Platin(IV)-bromid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Platin(IV)-bromid
__ Pt4+     __ Br
Allgemeines
Name Platin(IV)-bromid
Andere Namen

Platintetrabromid

Verhältnisformel PtBr4
Kurzbeschreibung

dunkelroter Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 68938-92-1
EG-Nummer 273-151-5
ECHA-InfoCard 100.066.481
PubChem 111865
Wikidata Q2620576
Eigenschaften
Molare Masse 514,69 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

5,687 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

180 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 260​‐​303+361+353​‐​305+351+338​‐​301+330+331​‐​405​‐​501 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Platin(IV)-bromid ist eine anorganische chemische Verbindung des Platins aus der Gruppe der Bromide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platin(IV)-bromid kann durch Reaktion von Platinbromwasserstoffsäure H2[PtBr6]·9H2O (welche durch Reaktion von Platin mit Bromwasserstoffsäure dargestellt werden kann) mit Brom gewonnen werden.[3]

Sie kann auch durch Reaktion von Platin mit Brom gewonnen werden, wobei die Reaktion sehr langsam abläuft.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platin(IV)-bromid ist ein dunkelroter bis schwarzvioletter Feststoff,[1] der löslich in Wasser zu H2[PtBr4(OH)2] ist. Er ist sehr leicht löslich in Ethanol und in Ether und besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pbca (Raumgruppen-Nr. 61)Vorlage:Raumgruppe/61 und den Gitterparametern a = 1199 pm, b = 1365 pm und c = 633 pm.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Platinum(IV) bromide, 99.99% (metals basis), Pt 37.1% min bei AlfaAesar, abgerufen am 29. August 2013 (PDF) (JavaScript erforderlich).
  2. Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 674 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1713.
  4. J. J. Zuckerman: Inorganic Reactions and Methods, The Formation of Bonds to Halogens. John Wiley & Sons, 2009, ISBN 0-470-14539-0, S. 174 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).