Paloma Picasso

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Paloma Picasso in Malaga

Paloma Picasso (* 19. April 1949 in Vallauris, Frankreich, geborene Ann Paloma Gilot)[1] ist eine spanisch-französische Designerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paloma ist die jüngste Tochter aus der Beziehung von Pablo Picasso und Françoise Gilot. Ihr älterer Bruder ist Claude (* 1947). Außerdem hat sie zwei Halbgeschwister Paulo und Maya. Paloma ist das spanische Wort für Taube. Dieser Vorname wurde von ihrem Vater zur Erinnerung an das Symbol der Friedenstaube gewählt, da der Internationale Weltfriedenskongress in Paris im Geburtsjahr seiner Tochter stattfand. Im Jahr 1953 beendete Gilot die Beziehung zu Picasso und widmete sich ihren Kindern und der Malerei. Ende der 1960er Jahre erhielten Paloma und Claude den Nachnamen ihres Vaters: Ruiz-Picasso, der im Januar 1961 Jacqueline Roque in Vallauris geheiratet hatte.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paloma Picasso Parfums Logo

Paloma begann ihre Karriere 1968 als Designerin in Paris. Einen ihrer ersten großen Aufträge erhielt sie von Yves Saint Laurent und 1971 von der griechischen Firma Zolotas, die Schmuck herstellt. 1980 schlossen sich Schmuckentwürfe für Tiffany & Co. an. Kurz danach wurden Schmuck, Sonnenbrillen, Parfüms, Geschirr, Bettwäsche, Bestecke, und diverse Textilien und Kosmetika unter ihrem eigenen Markenzeichen vertrieben. Sie ist Gründerin der Modelabels Paloma Picasso Lunettes.

Paloma Picasso spielte die Hauptfigur Erzsébet Báthory in der Episode Die Blutgräfin in Walerian Borowczyks Film Unmoralische Geschichten, der 1974 in die Kinos kam.

Sie war mit dem argentinischen Geschäftsmann Rafael Lopez-Cambil 21 Jahre verheiratet. Bald nach der Scheidung heiratete sie den französischen Arzt Eric Thevenet. Die Designerin lebt seit 2001 in Lausanne in der Schweiz.[3]

Künstlerische Darstellungen von Paloma Picasso[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paloma Picasso wird in vielen Werken ihres Vaters dargestellt, wie etwa als Paloma mit einer Orange und Paloma in Blau. Auf einigen Gemälden ist sie gemeinsam mit ihrem Bruder Claude abgebildet. Sie ließ sich 1979 von Horst P. Horst fotografisch porträtieren,[4] 1980 von Robert Mapplethorpe[5] und 1990 von dem Künstlerduo Pierre et Gilles.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Françoise Gilot, ein photographisches Porträt, herausgegeben anlässlich der Ausstellung Françoise Gilot und Ulrich Mack: ZusammenTreffen, 4. März bis 11. Juni 2006, Graphikmuseum Pablo Picasso Münster, 29. Juli bis 3. September 2006, Kunstverein Ludwigsburg, Herbst 2006, Kunstsammlungen Chemnitz. Fotografien von Ulrich Mack. Mit einer Einführung von Erika Billeter. Mit Texten von Françoise Gilot, Paloma Picasso und Claude Ruiz-Picasso. Bentleli, Bern 2006, ISBN 978-3-7165-1439-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paloma Picasso: in Internet Movie Database, abgerufen am 8. Dezember 2011
  2. Webseite Françoise Gilot, www.francoisegilot.com, abgerufen am 7. Dezember 2011
  3. Zitiert nach dem Weblink „Biografie“
  4. Porträt von Horst P. Horst
  5. Mapplethorpe-Porträt
  6. Pierre et Gilles: Paloma Picasso