Opuha-Staudamm

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Opuha-Staudamm
Stausee im April 2015
Stausee im April 2015
Opuha-Staudamm (Neuseeland)
Opuha-Staudamm
Koordinaten 44° 0′ 2″ S, 170° 53′ 28″ OKoordinaten: 44° 0′ 2″ S, 170° 53′ 28″ O
Daten zum Bauwerk
Höhe des Absperrbauwerks: 47 m
Kronenlänge: 100 m
Kraftwerksleistung: 7,5 MW[1]
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 700 ha[1]
Einzugsgebiet 500 km²

Der Opuha-Staudamm bei Fairlie ist eine Talsperre in der Region Canterbury auf der Südinsel von Neuseeland. Sie liegt 12 km nördlich von Fairlie und ist 170 km von Christchurch entfernt.

Der zum Teil fertiggestellte Staudamm versagte am 6. Februar 1997 (dem neuseeländischen Nationalfeiertag Waitangi Day) um 1:00 Uhr nachts aufgrund starker Zuflüsse durch heftige Regenfälle. 13 Mio. m³ Wasser ergossen sich ins Tal des Opuha River.

Der Damm wurde 1999 fertiggestellt und ist seit April des Jahres in Betrieb.

Dammbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der starken Regenfälle vergrößerte sich der Zufluss zu der Talsperre stark. Um ein unkontrolliertes Brechen zu verhindern, entschloss man sich, das Wasser durch eine Bresche über das felsige linke Widerlager abzulassen. Es gibt keine Informationen, ob die Hochwasserentlastung in Betrieb war oder warum sie nicht leistungsfähig genug war. Die Unterlieger wurden gewarnt, dass der Abfluss unterhalb der Talsperre ansteigen würde.

Kurz vor Mitternacht war die Bresche 20 m breit und 6 m tief, und man begann, die Situation als ernst einzuschätzen. Zu dieser Zeit befanden sich 13 Mio. m³ Wasser in der Talsperre. Kurz vorher war die Wassermenge noch mit 2 Mio. m³ angegeben worden. Der zu erwartende Spitzenabfluss aus der Talsperre wurde ständig nach oben korrigiert und lag inzwischen bei 1500 m³/s. Die Gegend unterhalb wurde evakuiert, und etwa 200 Personen mussten fliehen. Einige Camper entkamen erst, als sie, von brechenden Bäumen geweckt, die Fluten auf sich zukommen sahen.

Die Bresche vergrößerte sich schließlich bis auf eine Breite von 35 m, bis der linke Teil des Dammes völlig abgetragen war. Die Flutwelle mit einem geschätzten Spitzenabfluss von 1800 bis 2000 m³/s brauchte 7,5 Stunden, um den 55 km langen Fluss bis zum Meer zurückzulegen.

Neben dem Verlust von etwa 1000 Stück Vieh, schätzte man die Schäden an den 25 Farmen auf mehrere 100.000 NZ$ und die am Flussbett auf rund 500.000 NZ$. Die Schäden am Damm selbst waren darin anscheinend nicht enthalten. Es gab keine menschlichen Todesopfer.

Stausee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Opuha-See wird im Sommer für Boot- und Kayak-Fahrten genutzt sowie zum Wasserskifahren. Neben der Regenbogenforelle, die bereits vor dem Dammbau im Fluss ansässig war, werden im See die später angesiedeltem Arten Forellen und Lachse geangelt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Opuha-Staudamm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Lake Opuha Trout and Salmon Fishing. In: nzfishing.com. Abgerufen am 19. März 2017.