Wenn man jedoch autonom arbeiten kann, ist man freier von Bürokratie und anderen Verantwortungen, die Innovationsprozesse und damit Kreativität unterbrechen.[35]
  • Zweiteilung zwischen Arbeit und Spiel – Das Trennen zwischen „hier die Arbeit“ und „dort das Vergnügen bzw. Spiel“ kann ein Nachteil sein. Spielerisches Ausprobieren kann die Entwicklung von Neuem begünstigen (siehe Kreativitätstechniken).

Die kreativen Bausteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mel Rhodes, ein US-amerikanischer Wissenschaftler, gab dem Begriff Kreativität in den 1960er Jahren eine bis heute noch immer gültige Unterteilung in vier verschiedene Grundelemente, die so genannten vier Ps der Kreativität.[36] Sie helfen, den oftmals noch diffusen Begriff praxisbezogen zu unterteilen, und umfassen

  • Die kreative Person
  • Den kreativen Prozess
  • Das kreative Produkt
  • Das kreative Umfeld (orig.: press. d. h. der Problemlösungsdruck der Umwelt).

Diese Beschreibung hat, aus konzeptionell-beschreibender Sicht, bis heute noch eine fundamentale Bedeutung und wird vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum mit dem Begriff „absichtliche Kreativität“ in Verbindung gebracht. Es gab und gibt wiederholte Versuche, die vier Ps um weitere P-Begrifflichkeiten zu ergänzen, die aber bislang weder schlüssig waren, noch sich in der Kreativanwendung durchsetzen konnten.

Für alle vier Elemente gibt es Faktoren, die für das Auftreten von Kreativität z.T. förderlich, z.T. auch notwendige Voraussetzungen sind. Diese wirken dann miteinander nicht in additiver, sondern in einer interagierenden Weise damit Kreativität entstehen kann.[37]

Die kreative Person[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Merkmalen kreativer Personen lassen sich kognitive Aspekte und Persönlichkeitsmerkmale unterscheiden. Auf der unteren Tabelle ist eine Vielzahl von kreativen Merkmalen aufgeführt, die kreative Einfälle begünstigen. Dazu zählen auch die kreativen Fähigkeiten wie z. B. Problemsensibilität, Flexibilität. Diese Eigenschaften und Fähigkeiten lassen sich zumindest teilweise fördern.

Natürlich lassen sich diese Merkmale und der Arbeitsstil nicht wie eine Checkliste zur Bestimmung der eigenen kreativen Persönlichkeit anwenden: „trifft zu“, „trifft nicht zu“. Persönlichkeiten sind zu komplex, um auf diese Weise analysiert zu werden und kreative Personen müssen nicht alle diese Eigenschaften aufweisen.

Persönlichkeitsmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beharrlichkeit – Problemlöseprozesse und Herausforderungen sind nicht immer schnell zu erledigen, sondern erfordern ein überdurchschnittliches Energiepotential. Dies zeigt sich durch konstruktive Hartnäckigkeit, hohe Motivation und Frustrationstoleranz
  • Intrinsische Motivation - Das "intrinsische Motivationsprinzip der Kreativität" besagt das intrinsich motiviertes Handeln förderlich ist für Kreativität, während extrinsische Motiviation ihr entgegensteht. Intrinsische Motivation ist die Motivation, an einer Sache primär um ihrer selbst willen zu arbeiten, weil es Spaß macht, befriedigend, herausfordernd oder anderweitig fesselnd ist.[38] Menschen sind am kreativsten, wenn sie durch ein leidenschaftliches Interesse motiviert werden.[39] In Selbst-Auskünften angegebene Motive einer kreativen Tätigkeit nachzugehen werden sind u.a.: die Möglichkeit, seine Vorstellungskraft zu nutzen; sich frei zu fühlen; Emotionen zu regulieren; sich selbst ausdrücken; und das Selbstwertgefühl zu stärken.[40]
  • Ambiguitätstoleranz – Kreative haben die Fähigkeit, eine verwickelte, widersprüchliche und unsichere Situation auszuhalten und gleichwohl an deren Bewältigung arbeiten zu können. Sie werden von Ambivalenz, Widersprüchen, Unklarheiten, ungelösten Spannungen und Komplexität nicht eingeschüchtert. Dadurch können (zu) schnelle bzw. einseitige Lösungen verhindert werden.
  • Neugier, Offenheit gegenüber externen Einflüssen – Kreative Menschen sind ständig auf der Suche nach Neuem und Unbekanntem. Sie wollen erkennen, verstehen, neu kombinieren, weiterspinnen und ausprobieren. Sie suchen nach abwechslungsreichen Erfahrungen, sammeln Informationen zu relevanten Themen, sind offen für die Umwelt und geben sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden. Neugieriges Verhalten birgt auch ein gewisses Risiko, es lässt unsichere Situationen zu, es kokettiert mit „Gefahr“.
  • Spontanität – Kreative Menschen sind in der Lage, vom langfristigen Planen abzusehen, spontan zu handeln und zu reagieren. Sie orientieren sich nicht nur an eigenen Prinzipien und Gewohnheiten oder äußeren Regelungen.[41]
  • Selbstvertrauen und innere Unabhängigkeit – Wer selbstbewusst ist, geht Schwierigkeiten nicht aus dem Weg, kann Konflikte ertragen und wird sich nicht kritiklos anpassen, sondern versucht, Gegebenheiten unvoreingenommen und unabhängig von anderen Menschen zu beurteilen. Unabhängigkeit äußert sich oft in nonkonformen und selbstsicheren Verhaltensweisen. Sie fördert konstruktiv-kritische Denkansätze und unterstützt die Überwindung konventioneller Barrieren und Denkblockaden (Pohl 2012).
  • Komplexität – Die Bereitschaft, vielschichtige Informationen, verschiedene Lebensentwürfe, unterschiedliche Gewohnheiten oder mehrere Lösungsansätze nebeneinander bestehen zu lassen, begünstigt wirklichkeitsnahe Problemwahrnehmungen und kreative Lösungen und ist eine gute Voraussetzung für eine umfassende und realistische Sicht auf die Umwelt.

Die an vielen Stellen nötige Reduktion von Komplexität kann zu einem „Schwarz-Weiß-Denken“ und einer vereinfachenden Sichtweise führen. Kreative Menschen favorisieren eher viele Baustellen mit unfertigen Entwürfen, mit parallelen Welten (z. B. ein Freundeskreis aus sehr unterschiedlichen Charakteren) und der Akzeptanz von mehrdeutigen Situationen (J. B. Gelatt 2003). Beispielsweise bei massiven Überschneidungen in der Aufgabenverteilung im Arbeitsalltag. Komplexität trägt dazu bei, das mehrdimensionale Denken zu entwickeln. Voreingenommenheit und vorschnelle Vereinfachungen werden durch Komplexität verhindert.

Kognitive Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guilford verstand Kreativität als eine spezielle Form des Denkens. Er unterschied konvergentes Denken (bei klar umrissener Problemstellung mit genau einer Lösung) von divergentem Denken („the kind that goes off in different directions“; bei unklarer Problemstellung und mehreren Lösungsmöglichkeiten).[26] Das divergente Denken umfasste dabei mehrere Dimensionen:

  • Problemsensitivität (erkennen, dass und wo ein Problem besteht)
  • Ideenflüssigkeit (in kurzer Zeit viele Ideen hervorbringen)
  • Flexibilität (gewohnte Wege des Denkens verlassen; neue Sichtweisen entwickeln)
  • Redefinition (bekannte Objekte neu verwenden, improvisieren)
  • Elaboration (anpassen der Ideen an Realität)
  • Originalität (Ungewöhnlichkeit).[42]

Es zeigte sich jedoch außerdem, dass die Kreativität eines Menschen nicht mit seinem IQ korreliert (Andreasen 2005). Beispielsweise können Menschen mit Lernbehinderung künstlerisch außerordentlich kreativ sein. Andererseits gibt es hochintelligente Menschen, deren Kreativität sich auf dem Niveau eines Kleinkindes bewegt.

Voraussetzung für das Entwickeln von kreativer Kompetenz ist zunächst das Erkennen von Stärken und Schwächen, die Sie in Bezug auf die oben genannten Kreativitätsfähigkeiten aufweisen. Selbstreflexion, Kritikfähigkeit und der Mut zur Veränderung, aber vor allem der Glaube an die eigene Kreativität sind hierfür entscheidend (Pohl 2011). Außer diesen kreativen Fähigkeiten gibt es individuelle Persönlichkeitseigenschaften wie Konflikt- und Frustrationstoleranz, Vitalität, psychische Stabilität, Geduld, Eigensinnigkeit, Motivation und Interesse, die zusätzlich das kreative Potential einer Person beeinflussen und begünstigen.

Daraus ergibt sich insgesamt zu den Merkmalen kreativer Menschen folgende Liste:

Persönliche Eigenschaften Kognitive Flexibilität Arbeitsstil
kulturelle Werte schätzen komplizierte Sachverhalte verstehen freundlich
Interesse an komplizierten Fragestellungen nicht gleich urteilen ermunternd
Engagement und Leistungswille mehrdimensional denken herausragend
Unabhängigkeit (des Urteils) gutes Gedächtnis Freiräume und Zeit für Kreativität
Nonkonformismus Wissen und Knowhow selbständiges Handeln
Ausdauer aus Denkmustern ausbrechen fördernd
offen für neue Erfahrungen motivierend
Spontanität und Flexibilität neue Ideen unterstützend
Risikobereitschaft sehr gute Kommunikation: aktives Zuhören
Selbstbewusstsein
aktives Problembewusstsein
Komplexität
Von Kindheitsbedingungen abhängig:
Neugier
Interesse und Streben nach Anerkennung
Selbstvertrauen
Widerstandsfähigkeit
Originalität und Authentizität

Tab. aus dem Buch „Innovation und Kreativität“ von Michael A. West (1999), modifiziert und ergänzt von Manuela Pohl (2012).

Angeborene und erlernte Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neurobiologisch findet sich von frühester Kindheit an eine Plastizität des Gehirns, das, sich selbst organisierend, in ständigem kreativen Austausch mit der Umwelt steht. Schon Säuglinge nehmen Reize aus der Innen- und Umwelt wahr und verarbeiten sie aktiv. Deshalb wird davon ausgegangen, dass schon sehr kleine Kinder ihre Welt unbewusst „komponieren“. Diese Fähigkeit bleibt bis ins hohe Erwachsenenalter erhalten. Die kreative Sinnproduktion ist besonders in jungen Jahren ausgeprägt und wird später zunehmend durch wissensbezogene, logische Sinnproduktion ersetzt. Sie kann durch Übung bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Andererseits kann diese Fähigkeit auch durch eine einseitig auf verbalisierbares Wissen orientierte Erziehung und Bildung überlagert werden.

Vielen Schulsystemen wird vorgeworfen, durch eine zu starke Orientierung auf Wissenserwerb und Begrifflichkeit zur frühzeitigen Verkümmerung von Kreativität beizutragen. Die Lerntheorien des Konstruktivismus kombinieren deshalb den klassischen Wissenserwerb mit freien Unterrichtsmethoden, damit der Lernende seine Umwelt als ein Feld von Hürden, die er mit Hilfe kreativer Lösungsansätze überwinden kann, erlebt. Der kreative Denkprozess kann durch spezielle Kreativitätstechniken gefördert und beschleunigt werden.

Wenn Kreativität anhand von typisch kreativem Verhalten bestimmt wird, gemessen mit Selbstberichten oder Berichten von Personen aus der Peergroup, beträgt die Erblichkeit von Kreativität 62 %. Andererseits beträgt die Erblichkeit von zeichnerischer Kreativität gemessen mit Leistungstests 26 %. Mit anderen Worten, individuelle Unterschiede im typischen kreativen Verhalten sind weitgehend angeboren, während individuelle Unterschiede bei kreativer geistiger Leistungsfähigkeit weitgehend erlernt sind.[43] Mütter, die in ihrem Umgang mit dem Kind nicht nüchtern, sondern emotional involviert/engagiert sind, haben dabei Kinder mit geringerer kreativer Kognition.[44]

Der kreative Prozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die kreativen Denkprozesse weitgehend unbewusst ablaufen, werden kreative Einfälle oft als Eingebung einer überpersönlichen Intelligenz oder Wesenheit (Inspiration, Musenkuss usw.) oder als ein mystisches Geführtwerden erlebt.

Beim Menschen kommt der weniger begrifflich-isolierenden und logisch-kausalen, dafür aber nonverbal, assoziativ und ganzheitlich denkenden (in der Regel rechten) Hirnhälfte für kausale Problemlösungen eine besondere Bedeutung zu. Beteiligt am kreativen Denkprozess sind aber letztlich beide Hirnhälften.[3]

Ein wichtiger Prozess ist dabei die konzeptuelle Neukombination, d.h. die Erschaffung neuer Wissensstrukturen durch das Verknüpfen von zuvor unterschiedlichen Konzepten oder, alternativ, die Neuordnung von Elementen innerhalb eines Konzepts.[45] Entsprechend ist das Vorhandensein sowohl von allgemeinem Wissen als auch fachspezisch vertieftem Wissen für Kreativität von Bedeutung, wobei letzteres vor allem bei Experten wichtig ist.[46] Daraus ergeben sich praktische Konsequenzen: Um Informationen neu kombinieren und verarbeiten zu können, müssen sie durch Lernen im Gedächtnis vorhanden sein. Kreativität im weitesten Sinn beruht auf der Fähigkeit, die Lücke zwischen nicht sinnvoll miteinander verbundenen oder logisch aufeinander bezogenen materiellen und nichtmateriellen Gegebenheiten durch Schaffung von Sinnbezügen (freie Assoziation) mit bereits Bekanntem und spielerischer Theoriebildung (Phantasie) auszufüllen.

Über Denkprozesse hinaus wird der kreative Prozess traditionell als Abfolge von fünf Schritten oder Phasen definiert (Csikszentmihalyi, 1996):

  • Vorbereitungsphase
  • Inkubations- bzw. Reifungsphase
  • Einsicht bzw. Aha-Erlebnis
  • Bewertung
  • Ausarbeitung.

Diese Phasen treten jedoch selten in Reinform auf und sind eher rekursiv als linear. Diese Einteilung geht zurück auf das 4-Phasen-Modell von Graham Wallas aus dem Jahr 1926, das auch heute noch vielen Phasen-Theorien zugrunde liegt.

Nach Csikszentmihalyi (1996) tritt im kreativen Schaffensprozess oft ein besonderer Bewusstseinszustand – eine Art Trance – auf, der als Flow (Fließen) bezeichnet wird und meist mit einem vorübergehenden Verlust des Zeitbewusstseins einhergeht. Dieser Zustand ist zugleich konzentriert und dissoziativ. Kreative Prozesse können auch im Schlaf oder Halbschlaf ablaufen. Berühmte Beispiele sind Nikola Teslas Vision von der Drehstrom­übertragung oder Friedrich August Kekulés Traum von der Benzol­formel.

Kreativitätstechniken sollen den kreativen Prozess unterstützen, kanalisieren, beherrschbar machen und zielgerichtet optimieren. Dazu rechnet man u. a. die Synektik, das Brainstorming, De Bonos Six Thinking Hats u. v. a., in den Ingenieurwissenschaften z. B. auch TRIZ oder die Kepner-Tregoe-Matrix.[47]

Das kreative Produkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem bei Alltagskreativität geht es eher um den Nutzen für den Kreativen selbst, z. B. eigene Probleme zu lösen oder negative Erfahrungen zu verarbeiten.[48] Die Eigenbewertung unterliegt dann entsprechend anderen Maßstäben als bei herausragende Kreativität. Wie bewertet der Einzelne seine Kreativität und sein daraus entstehendes Problemlösungsverhalten? Bei herausragender Kreativität steht eher die Bewertung durch andere Menschen im Vordergrund, also die Frage, wie der Einzelne von außen über seine Kreativität und die dadurch entstehenden Problemlösungsfähigkeiten bewertet wird[49].

Eine subjektive Sichtweise jeder einzelnen Person ist in der Bewertung nicht auszuschließen, da jedes Individuum nach eigenen Kriterien bewertet, wenn es keine Normwerte zur Verfügung hat und keine allgemeingültige, weil bekannte und gleichzeitig gültige und verlässliche Definition von Kreativität zur Bewertung herangezogen wird. Das bedeutet, dass durch die mangelnde Definition des Begriffs die Wertung eines einzelnen Individuums fast immer subjektiv ausfällt und erst eine Gruppe von Menschen mit ihren verschiedenen Maßstäben zur Messung von Kreativität und einer internen Absprache von Regeln zur Definition dazu in der Lage ist, Kreativität neutral und nach verschiedenen, vorher festgelegten Gütekriterien zu bewerten und zu messen. Eine Gruppe legt die Normwerte fest, der Einzelne kann mit diesen konform gehen oder nonkonform sein.

In der Kunst erfordert der hier geltende Innovationszwang, dass Kreativität mit Normenbruch, also dem Verstoß gegen tradierte Normen einhergeht.

Das kreative Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewertung von Kreativität durch eine soziale Gruppe erweist sich als Barriere, wenn eine Problemlösung von der Gruppe für nicht durchführbar gehalten und verworfen wird. Das kann bei Spracharmut der Gruppenmitglieder ohne jegliche Begründung geschehen. Ein nonkonformes Individuum wird bei dieser Konstellation unterdrückt oder ausgegrenzt.[50] In seltenen Fällen wurden Kreative als verrückt angesehen, die jedoch nach ihrem Ableben gefeiert wurden. Diese Reaktion entspringt dem Gruppengefühl und dem Bild, das eine Gruppe von sich selbst hat. Jeder, der mit der Gruppe konform ist, bringt weniger Störungen und vermeintlich weniger Rückschläge in den Erfolgen der Gruppe.

Forschungen in der Sozialpsychologie von Schlenker und Weigold zufolge gehen Kreative in dem Maße nicht konform, in dem das Problem nach ihren Kriterien nicht anders zu bewältigen ist. Albert Einstein, der Erfinder der Relativitätstheorie, wird in seiner Biografie als aufbrausend und von Selbstvorwürfen geplagt beschrieben. Die Gründe hierfür dürften in dem anfänglichen Unverständnis der Fachkollegen für die Kreativität Einsteins und deren Resultate gelegen haben, wie auch in seinem nonkonformistischen Durchsetzungswillen.

Anregung und Herausforderung spielen bei der Entwicklung einer kreativen Lebenseinstellung eine besondere Rolle. Eine Herausforderung kann zu existenziellen Veränderungen führen. Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, in denen auf Ermutigung Wert gelegt wird, fördern die Kreativität (Frederick Mayer).

Wird eine Idee von verschiedenen Menschen nacheinander gedanklich einer Überprüfung unterzogen, kann es geschehen, dass diese erst spät für durchführbar erklärt wird. So zum Beispiel das erste Fluggerät nach den Zeichnungen von da Vinci oder die Entwicklung des ersten Fernglases durch die Entdeckung Galileo Galileis. Picassos kubistische Werke wie Der Mann an der Gitarre von 1918 und seine Collagen entstanden durch die Vorstellungskraft des Einzelnen. Joan Miró und sein Werk sind ein Beispiel für die bildhauerische Kunst, und Friedensreich Hundertwasser mit seinen architektonischen Höchstleistungen sollte auf diesem Gebiet erwähnt werden.[51]

Vielfach wird Kreativität erst als solche bezeichnet und bewertet, wenn sie einhergeht mit einer völligen Neudefinition bekannter und akzeptierter Gesetzmäßigkeiten oder Bereiche; berühmte Beispiele dafür sind Arnold Schönberg (Zwölftonmusik), Pablo Picasso (Kubismus), Albert Einstein (relative Sicht von Zeit und Raum). Der Bruch mit alten Vorstellungen und Normen und die Schaffung eines neuen Paradigmas, verbunden mit der dazugehörigen Unsicherheit des Unbekannten, Unbewiesenen oder Spekulativen, verdeutlichen gleichzeitig, warum Kreativität im sozialen Kontext immer wieder einen schweren Stand hatte und bis heute in vielen Gesellschaftsbereichen um Anerkennung ringen muss.

Die unterschiedlichen Kulturen der Menschheit, deren Gepflogenheiten und das Lebensumfeld bringen immer wieder neue Formen der Verarbeitung und Rekombination der in ihr vorhandenen Materialien und Ideen hervor, so dass sich die Herkunft der kreativen Lösungen nicht immer nachweisen lässt.

Kreatives Milieu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff des kreativen Milieus wurde durch die sog. GREMI-Gruppe („Groupe de Recherche Européen sur les Milieux Innovateurs“) geprägt. Seit 1984 forscht eine Gruppe französischer Soziologen und Regionalwissenschaftler nach den Ursachen für die Unterschiede in der Innovationsfähigkeit und -tätigkeit verschiedener Regionen. Die Gesamtheit der Beziehungen in einem kreativen Milieu soll, eingebunden in das soziokulturelle Umfeld (Embeddedness), nach Roberto Camagni (1991) zu einem kreativen kollektiven Lernprozess führen. Als Voraussetzung für die Realisierung gelten neben der räumlichen Nähe auch das Vorhandensein von gemeinsamen Wertvorstellungen und Vertrauen, Zugehörigkeitsgefühl, ein zusammenhängender Wahrnehmungsraum, gemeinsame organisatorischer Formen und Methoden, die Unsicherheit reduzieren, sowie reger Austausch und niedrige Transaktionskosten.[52]

Kreativität und psychische Störungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Antike existiert der Mythos eines Zusammenhangs von Kreativität mit psychischen Störungen. Plato spricht von poetischer Verrücktheit und von Theophrast, einem Schüler des Aristoteles, ist der Satz überliefert, dass alle außergewöhnlichen Männer Melancholiker seien. Allerdings fährt der Text fort, dass die Melancholie bei manchen so stark werde, dass sie krank würden. In diesem Sinne ist Melancholie also nicht primär als krankhaft anzusehen, sondern eher als Zustand psychischer Labilität.

Nach einer Untersuchung von Kay Redfield Jamison beträgt die Häufigkeit bipolarer Störungen bei kreativen Persönlichkeiten das 10-fache der Häufigkeit bei der Allgemeinbevölkerung. Mehr als ein Drittel aller zwischen 1705 und 1805 geborenen englischen und irischen Dichter litten gemäß Jamison an bipolaren Störungen, mehr als die Hälfte an Stimmungsstörungen.[53] Bei Dichtern sind klinische Aufenthalte wegen Depressionen und Suizide dreimal so häufig wie in der Durchschnittsbevölkerung. „Performing Artists“ wie Jazz- und Popmusiker neigen wesentlicher häufiger zu schädlichem Gebrauch von Alkohol und Drogen. Häufig dienen kreative Aktivitäten auch der Bewältigung und Transformation von Spannungen oder negativen Erlebnissen.[48]

Kreativitätstests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den oben genannten verschiedenen Bausteinen entsprechend gibt es in der psychologischen Diagnostik unterschiedliche Ansätze zur Erfassung der individuellen Kreativität. Dabei beschränken sich die Messverfahren auf Grund des komplexen Konzepts der Kreativität meist nur auf spezifische Teilaspekte.

Die Fähigkeit zu divergentem Denken bietet dabei einen Ansatz zur Identifizierung von kreativen Personen. Die Verfahren haben heute eine ähnliche Bedeutung wie die Bestimmung intelligenter Leistungsfähigkeiten. Beispielsweise werden in Eignungstests für Bewerber auch kreative Potentiale ermittelt. Die Reliabilität und Validität dieser Testverfahren galt als gering.[54] Kritiker wenden ein, dass Tests zum divergenten Denken nur mittelmäßig mit tatsächlich anerkannten kreativen Leistungen korrelieren.[55] Dem gegenüber wird jedoch darauf hingewiesen, das diese Tests nur das Potential für Kreativität messen.[56] Eine Meta-Analyse konnte zudem zeigen, dass zwar die Quantität kreativer Leistungen stärker mit dem IQ zusammenhängt, deren Qualität aber stärker mit der Fähigkeit zu divergentem Denken. Insbesondere der englische Torrance Test of Creative Thinking weist gute Vorhersagekriterien auf.[57] Im deutschen Berliner Intelligenzstrukturmodell wird mit der Komponente "Einfallsreichtum" divergentes Denken als die spezifische Fähigkeit zur flüssigen, flexiblen und originellen Ideenproduktion erfasst.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlagen und Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreativitätstechniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Gänshirt: Werkzeuge für Ideen. Einführung ins architektonische Entwerfen. Basel: Birkhäuser, 2011, ISBN 978-3-0346-0704-9.
  • Michael Luther, Jutta Gründonner: Königsweg Kreativität. Powertraining für kreatives Denken. Junfermann, Paderborn 2000, ISBN 3-87387-379-6.
  • Karsten Noack: Kreativitätstechniken. Schöpferisches Potenzial entwickeln und nutzen. Cornelsen, Berlin 2005, ISBN 3-589-21956-4.
  • Alex F. Osborn: Applied Imagination. Principles and Procedures of Creative Problem-Solving. Scribner, New York 1953, ISBN 0-02-389520-9.
  • Helmut Schlicksupp: Innovation, Kreativität & Ideenfindung. 5. Auflage. Vogel, Würzburg 1999, ISBN 3-8023-1786-6.
  • Joseph Schumpeter: Socialism, Capitalism and Democracy Harper & Bros., New York 1942.
  • Peter Thiesen: Ideenmischmaschine. Beltz, Weinheim 2001, ISBN 3-407-55854-6.
  • Michael A. West: Innovation und Kreativität. Beltz Verlag, Weinheim/ Basel 1999, ISBN 3-407-36339-7.
  • H.B. Gelatt, C. Gelatt: Creative Decision Making: Using Positiv Uncertainty. Crisp Publications, 2003, ISBN 1-56052-690-4.

Bildung und Lernen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ina Bielenberg (Hrsg.): Bildungsziel Kreativität. Kulturelles Lernen zwischen Kunst und Wissenschaft. kopaed, München 2006, ISBN 3-938028-91-2.
  • Achim Bröcher: Kreative Intelligenz und Lernen. Eine Untersuchung zur Förderung schöpferischen Denkens und Handelns unter anderem in einem universitären Sommercamp. Minerva-Publikation, München 1989, ISBN 3-597-10642-0.
  • Joachim Bröcher: Hochintelligente kreativ begaben. Lit, Münster/ Hamburg 2005, ISBN 3-8258-8383-3.
  • journal für begabtenförderung. Band 2. Studienverlag, Innsbruck 2004 (Heftthema Kreativität).
  • Peter Thiesen: Kreatives Spiel mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. 5. Auflage. BildungsverlagEins, Troisdorf 2007, ISBN 978-3-8237-8112-7.
  • Rainer M. Holm-Hadulla: Kreativität. Konzept und Lebensstil. 3. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-525-49073-0.
  • Klaus Stanke: Handlungsorientierte Kreativitätstechniken – Für Junge, Einsteiger und Profis mit BONSAI-System der Kreativitätstechniken. trafo-Verlagsgruppe, Berlin 2011, ISBN 978-3-86464-001-8.
  • Robert S. Woodworth: Contemporary Schools of Psychology. Methuen, London 1976, ISBN 0-416-31530-5.

Kreative Gruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ari Bosse: Das kollektive Genie. Die Innovationsleistung rollengestützter Gruppen. Tectum-Verlag, Marburg 2007, ISBN 978-3-8288-9332-0.
  • Olaf-Axel Burow: Die Individualisierungsfalle. Kreativität gibt es nur im Plural. Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-91977-5.
  • Olaf-Axel Burow: Ich bin gut – wir sind besser. Erfolgsmodelle kreativer Gruppen. Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-94006-5.
  • Olaf-Axel Burow: "Team-Flow. Gemeinsam wachsen im Kreativen Feld." Beltz, Weinheim 2015, ISBN 978-3-407-36569-9.
  • Paul B. Paulus, Bernard A. Nijstad (Hrsg.): Group Creativity: Innovation Through Collaboration. Oxford University Press, London 2003, ISBN 0-19-514730-8.

Beruf und Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Design und Produktentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Berzbach: Kreativität aushalten. Psychologie für Designer. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2010, ISBN 978-3-87439-786-5.
  • Tobias Deigendesch: Kreativität in der Produktentwicklung und Muster als methodisches Hilfsmittel. Dissertation, Fak. f. Maschinenbau, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), 2009. Volltext
  • Mario Pricken: Visuelle Kreativität. Kreativitätstechniken für neue Bilderwelten in Werbung, 3D Animation & Computer-Games. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2003, ISBN 3-87439-637-1.

Kreative Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean-Peter Braun: Mysterium Kreativität – 13 Künstler geben Antworten. ars momentum, Witten 2010, ISBN 978-3-938193-36-5.
  • Rainer M. Holm-Hadulla: Leidenschaft: Goethes Weg zur Kreativität. Eine Psychobiografie. 2. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2009, ISBN 978-3-525-40409-6.

Philosophie der Kreativität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Julmi: Gespräche über Kreativität. Philosophische Annäherungen an ein subjektives Phänomen. Projektverlag, Bochum / Freiburg im Breisgau 2013, ISBN 978-3-89733-274-4.
  • Hans Lenk: Kreative Aufstiege. Zur Philosophie und Psychologie der Kreativität. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2000, ISBN 3-518-29056-8.
  • Simone Mahrenholz: Kreativität. Eine philosophische Analyse. Akademie Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-05-004642-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Kreativität – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mark A. Runco, Garrett J. Jaeger: The Standard Definition of Creativity. In: Creativity Research Journal. Band 24, Nr. 1, 1. Januar 2012, ISSN 1040-0419, S. 92–96, doi:10.1080/10400419.2012.650092.
  2. Mumford, Michael (2003): Where have we been, where are we going? Taking stock in creativity research, in: Creativity Research Journal, 15, S. 107–120.
  3. a b c d Mark A. Runco: Creativity: Theories and Themes: Research, Development, and Practice. Academic Press, 2007, ISBN 978-0-08-046783-2 (google.de [abgerufen am 11. Oktober 2017]).
  4. Csikszentmihalyi 1996
  5. a b James C. Kaufman, Robert J. Sternberg: The Cambridge Handbook of Creativity. Cambridge University Press, 2010, ISBN 978-1-139-49061-0 (google.de [abgerufen am 30. Oktober 2017]).
  6. Peter Merrotsy: A Note on Big-C Creativity and Little-c Creativity. In: Creativity Research Journal. Band 25, Nr. 4, 1. Oktober 2013, S. 474–476, doi:10.1080/10400419.2013.843921.
  7. Morris I. Stein: Creativity and Culture. In: The Journal of Psychology. Band 36, Nr. 2, 1. Oktober 1953, ISSN 0022-3980, S. 311–322, doi:10.1080/00223980.1953.9712897.
  8. Boden, Margaret A.: The creative mind: myths and mechanisms. Routledge, London 1990, ISBN 0-415-31453-4 (worldcat.org).
  9. Perkins, David N.: The mind's best work. Harvard University Press, Cambridge, Mass. 1981, ISBN 978-0-674-57624-7 (worldcat.org).
  10. Michael D. Mumford, Sigrid B. Gustafson: Creativity syndrome: Integration, application, and innovation. In: Psychological Bulletin. Band 103, Nr. 1, S. 27–43, doi:10.1037/0033-2909.103.1.27.
  11. Teresa M. Amabile: The social psychology of creativity: A componential conceptualization. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 45, Nr. 2, S. 357–376, doi:10.1037/0022-3514.45.2.357.
  12. Csikszentmihalyi, Mihaly: Creativity: flow and the psychology of discovery and invention. 1st ed. HarperCollinsPublishers, New York 1996, ISBN 0-06-017133-2 (worldcat.org).
  13. a b c E. Thys, B. Sabbe, M. De Hert: Creativity and Psychiatric Illness: The Search for a Missing Link - An Historical Context for Current Research. In: Psychopathology. Band 46, Nr. 3, 2013, ISSN 0254-4962, S. 136–144, doi:10.1159/000339458, PMID 22987048 (karger.com [abgerufen am 10. September 2017]).
  14. Raymond Klibansky, Erwin Panofsky, Fritz Saxl: Saturn und Melancholie: Studien zur Geschichte der Naturphilosophie und Medizin, der Religion und der Kunst. 1. Aufl. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968, ISBN 3-518-28610-2 (worldcat.org).
  15. a b R. S. Albert, M. A. Runco: A history of research on creativity. In: Robert J. Sternberg (Hrsg.): Handbook of Creativity. Cambridge University Press, New York 1999, ISBN 978-0-521-57604-8, S. 16–31 (google.de [abgerufen am 26. Oktober 2017]).
  16. sie ließen sich – siehe Personenkult – überhöhen und feiern, z. B. Stalin, Hitler, Mussolini.
  17. Schumpeter: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 1997 (1911), S. 138
  18. Übersetzungen dieser zweiten Auflage ins Italienische, Englische, Französische, Japanische und Spanische machten das Buch sehr bekannt (Heinz D. Kurz: Joseph A. Schumpeter. Ein Sozialökonom zwischen Marx und Walras. Metropolis-Verlag, Marburg 2005, ISBN 3-89518-508-6. S. 41–53).
  19. Schumpeter: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. 4. Auflage. Berlin 1934, S. 17, 100 ff.
  20. Richard W. Woodman, John E. Sawyer, Ricky W. Griffin,: Toward a Theory of Organizational Creativity. In: Academy of Management Review. Band 18, Nr. 2, 1993, S. 298.
  21. Selcuk Acar, Mark A. Runco: Creative Abilities: Divergent Thinking. In: Michael D. Mumford (Hrsg.): Handbook of Organizational Creativity. Academic Press, Amsterdam u. a. 2012, S. 135.
  22. Siehe z. B. G. M. Maier u. a.: Innovation und Kreativität. (PDF-Datei; 252 kB), zugriff am 23. August 2012.
  23. Robert J. Sternberg, Todd I. Lubart: Investing in creativity. In: American Psychologist. 51 (7) 1996, S. 677–688.
  24. Robert W. Weisberg: On the Usefulness of “Value” in the Definition of Creativity. In: Creativity Research Journal. Band 27, Nr. 2, 3. April 2015, ISSN 1040-0419, S. 111–124, doi:10.1080/10400419.2015.1030320.
  25. Gregory J. Feist: A Meta-Analysis of Personality in Scientific and Artistic Creativity. In: Personality and Social Psychology Review. Band 2, Nr. 4, 21. Dezember 2016, S. 290–309, doi:10.1207/s15327957pspr0204_5.
  26. a b c http://www.laum.uni-hannover.de/ilr/lehre/Ptm/Ptm_KreaGrdl.htm (Memento vom 28. April 2009 im Internet Archive)
  27. a b http://visor.unibe.ch/SS00/Bestseller/Folien/kreativitt%20internetversion.pdf (Memento vom 20. März 2009 im Internet Archive)
  28. Gardner, Howard.: Kreative Intelligenz : was wir mit Mozart, Freud, Woolf und Gandhi gemeinsam haben. Campus-Verl, Frankfurt/Main 1999, ISBN 3-593-36180-9 (worldcat.org).
  29. Carson, Shelley: Your creative brain: seven steps to maximize imagination, productivity, and innovation in your life. 1st ed. Jossey-Bass, San Francisco 2010, ISBN 978-0-470-54763-2 (worldcat.org).
  30. a b c Hertel, G. & U. Konradt (2007). Informationsverarbeitung. In: Telekooperation und virtuelle Teamarbeit. 92-97. München: Oldenbourg Verlag.
  31. Sosa, M. E. (2011). Where Do Creative Interactions Come From? The Role of Tie Content and Social Networks. Organization Science, 22(1), 1-21.
  32. M. Voigt, H.-J. Weißbach: Kompetenzentwicklung in Start-up-Unternehmen. In: Schriften zur beruflichen Weiterbildung. QUEM Report. Heft 93, 2005, ISSN 0944-4092 weisen auf Basis von Fallstudien darauf hin, dass eine stark methodisch orientierte betriebswirtschaftliche Ausbildung und ritualisierte Arbeitsweise (Methodismus) in Verbindung mit Perfektionismus die unternehmerische Kreativität erheblich beeinträchtigen kann.
  33. H. Geschka: Kreativitätstechniken und Methoden der Ideenbewertung. In: T. Sommerlatte, G. Beyer, G. Seidel: Innovationskultur und Ideenmanagement. Düsseldorf: Symposion 2006, S. 217–249.
  34. a b Reagans, R. & B. McEvily (2003). Network structure and knowledge transfer: The effects of cohesion and range. Administrative Science Quarterly, 48(2), 240-267.
  35. Hansen, M. (1999). The search-transfer problem: the role of weak ties in sharing knowledge across organizations subunits. Administrative Science Quarterly, 44, S. 82–111.
  36. M. Rhodes: An Analysis of Creativity. In: Phi Delta Kappan. April 1961, S. 305–310.
  37. Hans J. Eysenck: Creativity and Personality: Suggestions for a Theory. In: Psychological Inquiry. Band 4, Nr. 3, 1. Juli 1993, ISSN 1047-840X, S. 147–178, doi:10.1207/s15327965pli0403_1.
  38. Amabile, Teresa.: Creativity in context. Westview Press, Boulder, Colo 1996, ISBN 0-8133-3034-3 (worldcat.org).
  39. Teresa Amabile: The motivation to be creative. In: S. Isaksen (Hrsg.): Frontiers of Creativity Research: Beyond the basics. Bearly Limited, Buffalo, NY, S. 223–254.
  40. David M. Harrington, Christina S. Chin-Newman: Conscious Motivations of Adolescent Visual Artists and Creative Writers: Similarities and Differences. In: Creativity Research Journal. Band 29, Nr. 4, 2. Oktober 2017, ISSN 1040-0419, S. 442–451, doi:10.1080/10400419.2017.1378270 (doi.org [abgerufen am 16. November 2017]).
  41. David A. Kipper, Doreen J. Green, Amanda Prorak: The Relationship Among Spontaneity, Impulsivity, and Creativity. In: Journal of Creativity in Mental Health. Band 5, Nr. 1, 19. März 2010, ISSN 1540-1383, S. 39–53, doi:10.1080/15401381003640866.
  42. M. Amelang u. a.: Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung. Kohlhammer, Stuttgart 2006.
  43. Christian Kandler, Rainer Riemann, Alois Angleitner, Frank M. Spinath, Peter Borkenau: The nature of creativity: The roles of genetic factors, personality traits, cognitive abilities, and environmental sources. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 111, Nr. 2, S. 230–249, doi:10.1037/pspp0000087 (apa.org [abgerufen am 6. November 2017]).
  44. Muriel Michel, Stephanie Z. Dudek: Mother‐child relationships and creativity. In: Creativity Research Journal. Band 4, Nr. 3, 1. Januar 1991, ISSN 1040-0419, S. 281–286, doi:10.1080/10400419109534400 (doi.org [abgerufen am 16. November 2017]).
  45. Michael D. Mumford, Michele I. Mobley, Roni Reiter‐Palmon, Charles E. Uhlman, Lesli M. Doares: Process analytic models of creative capacities. In: Creativity Research Journal. Band 4, Nr. 2, 1. Januar 1991, ISSN 1040-0419, S. 91–122, doi:10.1080/10400419109534380.
  46. John F. Feldhusen: The Role of the Knowledge Base in Creative Thinking. Cambridge University Press, 2006, ISBN 978-0-521-84385-0, S. 137–144, doi:10.1017/cbo9780511606915.009 (cambridge.org [abgerufen am 1. November 2017]).
  47. H.-J. Weissbach u. a.: Entrepreneurial Creativity and Innovation Management. Kosice Mures/ Frankfurt am Main 2009.
  48. a b Richards, Ruth: Everyday Creativity. In: The Cambridge Handbook of Creativity. Kaufman, James C., Sternberg, Robert S., 2010, abgerufen am 30. Juli 2017 (englisch).
  49. Kozbelt, Beghetto, Runco: Theories of Creativity. In: The Cambridge Handbook of Creativity. Kaufman, J., Sternberg, R., abgerufen am 30. Juli 2017 (englisch).
  50. decrea. a cura di Daniele Brambilla auf: nume.it
  51. Elliot Aronson, Timothy D. Wilson, Robin M. Akert: Sozialpsychologie. 4. aktualisierte Auflage. Pearson Studium, München 2004, ISBN 3-8273-7084-1.
  52. Roberto P. Camagni: Local “Milieu”, Uncertainty and Innovation Networks: Toward a New Dynamic Theory of Economic Space. Unveröff. Manuskript, zit. Erich Latniak, Dieter Rehfeld: Betriebliche Innovation und regionales Umfeld - Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen. In: ARBEIT. H. 3, Jg. 3, 1991, S. 238 ff.
  53. Eberhard J. Wormer: Bipolar. Leben mit extremen Emotionen. Depression und Manie. – Ein Manual für Betroffene und Angehörige. München 2002, S. 131–138.
  54. Joachim Funke: Psychologie der Kreativität. In: Kreativität (= Heidelberger Jahrbücher). Springer, Berlin, Heidelberg, 2000, ISBN 978-3-540-42274-7, S. 283–300, doi:10.1007/978-3-642-87237-2_14 (springer.com [abgerufen am 12. November 2017]).
  55. Dean Keith Simonton: Specialized expertise or general cognitive processes? In: M. J. Roberts (Hrsg.): Integrating the mind: Domain general versus domain specific processes in higher cognition. Psychology Press, Hove, England, S. 351–367.
  56. Mark A. Runco: Commentary: Divergent thinking is not synonymous with creativity. In: Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts. Band 2, Nr. 2, S. 93–96, doi:10.1037/1931-3896.2.2.93 (apa.org [abgerufen am 17. November 2017]).
  57. Kyung Hee Kim: Meta-Analyses of the Relationship of Creative Achievement to Both IQ and Divergent Thinking Test Scores. In: The Journal of Creative Behavior. Band 42, Nr. 2, 1. Juni 2008, ISSN 2162-6057, S. 106–130, doi:10.1002/j.2162-6057.2008.tb01290.x (wiley.com [abgerufen am 12. November 2017]).