Pascua-Lama

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-29.319444444444-70.019166666667Koordinaten: 29° 19′ 10″ S, 70° 1′ 9″ W

Pascua Lama Gebiet.JPG

Das Projekt Pascua-Lama ist ein geplantes Bergbauprojekt in den südamerikanischen Ländern Chile und Argentinien in der Nähe der Orte Lama und Pascua im Valle de Huasco in der Región de Atacama 660 Kilometer nördlich von Santiago de Chile. Die nächste größere Stadt ist Vallenar mit 44.000 Einwohnern in 150 Kilometern Entfernung.

An der Grenze zwischen beiden Ländern werden unter verschiedenen Gletschern größere Vorkommen an Gold, Silber und Kupfer vermutet. Die kanadische Firma Barrick Gold, bislang drittgrößter Goldproduzent der Welt, will zum Abbau in einem Tagebau zusammen mit seiner Tochterfirma Empresa Nevada Teile der Gletscher Toro I, Toro II und Esperanza abtragen und an einem anderen Ort wieder errichten. Die chilenische Umweltkommission Comisión Nacional del Medio Ambiente (CONAMA) hatte eine solche Umsiedlung im Rahmen ihrer Umweltverträglichkeitsprüfung zur Bedingung für eine Genehmigung gemacht. Das Abbaugebiet liegt zu 80 % in Chile und 20 % in Argentinien.

Unter dem Eis werden aufgrund von Satellitenaufnahmen 17,6 Millionen Unzen Gold (bei 550 US$ je Unze mehr als 9,5 Mrd. US-Dollar), 635 Millionen Unzen Silber (6 Mrd. Dollar) und 5000 Tonnen Kupfer (25 Mio. Dollar) vermutet. Der Bruttowert der Vorkommen liegt also bei etwa 15 Mrd. Dollar, allerdings bei momentan sehr hohen Rohstoffpreisen. Barrick kalkuliert mit Investitionen von 1,6 Mrd. Dollar.

Umweltverbände befürchten gravierende Auswirkungen durch Arsen auf das Huascotal, in dem 70.000 Kleinbauern Bewässerungswirtschaft betreiben. Außerdem reklamieren zahlreiche Bewohner, vor allem Angehörige der Huascoaltinos, Nachkommen der Diaguita, das Land für sich.

Trotz der Proteste von Umweltverbänden und der Einwohner der Region hat die chilenische Umweltbehörde mittlerweile grünes Licht für das Projekt gegeben. Ab dem Jahre 2013 wird eine Produktion von ca. 36 Millionen Unzen Silber erwartet.

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