Ordinariat (Behörde)

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Erzbischöfliches Generalvikariat der Erzdiözese Hamburg

Das Ordinariat (von lateinisch episcopus ordinariusDiözesanbischof) oder Generalvikariat ist die zentrale Verwaltungsbehörde einer Diözese und unterstützt den Ortsordinarius in der Verwaltung. Die Leitung hat für gewöhnlich ein Generalvikar inne, der als Stellvertreter des Bischofs und mit stellvertretender ordentlicher Gewalt oder Vollmacht ausgestattet für die Verwaltungsaufgaben zuständig ist (can. 131 CIC). Häufig ist der Generalvikar Moderator der Kurie.[1] Die Größe der Kurie ist sehr unterschiedlich. In St. Clemens in Saratow besteht sie aus vier Leuten.[2] In Deutschland sind sie aufgrund der höheren Gläubigenzahl wesentlich größer. Die personelle Zusammensetzung, Aufgaben und Arbeitsweisen legt der Diözesanbischof fest. [3] Das Domkapitel ist personell mit dem Ordinariat verbunden. Es ist aber mehr für die Verwaltung der Kathedrale zuständig. Häufig sind die Mitglieder des Domkapitels auch Abteilungsleiter des Ordinariats, was eine Abgrenzung zwischen den beiden Gremien sehr schwierig macht.[4]

Als kuriale Behörde ist das Ordinariat neben dem Offizialat (Kirchliches Gericht) Teil der Diözesankurie.[5]

Liste von Ordinariaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg
  • Bischöfliches Ordinariat Limburg
  • Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg
  • Erzbischöfliches Generalvikariat Köln
  • Erzbischöfliches Ordinariat München

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CIC Can. 473
  2. Geschlossen. Abgerufen am 2. April 2017.
  3. CIC Can. 470
  4. Bistum Eichstätt: Domkapitel. Abgerufen am 2. April 2017.
  5. CIC Can. 469