Oribe-Keramik

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Essgeschirr (etwa 20 cm) aus Oribe-Keramik, 17. Jahrhundert (Tokyo National Museum)

Die Oribe-Keramik (jap. 織部焼, Oribe-yaki) stammt aus der japanischen Präfektur Gifu. Hauptstandort ist dort die Stadt Toki.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Oribe-Keramik wird zur Mino-Keramik gezählt, die in der Momoyama-Zeit und da von ca. 1605 bis 1624 in Japan entstand. Der Name bezieht sich auf einen Meister der japanischen Teezeremonie Furuta Oribe (1544–1615), der auch als Furuta Shigenari bekannt ist. Bei diesem Stil wurde zum ersten Male durch japanische Töpfer farbige Glasur auf Steingutgefäßen angebracht.

Aussehen[Bearbeiten]

Oribe-Keramik zeichnet sich durch seine vielfältigen Formen und Variationen bei der Gestaltung der Oberflächen aus. Vielfach werden Schalen und Töpfchen produziert, es entstehen aber auch Näpfe mit Henkeln und Deckeln. Die Oberfläche der Oribe-Keramik lässt sich durch die grünliche bis bläuliche Farbe und die unter Glasur aufgebrachten Verzierungen erkennen. Diese können der Natur entnommen sein oder geometrische Muster zeigen oder eine Kombination von beidem sein.

Herstellung[Bearbeiten]

Der Ton zur Herstellung des Steinguts im Stil der Oribe-Keramik hat einen geringen Eisengehalt und wird mit den Händen auf der Töpferscheibe geformt, danach mit oft sehr kühnen Pinselstrichen verziert und danach mit Glasur versehen. Die glänzende grüne Farbe entsteht durch Oxidation bei einer Temperatur von 1200 °C. Wenn diese Temperatur nicht erreicht wird, fällt die Glasur braun oder rot aus. Manche Oberflächen von Oribe-Keramik werden auch weiß gehalten oder mit durchsichtiger, klarer Glasur versehen.

Weblinks[Bearbeiten]