Opernhaus Asmara

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Opernhaus Asmara
Zuschauerraum

Das Opernhaus Asmara ist ein Gebäude des späten eklektizistischen Historismus in der Hauptstadt von Eritrea, Asmara und Teil des UNESCO-Welterbes Asmara: a Modernist City of Africa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Opernhaus wurde nach Plänen von O. Cavagnari 1920 fertiggestellt und 1936 erweitert.

Das Gebäude wurde nach der Föderation von Eritrea und Äthiopien 1952 auf Druck des äthiopischen Vizekönigs von den italienischen Eigentümern weit unter Wert an den Staat verkauft. Nach der Unabhängigkeit Eritreas 1991/93 wurde es in das Staatseigentum des neuen Staats übertragen.[1] Im Foyer befindet sich heute ein Café, in einem Seitengebäude die Hauptniederlassung des nationalen Telefonanbieters Eritel.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude vereint Elemente der Neoromanik und der Neorenaissance. Die Ausmalung der Decke des Zuschauerraumes weist in Richtung des Jugendstils. Das Gebäude wurde in Hanglage am westlichen Ende an der Südseite der heutigen Harnet Avenue, der Hauptstraße von Asmara, Ecke Beleza Street errichtet. Dies ermöglichte es, den Aufgang als monumentale Freitreppe zu gestalten, die beidseitig um einen muschelförmigen Brunnen herumführt und auf eine Renaissance-Loggia mit korinthischen Säulen ausgerichtet ist, die eine Vorhalle vor dem Gebäude bildet. Das übrige Äußere des Gebäudes, insbesondere die der Beleza Street zugewandte Seite, ist burgartig mit Zinnen und Türmen gestaltet. Von der Vorhalle erreicht man das Foyer, das wiederum Zugang zum Zuschauerraum gewährt. Dieser weist außer dem Parkett noch drei Ränge auf und fasst 750 Zuschauer. Die Bühne ist relativ klein und ohne weitere technische Ausstattung.

Welterbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der UNESCO den Welterbeantrag „Asmara: a Modernist City of Africa“ angenommen und in die Welterbeliste eingeschrieben. Das Opernhaus Asmara ist Bestandteil dieses Welterbes.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean-Bernard Carillet: Ethiopia & Eritrea. 2009.
  • Leonardo Oriolo: Asmara Style. Asmara 1998, S. 149.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Asmara Opera House – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bocresion Haile Gebre Mussie: The Collusion on Eritrea. 2. Aufl. Asmara 2007, S. 174.
  2. Eintrag in der Welterbeliste.

Koordinaten: 15° 20′ 9″ N, 38° 56′ 6,8″ O