Perseus (Makedonien)

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Tetradrachme, Basileos Perseos ("Des Königs Perseus")

Perseus (griech: Περσεύς*; um 213/212 v. Chr.; † um 165 v. Chr. in Alba Fucens) war ein König der Dynastie der Antigoniden, die den Diadochen-Staat Makedonien regierte, der nach dem Tod von Alexander dem Großen entstanden war. Er blieb der letzte der Linie, nachdem er die Schlacht von Pydna am 22. Juni 168 v. Chr. verloren hatte und Makedonien in der Folge unter römische Herrschaft kam.

179 v. Chr. starb König Philipp V. von Makedonien, ein Jahr nachdem er seinen prorömischen Sohn Demetrius hingerichtet hatte. Perseus hatte, wie es hieß, in seiner Eifersucht auf Demetrius’ Erfolg als Gesandter in Rom seinen Vater überredet, diesen als potenziellen Usurpator vergiften zu lassen. Die Römer hatten jedoch Demetrius als Thronfolger favorisiert. Perseus’ angebliche Rolle bei dessen Tod machte ihn bei den Römern nicht beliebter, auch nicht, als er den Thron bestieg.

Eine seiner ersten Aktivitäten als König war dennoch die Erneuerung des Vertrags mit Rom. Seine weiteren Taten beunruhigten die Römer jedoch, die keine Konsolidierung der antigonidischen Macht wünschten. Vor allem aber fürchteten griechische Mächte wie Pergamon einen Wiederaufstieg Makedoniens und warnten die Römer mit wachsendem Eifer vor Perseus. Seine Einmischung in die Angelegenheiten seiner Nachbarn, ein bewaffneter Auftritt in Delphi, das Meiden römischer Gesandter in Makedonien, und seine dynastischen Eheschließungen gaben Rom Anlass zu Besorgnis.

172 entschied sich der römische Senat dazu, Perseus militärisch auszuschalten. Bald waren Rom und Makedonien im Krieg, der trotz anfänglicher Erfolge der königlichen Truppen mit Perseus’ Unterwerfung unter Lucius Aemilius Paullus Macedonicus nach der Schlacht von Pydna (168) endete. Der König wurde in Rom im Triumphzug präsentiert und dann vermutlich in Alba Fucens inhaftiert. Das Königreich der Antigoniden wurde aufgelöst und zunächst durch vier Republiken ersetzt.

Perseus war mit Laodike, einer Tochter von König Seleukos IV., verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Philipp teilte die Gefangenschaft des Vaters. Jahre später gab sich der Rebell Andriskos als Sohn von Perseus aus und erhob sich für kurze Zeit zum König. Sein Ende 146 v. Chr. führte zur Einrichtung der römischen Provinz Macedonia.

Nach Mitteilung des Poseidonios soll Perseus die Rose in Griechenland eingeführt haben.

Vorgänger Amt Nachfolger
Philipp V. König von Makedonien
179–168 v. Chr.
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