Paul Buchner (Baumeister)

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Paul Buchner (* Juni 1531 in Nürnberg; † 13. November 1607 in Dresden) war ein deutscher Architekt, Feldzeugmeister, Geometer, Tischler und Schraubenmacher aus Nürnberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchner erlernte das Bauhandwerk in London und Brüssel. Er wirkte seit 1558 in Dresden und arbeitete mit Caspar Voigt von Wierandt zusammen, einem erfahrenen Architekten und Oberzeugmeister. 1575 wurde Buchner selbst zum Oberzeugmeister berufen. Ab 1567 führte er die Oberaufsicht über den Ausbau der Dresdner Befestigungsanlagen. Buchner verstarb 1607 in Dresden und wurde auf dem Frauenkirchhof beigesetzt.

Verheiratet war Paul Buchner mit Maria Kröß, Tochter des kursächsischen Kammerdieners und Dresdner Bürgermeisters Bastian Kröß.[1] Er war der Vater des berühmten Gelehrten August Buchner.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Löffler beurteilt Paul Buchner wie folgt:

Merkwürdigerweise hat die Dresdner Kunstgeschichte nicht diesem bewährten Mann [Anmerkg: Hans Irmisch] den Bau [Anmerkg: des Stallhofes] zugeschrieben, sondern Paul Buchner, der von Haus aus ein Schraubenmacher und nicht Architekt war. Nachweislich fand Buchner in Sachsen nur bei Festungsbauten sowie in der Bauverwaltung Verwendung. Walter Bachmann hat zum ersten Mal auf diesen Tatbestand hingewiesen. Der Grund für das Missverständnis dürfte in der geschickten und reichlich skrupellosen Art zu suchen sein, mit der Buchner es verstanden hat, sich in jedes Unternehmen zu mischen. Er verdrängte auch seinen Vorgesetzten, den Grafen Rochus von Lynar, aus dem Amt und trat an dessen Stelle.

Fritz Löffler [2]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Kramm: Die Bürgermeister von Dresden 1549-1806, in: Studien über die Oberschichten der mitteldeutschen Städte im 16. Jahrhundert, Mitteldeutsche Forschungen, Band 87, Verlag Böhlau Köln/Wien, 1981, S. 716.
  2. Fritz Löffler: Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten. E. A. Seemann, Leipzig 1981, ISBN 3-363-00007-3, S. 43