Präfektur Gifu

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Gifu-ken
岐阜県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Gifu
Region: Chūbu
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 10.621,17 km²
Wasseranteil: 0,2 %
Einwohner: 2.024.859
(1. Juni 2016)
Bevölkerungsdichte: 191 Einw. pro km²
Landkreise: 9
Gemeinden: 42
ISO 3166-2: JP-21
Gouverneur: Hajime Furuta
Website: www.pref.gifu.lg.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Gifu
Präfekturbaum: Japanische Eibe
Präfekturblume: Astragalus sinicus
Präfekturvogel: Alpenschneehuhn
Präfekturfisch: Plecoglossus altivelis altivelis
Präfekturlied: Gifu-kenmin no uta
(„Lied der Bürger von Gifu“)

Die Präfektur Gifu (jap. 岐阜県, Gifu-ken) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in der Region Chūbu auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Gifu. Auf dem Gebiet der heutigen Präfektur Gifu bestanden bis zur Meiji-Zeit die beiden Provinzen Hida (nördlicher Teil, Hauptstadt: Takayama) und Mino (südlicher Teil, Hauptstadt: Kasamatsu).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hotaka-Bergkette von Nordosten auf der Nagano-Seite gesehen
Die drei Kiso-Flüsse kurz vor der Mündung

Gifu gehört zu den Binnenpräfekturen ohne direkten Zugang zum Meer. Natürliche Grenzen sind unter anderem das Kiso-Gebirge (Zentralalpen), das Hida-Gebirge (Nordalpen) und das Hida-Hochland/-Plateau (Hida kōchi) an der Grenze zu Nagano und Toyama, die Ryōhaku- und Ibuki-Berge an den Grenzen zu Ishikawa und Fukui. Im Südwesten trennen die Ibuki- und Yōrō-Berge Gifu von Shiga und Mie. In der sich nach Süden öffnenden Nōbi-Ebene sammeln sich die Zuflüsse des Kisogawa (am Mittellauf auch „japanischer Rhein“ genannt), der streckenweise die Grenze zu Aichi markiert. Höchster Punkt Gifus ist der Oku-Hotaka-dake an der Präfekturgenze zu Nagano mit 3190 m. Die Stadt Kaizu im Südwesten, wo der Kisogawa und seine durch Hochwasserschutzmaßnahmen im Lauf der Jahrhunderte[1] heute weitgehend getrennten Nebenarme (Nagaragawa und Ibigawa) kurz vor der Mündung die Präfektur verlassen, reicht bereits bis auf Meereshöhe.

In Regionaleinteilungen wird Gifu meist der Region Tōkai (mit Aichi und meist Mie, häufig auch Shizuoka) zugerechnet, der Süden Gifus mit der Hauptstadt Gifu ist Teil der Metropolregion Chūkyō um die zentraljapanische Metropole Nagoya. Manchmal wird Tōkai auch mit den ländlichen Präfekturen in Hokuriku, die teilweise mehr dem westjapanischen Zentrum Keihanshin (Kyōto-Ōsaka-Kōbe) zugewandt sind, als Region Tōkai-Hokuriku zusammengefasst. Unzweideutig (aber in einer Reihe von Kontexten unpraktisch) bilden das zentraljapanische Kernland Tōkai, das stärker westjapanische Hokuriku und das je nach Kontext eher dem ostjapanischen Zentrum Tokio zugewandte Kōshin’etsu zusammen den Mittelteil (Chūbu) der japanischen Hauptinsel Honshū.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionsstärken im Präfekturparlament
(Stand: 26. April 2016)[2]
     
Von 46 Sitzen entfallen auf:
  • Kensei Jimin Club: 32
  • Kenmin Club: 6
  • Kōmeitō: 2
  • KPJ: 1
  • Fraktionslos: 5

Der ehemalige Beamte Hajime Furuta ist seit 2005 Gouverneur von Gifu, er wurde zuletzt bei der Gouverneurswahl 2013 gegen nur einen KPJ-gestützten Kandidaten im Amt bestätigt. Im Parlament konnte die Liberaldemokratische Partei (LDP) bei den Wahlen im April 2015 ihre absolute Mehrheit verteidigen.

Ins nationale Parlament wählt Gifu fünf Abgeordnete direkt ins Unterhaus und seit 2013 nur noch einen statt bisher zwei pro Teilwahl ins Oberhaus. Seit der Einführung der Einmandatswahlkreise für das Unterhaus war die Präfektur zunächst ein sicheres „konservatives Königreich“: Alle Sitze gingen an die LDP, bevor drei Kandidaten der Demokratischen Partei 2009 LDP-Amtsinhaber besiegen konnten. 2012 und 2014 gingen wieder alle fünf Wahlkreise an die LDP. Für das Verhältniswahlsegment des Unterhauses ist Gifu Teil des Blocks Tōkai. Auch im Oberhaus wird Gifu nach der Umwandlung in einen winner-take-all-Wahlkreis ausschließlich von Liberaldemokraten vertreten.

Namentlich besteht die Delegation ins nationale Parlament aus (Stand: Juli 2016):

  • im Unterhaus
    • für den Wahlkreis 1, der aus dem Großteil der Stadt Gifu besteht: Seiko Noda (LDP, 8. Amtszeit), Enkelin und Adoptivtochter von Bauminister Uichi Noda,
    • für den Wahlkreis 2 im Westen von Gifu: Yasufumi Tanahashi (LDP, 7. Amtszeit), Enkel von Gouverneur und Landesplanungsminister Yukiyasu Matsuno,
    • für den Wahlkreis 3 in der Mitte um die Hauptstadt (inkl. eines kleinen Teils davon): Yōji Mutō (LDP, 3. Amtszeit), Sohn von Außenminister Kabun Mutō,
    • für den Wahlkreis 4 im Osten und Nordosten: Kazuyoshi Kaneko (LDP, 10. Amtszeit), Sohn von Finanzminister Ippei Kaneko,
    • für den Wahlkreis 5 im Südosten von Gifu: Keiji Furuya (LDP, 9. Amtszeit), Adoptivsohn von Innenminister Tōru Furuya,
  • im Oberhaus
    • bis 2022
    • bis 2019
      • Yasutada Ōno (LDP, 1. Amtszeit), vor seiner Wahl 2013 zehn Jahre lang Abgeordneter im Präfekturparlament, Sohn von Verkehrs- und Arbeitsminister Akira Ōno (1995–1996 Senator für Gifu, vorher jahrzehntelang für den alten Mehrmandatswahlkreis Gifu 1 im Abgeordnetenhaus) und Justizstaatssekretärin Tsuyako Ōno (1996–2007 Senatorin für Gifu), Enkel von LDP-Mitgründer Bamboku Ōno (1930–42 und 1946–64 für Gifu 1 im Abgeordnetenhaus).

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großstädte (, shi)
  • Sitz der Präfekturverwaltung: Gifu
Landkreise (, gun)

Liste der Landkreise der Präfektur Gifu, sowie deren Städte (, chō oder machi) und Dörfern (, mura oder son).

Größte Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Einwohner
1. Oktober 2000
Einwohner
1. Oktober 2005
Gifu 402.751 399.921
Ōgaki 150.246 151.029
Kakamigahara 141.765 144.174
Tajimi 104.135 103.818
Kani 93.463 97.691
Takayama 97.023 96.214
Seki 92.061 92.597
Nakatsugawa 85.004 84.076
Hashima 64.713 66.730
Toki 63.283 62.103
Ena 57.274 55.763
Minokamo 50.063 52.133
Mizuho 46.571 50.008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [dokuritsu gyōsei hōjin] mizushigen kikō („[unabhängige Verwaltungskörperschaft] Wasserressourcenorganisation“; engl. [IAA] Japan Water Agency): Kiso-sansen no kōzui to chisui no rekishi (Geschichte von Hochwasser und Hochwasserbekämpfung an den drei Kiso-Flüssen) mit historischen Karten des Kiso-Deltas
  2. Präfekturparlament Gifu: Abgeordnete nach Fraktion

Koordinaten: 35° N, 137° O