Pinselschwanz-Baummäuse

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Pinselschwanz-Baummäuse
Systematik
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Rattini
Micromys-Gruppe
Gattung: Pinselschwanz-Baummäuse
Wissenschaftlicher Name
Chiropodomys
Peters, 1869

Die Pinselschwanz-Baummäuse (Chiropodomys) sind eine Nagetiergattung aus der Gruppe der Altweltmäuse (Murinae), die in Südostasien leben.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind baumbewohnende, sehr kleine Mäuse, die meistens in tropischen Regenwäldern leben. Sie haben eine Kopfrumpflänge von 7 bis 12 Zentimetern, hinzu kommen 9 bis 17 Zentimeter Schwanz. Sie sind oberseits grau oder braun und unterseits weiß gefärbt. Der Schwanz ist nur spärlich behaart, an der Spitze aber etwas stärker, so dass der namengebende Eindruck eines Pinsels entsteht.

Die echte Pinselschwanz-Baummaus ist die am besten erforschte Art. Sie ist besonders häufig in Bambuswäldern. Nachts wird sie aktiv, den Tag verschläft sie in einem Nest im Bambus, das mit Blättern ausgepolstert wird. Die Ernährung ist ausschließlich pflanzlich.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Wilson & Reeder (2005) sind die Zwergbaummäuse Teil der Micromys-Gruppe innerhalb der Altweltmäuse.

Insgesamt sind sechs Arten bekannt, doch nur eine von diesen ist häufig und weit verbreitet:

Die IUCN listet C. karlkoopmani als „stark gefährdet“ (endangered), C. gliroides ist „nicht gefährdet“ (least concern). Für die übrigen vier Arten gibt es zu wenig verwertbare Daten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chiropodomys in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 18. Oktober 2009.