Pechofen

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Dieser Artikel behandelt eine Anlage zur Herstellung von Pech; zum Ortsteil der Gemeinde Mitterteich siehe Pechofen (Mitterteich).
Teerofen zur Holzverschwelung, Seite der Heizungsöffnung
Der Teerbrenner, Stich von J.W. Meil

Ein Pechofen (auch Teerofen oder Schmeerofen) ist eine Anlage zur Herstellung von Holzteer und Holzessig, das bei einem Verschwelen von harzhaltigem Holz entsteht.

Im Inneren eines doppelwandigen Kuppelofens wird Holz aufgestapelt und bei geringer Luftzufuhr verschwelt. Die Temperaturen erreichen bis zu 400 °C, die Schweldauer beträgt etwa 21 Tage. Die frei werdenden Gase werden in einer äußeren Hülle niedergeschlagen und das Kondensat unterhalb der Holzfüllung in einer um den Ofen laufenden Blech- oder Steinwanne zwischen den Wänden aufgefangen und nach außen geleitet.

Neben Teer, Pech und Essig entsteht in einem Pechofen auch Holzkohle.

Das Betreiben von Pechöfen, also einer Anlage zur Herstellung von Teer und Pech, war im Mittelalter neben dem Köhlerhandwerk ein typisches Holzlandgewerbe. Kleinere Mengen wurden mit Pechölsteinen direkt vor Ort im Wald verarbeitet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]