Peter Stohler

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Peter Stohler (* 1967 in Belp) ist ein Schweizer Kunsthistoriker, Kulturmanager und Publizist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Stohler studierte an der Universität Zürich und am Sotheby’s Institute of Art in London Kunstgeschichte und Filmwissenschaft und schloss mit dem Lizentiat bzw. Master of Arts ab. Von 2000 bis 2002 absolvierte er an der Universität Basel das Nachdiplomstudium Kulturmanagement. Seine berufliche Laufbahn begann er 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und interimistischer Direktor am Museum Bellerive in Zürich. Gleichzeitig machte er sich als freiberuflicher Kurator und Publizist mit Ausstellungen, Künstlergesprächen und Vortragsreihen in seiner eigenen Wohnung einen Namen und begann über junge Schweizer Kunst, Design und Alltagskultur zu publizieren. 2005 wurde er leitender Kurator des Hauses für Kunst Uri in Altdorf, wechselte 2006 an das Centre pour l’Image Contemporaine CIC, dem er als Direktor vorstand, und war von 2007 bis 2013 Beauftragter für Kulturprojekte der Abteilung Kultur Basel-Stadt. Stohler ist auch in verschiedenen Gremien und Vorständen tätig. So war er von 2006 bis 2012 Vorstandsmitglied des Vereins Museen der Schweiz (VMS/AMS).

Von 2013 bis 2018 war Stohler Direktor des Kunst(Zeug)Hauses Rapperswil. Seit 2019 ist er Geschäftsführer und Programmleiter der Grimmwelt in Kassel.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Herausgeber und Mitautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Body Extensions. Arnoldsche, Stuttgart 2004, ISBN 3-89790-204-4.
  • Reiz & Risiko / Risk & Allure. Arnoldsche, Stuttgart 2006, ISBN 3-89790-248-6.
  • Kunst im Un-Privaten / Roentgenraum. Edition Fink, Zürich 2006, ISBN 3-906086-72-0.
  • Radar. Texte zur Gegenwartskunst / Radar. Texts on Contemporary Art. Essays und Interviews von Peter Stohler, Deutsch/Englisch, hrsg. von Winfried Stürzl, Monika Hardmeier, Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89790-278-7.
  • Tomograph. Künstlerinnen im Gespräch / Tomograph. Interviews with artists. Interviews und Essays von Peter Stohler, Deutsch/Englisch, hrsg. von Winfried Stürzl und Vivien Moskaliuk, Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-89790-309-8.
  • Maya Bringolf: Loaded Circles. Modo Verlag, Freiburg i.Br. 2015, ISBN 978-3-86833-183-7.
  • Von Anselm bis Zilla. Die Sammlung Peter und Elisabeth Bosshard der Stiftung Kunst(Zeug)Haus. hrsg. von Peter Stohler, Petra Giezendanner und Anja Gubelmann, Lars Müller Publishers, Zürich 2018, ISBN 978-3-03778-539-3.

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ‚Pumpen‘ und ‚Joseph‘ (Beuys): ‚Soft sculptures’ von Veronika Veit und der Filz-Sessel von Lothar Windels, in: Entwürfe – Zeitschrift für Literatur, Nr. 25/2001, hrsg. von Peter Gisi, Bettina Spörri, Zürich 2001, S. 81–84.
  • ‚Brand New, You're Retro‘: Wie Lang/Baumann die verdrängten 70er Jahre rezyklieren / ‚Brand New, You're Retro‘: How Lang/Baumann recycle the 1970s, Deutsch/Englisch, in: Ausstellungskatalog 70s versus 80s: Objekte der siebziger und achtziger Jahre / 70s versus 80s: Objects from the Seventies and the Eighties, hrsg. von Roger Fayet. Arnoldsche, Stuttgart 2001, S. 158–171.
  • Marketing the Museum – Kulturmarketing und seine Umsetzbarkeit am Beispiel von drei Schweizer Institutionen, in: Deutsches Jahrbuch für Kulturmanagement 2002, hrsg. von Armin Klein, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2003, S. 82–103.
  • Die Rückkehr des Abfalls. Design aus Verworfenem, Essay von Peter Stohler und Roger Fayet, in: Kunstforum International: Die Gerümpelhaftigkeit der Kunst, hrsg. von Paolo Bianchi, Nov. 2003, S. 97–105.

Kuratierte Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 Sprengmeister/innen, Haus für Kunst Uri, Altdorf [zus. m. Nanni Baltzer].
  • 2006 Performance in Progress, Haus für Kunst Uri, Altdorf.
  • 2006 Reiz & Risiko / Risk & Allure, Haus für Kunst Uri, Altdorf [zus. m. Sylvia Rüttimann].
  • 2013 Wohnzimmerausstellung Roentgenraum, Zürich.
  • 2014 Nordwestwind: Sieben Kunstschaffende aus Basel, Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona.
  • 2016 Y’a pas le feu au lac: Junge Kunst aus der Westschweiz, Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona.

Gesprächsreihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005–2006 Gäste ganz nah, Haus für Kunst Uri, Altdorf.
  • 2005–2006 Ästhetisierung des Alltags, Roentgenraum, Zürich.
  • 2006–2007 Grenzen-los?, Roentgenraum, Zürich.
  • 2007–2008 Transformer, Roentgenraum, Zürich.
  • 2008–2009 Neue Welten, Roentgenraum, Zürich.
  • 2014 Sammelleidenschaft, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]