Osten Ard

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Osten Ard ist der Name eines fiktiven Kontinents, auf dem der Fantasy-Romanzyklus Das Geheimnis der Großen Schwerter sowie der Roman Der brennende Mann des Autors Tad Williams spielen und auch von diesem erdacht wurde. Kennzeichnend für Osten Ard sind zahlreiche Anleihen vor allem bei den dort lebenden Völkerschaften, an die reale Welt, die jedoch durch Variationen einen eigenständigen Charakter enthalten, sowie eine Inspiration durch Tolkiens Welt Mittelerde. Durch die Anlehnungen erhält Osten Ard mehr Komplexität und Tiefe als eine vollständig erfundene Welt und erzeugt erzählerische Erwartungen, die Williams zum Teil erfüllt und zum Teil unerwartet abwandelt.

Geographie und Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osten Ard ist ein großer Kontinent mit klimatischen Bedingungen zwischen subarktischen und tropische Verhältnissen, im äußersten Norden und Süden. Die Romane spielen durchgängig im Westteil des Kontinents, während nach Osten zur Mitte zu die Besiedlung abnimmt und die Welt dahinter den Bewohnern der im Roman erwähnten Landstriche nicht bekannt ist. Ein riesiges Urwaldgebiet ist der Aldehorte östlich des Gebirges Weldhelm, ein weiteres großes Waldgebiet der Circoile in Hernystir im Westen der "bekannten" Welt. Das südöstlich davon liegende Gebiet der Thrithinge, unterteilt in Hoch-, Wiesen- und Seen-Thrithing, ist eine weite Ebene. Auch zwei große Binnenseen gibt es im bekannten Teil von Osten Ard, den Drorshullvenn in der nördlichen Frostmark, einen Süßwassersee sowie den Salzwassersee Kynslagh im Erkynland.

Gebirge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der subpolare Norden ist von hohen Gebirgen geprägt mit den beiden mächtigsten erwähnten Gipfeln Sturmspitze und Urmsheim. Weitere Gebirgsketten sind weiter südlich der Weldhelm und der Grianspog im äußersten Westen. Berge spielen in den Romanen Williams mit Handlungsschauplatz Osten Ard eine große Rolle als Orte alter Mythen oder mysteriöser Geschehnisse rund um die Protagonisten. So war im Weldhelm der sogenannte Knoch der Ort einer sagenumwobenen Schlacht im Altertum, der ebenfalls dort befindliche Thisterborg beherbergt eine uralte Kultstätte (Zornsteine genannt). Der Gipfel des Swertcliff, an dessen Flanke der Hochhorst als Residenz der Hochkönige liegt, ist der Bestattungsort der Könige des Erkynlandes. Der Grianspog ist bodenschatzreich und von zahlreichen Tunneln und Stollen durchzogen. Er beherbergt eine verlassene unterirdische Stadt der Sithi und sein höchster Gipfel gilt den Hernystiri als Wohnort ihrer Götter. Im riesigen subpolaren Nordgebirge ist der Berg Sturmspitze die Heimat der Nornen, östlich hiervon befindet sich die Heimstatt der Trolle an mehreren Bergflanken in unterirdischen Höhlen. Der Urmsheim schließlich ist Lebensort des letzten Drachen von Osten Ard zur Zeit der Hochkönige. Weitere Gebirgszüge gibt es in den Hoch-Thrithingen und Nascadu, aber sie werden in den Romanen nicht näher beschrieben.

Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle größeren Inseln vor der Küste des bekannten Teils von Osten Ard, die erwähnt sind, werden auch bewohnt. So die Insel Warinsten, Heimat des Hochkönigs Johann von Erkynländern und Naraxi sowie Harcha in der Bucht von Firannos von einem tropischen, dunkelhäutigen Volk. Perdruin als Handelszentrum und Heimat vieler Seeschiffe ist eine zum Hochkönigreich gehörende Grafschaft, wird jedoch von einem eigenen Volk bewohnt, dass vorher unter der Herrschaft Nabbans stand.

Länder und Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Länder des bekannten Osten Ard sind nach den dort beheimateten Völkern benannt. Unter der direkten Herrschaft der in Erkynland residierenden Hochkönige stehen zur Zeit des Romanzyklus neben den Erkynländern auch die Nabbanai, die Thrithinge, die Insel Perdruin, der Wran und Nabban. Ein tributpflichtiger Vasall sind die Hernystiri unter einem eigenen Königshaus. Nur nichtmenschlich bewohnte Randgebiete der bekannten Welt und der tropische Süden (Nascadu) werden nicht vom Hochkönig beherrscht. Erkynland selbst ist in zahlreiche Grafschaften und Baronien eingeteilt, von denen eine Reihe in den Romanen erwähnt werden oder Schauplätze zentraler Geschehnisse sind (wie Falshire und Stanshire im Osten).

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte Stadt des bekannten Kontinents und einzige Großstadt dort im heutigen Sinne ist Nabban, das Zentrum des Ädonitertums und die Hauptstadt des gleichnamigen Teilstaats des Hochkönigreichs. Es ist umgeben von einem ganzen Ballungszentrum bestehend aus zusammen gewachsenen Ortschaften und Kleinstädten. Weitere große Städte zu Beginn des Romanzyklus sind Erchester (früher: Erkynchester, am Fuße der Residenz der Hochkönige), Meremund und Naglimund im Erkynland, Elvritshalla (Hauptort), Kaldskryke und Saegard in der Frostmark (Heimat der Rimmersmänner), Hernysadharc, Nad Mullagh und die Hafenstadt Abaingeat in Hernystiri und das Handelszentrum Kwanitupul am Rande des Wran-Sumpfes. Nur Nabban, die Meeresküsten und Erkynland erscheinen in den Romanen als dichter besiedelte Kulturlandschaften.

Die Städte der Sithi liegen zu dieser Zeit (Zeit der Hochkönige s. u.) bereits in Trümmern. Sie leben in einer improvisiert wirkenden Zeltstadt im Aldehorte. In der Heimat der nomadisierenden Thrithinge und den Randgebieten der bekannten Welt außerhalb des Herrschaftsbereichs des Hochkönigs gibt es keine größeren Ortschaften und die Besiedlung ist eher spärlich.

Völkerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die intelligenten Einwohner Osten Ards sind mehrheitlich Menschen. Mehrere der menschlichen Völkerschaften enthalten Anleihen an historische Völker der realen Welt. So bevölkern den Norden und Nordwesten die Rimmersmänner (auch Rimmersgarder), ein germanenähnliches Kriegervolk, das ursprünglich auf gestrandete Seefahrer (wohl inspiriert von den Wikingern) zurückgeht. Sie sind von Westen auf Osten Ard eingewandert und lebten unter der Herrschaft eines eigenen Königs, bis sie der Hochkönig unterwarf und sie sich zum Ädonitertum (siehe Religionen) bekehrten. Seit der Oberherrschaft des Hochkönigs ist die Heimat der Rimmersmänner, die Frostmark, ein Herzogtum des Hochkönigreichs. Hiervon ausgenommen blieben nur die sogenannten Schwarz-Rimmersmänner im äußersten Norden, die den Nornen dienen und ihre polytheistische Religion behalten haben.

Südliche Seefahrervölker sind die Nabbanai und die Perdruinesen. Die Perdruinesen werden dabei stets als Vasallen der Nabbabai charakterisiert, insbesondere zur Zeit des Nabanai-Imperiums. Die Nabbanai lassen sich als ehemaliges Zentrum einer Hochkultur und eines antiken Imperiums wohl am ehesten mit dem Römischen Reich vergleichen. Die Perdruinesen wenden sich aufgrund der erkynländischen Oberherrschaft unter den Hochkönigen mehr und mehr diesen zu und befreien sich aus der Vasallenschaft der Nabbanai.

Die Erkynländer sind ein abendländisch geprägtes Volk aus verschiedenen Ursprüngen, das die Landschaft rund um die zentralen Handlungsschauplätze bevölkert, ähnlich den Engländern. Ein Hauptursprung ist das sogenannte Fischervolk, das das Erkynland schon länger bewohnte und zu dem auch der Held des großen Romanzyklus Simon Schneelocke gehört.

Die Hernystiri sind ein in hölzernen Behausungen wohnendes Volk des Südwestens. Es ist das alteingesessenste Volk Osten Ards und traditionell befreundet mit den Sithi.

Ein streng patriarchalisch strukturiertes Reitervolk stellen die Bewohner der Thrithinge dar, die sich häufig als Söldner für verschiedene Herrscher verdingen und Viehzucht betreiben, v. a. auch Pferdezucht. Ihr Lebensraum zerfällt in drei Regionen (See-/Hoch-/Wiesenthrining), der jeweils von einem Than beherrscht wird, an den jedoch keine allzu große Bindung besteht.

Die Wranna sind ein dunkelhäutiges und eher kleines Naturvolk, das auf einer eher niedrigen Kulturstufe große subtropische Sümpfe bewohnt. Aufgrund der dortigen umfangreichen Artenvielfalt sind die Wranna bekannt für ihre Kenntnisse in der Heilkunde. Südlich der Wranna leben auf Osten Ard tropisch geprägte Völker, von denen nur am Rande wenige Nebenfiguren stammen und die bei den Völkern des Nordwestens einen geheimnisvollen Ruf haben.

Die Gartenvölker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus einem im Osten nicht näher bezeichneten Garten sind drei miteinander verwandte Völker in der Urzeit nach Osten Ard geflohen, noch bevor die ersten Menschen dort ankamen. Es handelt sich um die nahe miteinander verwandten Sithi und Nornen, die ein den tolkienschen Elben ähnliches, altersloses Volk darstellen, das jedoch - etwa durch Kampf oder Wunden - durchaus sterblich ist. Beide Stämme trennten sich erst in Osten Ard endgültig.

Mit ihnen entfernt verwandt sind die sogenannten Unterirdischen, die als Schmiede und Steinmetze für ihre kunstvolle Arbeiten bekannt sind. Ein Teil der Unterirdischen lebt an den Meeresküsten unter der Bezeichnung Niskies und leistet auf Schiffen Dienst zur Abwehr der Kilpa (s. u.)

Die Qanuq[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qanuq oder Trolle sind ein Zwergenvolk des Nordens, das in Gebirgshöhlen und von der Jagd und Tierhaltung lebt. Eine Besonderheit ist dabei, dass die Jagd von den Trollfrauen, das Hüten der Herden jedoch von den Trollmännern ausgeübt wird. Eine besondere Rolle in der Gesellschaft der Trolle haben "die" Jägerin und "der" Hirte, die eine Art Doppelherrschaft ausüben, der singende Mann als eine Art Heiler und Zauberer sowie ein Hohepriester. Eine entfernte Verwandtschaft besteht zwischen den Trollen und den Gartenvölkern.

Tiere in Osten Ard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fauna des Kontinents enthält sowohl Tiere aus der realen Welt wie Wölfe, Bären und verschiedene Vogelarten (Spatzen, Tauben) als auch verschiedene fiktive Tierarten und halbintelligente Wesen. Die in den Romanen auftauchenden halbintelligenten Wesen sind vor allem die Bucken, ein primitives Gräbervolk, das im Boden lebt, die Riesen, in ihrer hiesigen Variante mit weißem Fell ausgestattet und sehr bösartig, die Ghants, eine große, halbintelligente und in Staaten lebende Insektenart und die im Meer lebenden Kilpa, die eine Bedrohung der Schifffahrt darstellen. Sehr mächtige, magische und gefährliche Wesen sind die auch auf Osten Ard vorhandenen Drachen, von denen jedoch bereits zu Beginn der menschlichen Besiedlung nur noch drei leben.

Pflanzen in Osten Ard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanzenwelt enthält wie die tierische sowohl zahlreiche Arten aus der Realwelt als auch fiktive Spezies, vor allem im Bereich der Kräuter zu Heil-, Koch- und Rauschzwecken.

Fiktive Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitalter der Sithi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Zeit der Romane von Williams ist das erste den Gelehrten bekannte Zeitalter das, in dem die Sithi und Nornen die gemeinsamen Herren von Osten Ard waren. Sie herrschten von ihren Städten aus über die zu dieser Zeit dünn besiedelte Welt und waren vor undenklicher Zeit auf der Flucht vor dem "Nichtsein" aus einem im unbekannten Osten existierenden Garten eingewandert. Ihre Diener sind die späteren Unterirdischen, die zu dieser Zeit in Osten Ard lebenden frühen menschlichen Völker werden gewissermaßen von den Sithi geduldet oder leben in Freundschaft mit diesen.

Das Nabbanai Imperium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Seefahrervolk von Nabban beginnt schließlich als erstes menschliches Volk, einen Herrschaftsbereich aufzubauen, der sich über erhebliche Teile von Osten Ard erstreckt. Kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Sithi gehen die Nabban-Imperatoren jedoch aus dem Weg, versuchen jedoch mit militärischen Mitteln die von diesen gewonnenen Gebiete zu halten. Der Herrschaftsbereich der Nabbanai erreicht aufgrund der zu dieser Zeit noch großen Macht der Sithi im Nordwesten des Kontinents jedoch nicht den späteren Umfang desjenigen der Hochkönige. In dieser Epoche lebt und wirkt Usires Ädon, der Stifter der später wichtigsten menschlichen Religion auf Osten Ard (s. u.). Durch ihn wandelt sich Nabban - ähnlich dem römischen Reich - von einem heidnischen Imperium in seiner Spätzeit in einen theokratisch geprägten Staat.

Die Epoche der Rimmersmänner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zuvor von Westen eingewanderten Rimmersmänner beenden die Herrschaft von Sithi und Nabban über große Teile von Osten Ard mit blutigen Eroberungszügen. Vor allen das Nabban-Imperium befindet sich jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits im kulturellen Niedergang. Am Ende erobern die Männer aus Rimmersgard schließlich die mächtige Sithifestung Asu´a und machen aus ihr das Zentrum ihrer neuen Herrschaft unter dem Namen Hochhorst. Jedoch nur über drei Generationen können sie ihre mächtige Stellung halten. Ihre Epoche lässt sich etwas mit der irdischen Völkerwanderung vergleichen, die das vorhergehende antike Zeitalter beendet.

Die Hochkönige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochhorst bleibt auf Betreiben des Nabban-Renegaten Sulis auch nach Abzug der Rimmersmänner eine Herrscherresidenz. Er verbündet sich mit den dort lebenden Erkynländern. Auf ihn folgt ein König aus Hernystiri und der Erkynländer Fischerkönig Eahlstan, der einem Drachen zum Opfer fällt. Von der erkynländisch besiedelten Insel Warinsten folgt der nächste Herrscher Johann, auch genannt der Priesterkönig. Er gibt vor, den Drachen zu erschlagen (den in Wahrheit Eahlstan bereits getötet hatte, aber dabei umkam) und unterwirft in den folgenden Jahren sowohl Nabban, als auch die Rimmersmänner (die Herrscher werden zu Herzögen herunter gestuft), als auch die Thrithinge und zahlreiche Inseln. Er errichtet so ein neues, mittelalterähnliches Reich als Hochkönig, der den anderen Herrschern vorsteht, die zum Teil noch als Könige, zum Teil nur als Vasallen regieren.

Auf Johann folgt sein ältester Sohn Elias, der sich mit den Nornen und Mächten des untoten Sturmkönigs Ineluki, einst Sohn des letzten Sitha-Herrschers auf dem Hochhorst, verbündet. Die folgende kriegerische und magische Auseinandersetzung bildet den Hintergrund für den Romanzyklus Das Geheimnis der großen Schwerter. In die Kampfhandlungen werden praktisch alle lebenden Völker hinein gezogen, oft gegen den eigenen Willen. Die Hauptkontrahenten sind Hochkönig Elias, der Sturmkönig und die Nornenherrscherin Uttuku auf der einen Seite und der jüngere Prinz Josua, Elias Tochter Miriamel und ihre oppositionelle "Sammelbewegung" auf der anderen Seite. Einer ihrer Ritter wird Simon (Seoman) Schneelocke, der nach dem Sieg gegen König Elias und den Sturmkönig gemeinsam mit Miriamel den Thron des Hochkönigs besteigt. Er ist ein Nachfahre des Drachenbezwingers Eahlstan. Die Thronbesteigung von Simon und Miriamel markiert das Ende des Romanzyklus und der in Williams Werk geschilderten Historie von Osten Ard.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erkynländische Sprache in der Warinster Variante ist zur Zeit der Hochkönige unter der Bezeichnung Westerling die gemeinsame Sprache der bekannten Gebiete, jedoch außerhalb Erkynlands eine Fremdsprache. Es ist die einzige Sprache, von der Dialekte erwähnt werden, die man in verschiedenen Teilen Erkynlands spricht. Unter den gebildeten Schichten wird es sogar außerhalb des Herrschaftsbereich des Hochkönigs verstanden. Die Perdruinesen sind sogar gerade dabei, das Westerling als eine Art 2. Muttersprache zu übernehmen, auch die Niskies sprechen Westerling. Westerling wird in den Romanen als Sprache des Lesers wieder gegeben.

Weitere Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Volk spricht ansonsten seine eigene Sprache, nur die Gartenvölker ein gemeinsames Idiom. Die Begriffe in den Sprachen der Rimmersmänner erinnern an nordisch-germanische Sprachen, die der Nabbanai an Latein, so dass der teilweise entliehene Charakter dieser Völkerschaften hierdurch unterstützt werden.

Sprachliche Anleihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einigen Begriffen und Namen der Sithi/Nornen macht Williams Anlehnung beim Japanischen, z. B. bei der Nornenkönigin Utuk'ku (美しい/utsukushii = schön), der Drachenmutter Hidohebhi (酷い蛇/hidoi hebi = schreckliche Schlange) oder der unter Eis versunkenen Sithistadt Tumetai (冷たい/tsumetai = kalt).

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ädonitertum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ädonitertum ist eine dem Christentum stark verwandte monotheistische Religion auf Osten Ard. Ihr Stifter, von den Gläubigen Erlöser genannt, Usires Ädon lebte in Nabban zur Zeit des dortigen Imperiums. Er starb auf Befehl des damaligen Imperators an einem Hinrichtungsbaum, war jedoch von diesem später verschwunden, während genau zu dieser Zeit ein gewaltiges Naturereignis geschieht: Der Einschlag eines mächtigen Eisenmeteoriten in den Tempel des damals höchsten Gottes Nabbans. Der Hinrichtungsbaum wird zum Symbol der Ädoniter, die ähnlich den Katholiken Heiligen- und Reliquienverehrung, einen Papst-Ähnlichen Erzprälaten mit weltlicher Macht in Nabban und Mönchsorden kennen. Auch werden die ädonitischen Kultstätten Kathedralen, Kirchen und Kapellen genannt. Einige Zeit ist die Doktrin der ädonitischen Kirche stark dogmatisch, mäßigt sich jedoch in der Epoche der Hochkönige. Die Erkynländer, die meisten Rimmersmänner, die Nabbanai und Pedruinesen sowie eine kleine Minderheit der Hernystiri gehören dem ädonitischen Glauben an.

Die Feuertänzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als fanatisch-religiöse Anhänger des Sturmkönigs treten in der Zeit des Hochkönigs Elias immer stärker die sogenannten Feuertänzer in Erscheinung, vor allem in den ädonitischen Gebieten von Osten Ard. Sie kleiden sich in weiße, lange Roben, sind autoritär organisiert und stark konzentriert auf Visionen und die Vorbereitung der nach ihrer Meinung kommenden Sturmkönig-Herrschaft. Ihr Fanatismus gipfelt in rituellen Morden und Selbstverbrennungen. Die Bewegung bricht mit dem Sieg gegen den Sturmkönig zusammen.

Weitere Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer dem Ädonitertum sind alle Religionen auf ein Volk beschränkt. Mit Vorbildern in der germanischen und keltischen Mythologie erscheinen die ehemaligen Religionen der Rimmersmänner, die noch von einem Teil ausgeübt wird und die der hernystirischen Mehrheit. Einer eng mit den Sümpfen verbundenen Naturreligion gehören die Wranna an, die Gartenvölker erscheinen weitgehend unreligiös und desinteressiert an religiösen Fragen.