Porgy & Bess (Jazzclub)

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Das reformARTorchestra um Fritz Novotny auf der Bühne des Porgy & Bess (2010)

Das Porgy & Bess (eigentlich Jazz- and Musicclub Porgy & Bess) ist ein Jazzclub in der Riemergasse 11 im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Salomon im Porgy & Bess (2003)

Mathias Rüegg gründete im Herbst 1993 zusammen mit Renald Deppe, Gabriele Mazic und Christoph Huber das Porgy & Bess, das anfänglich in den Räumen des ehemaligen Cabaret Fledermaus in der Spiegelgasse untergebracht war. Ihn unterstützten kurze Zeit später Renald Deppe und Christoph Huber; Huber ist bis heute der künstlerische Leiter des Clubs. Im Jahre 2000 zog der Club nach einer längeren Umbaupause in die Riemergasse um, nachdem ihm dieser Standort bereits im Mai 1998 zugesprochen wurde. In der Zeit zwischen 1998 und 2000 gastierte Porgy & Bess im RadioKulturhaus. Die offizielle Eröffnung am neuen Standort erfolgte am 28. Dezember 2000.

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm des Porgy & Bess spricht ein sehr großes Publikum an, etwa 70.000 Gäste im Jahr; entsprechend wird Jazz „sehr pluralistisch verstanden“, und im Programm „auch in Randbereiche, wie elektronische Musik, zeitgenössische Musik und Weltmusik, vorgedrungen.“ [1] Neben zahlreichen internationalen Interpreten, insbesondere aus dem US-amerikanischen Raum, finden auch österreichische Musiker hier eine Auftrittsmöglichkeit. Der Club bietet auch die Bühne für Events, wie etwa die Verleihung des Austrian World Music Awards.

Dem Musikwissenschaftler Christian Scheib zufolge ist das Porgy & Bess „gleichzeitig essenziell für die Weiterentwicklung der musikalischen (Jazz-)Wirklichkeit einer Stadt“ und braucht und verbraucht „als Stadtraum schlicht alltäglich Musik“. Es schaffe sich „durch künstlerische Vorlieben, akustische Qualität, Fassungsvermögen und realer Auslastung die notwendige Abgrenzung von anderen Clubs.“[2] Dabei erlauben die unterschiedlichen Bereiche des Jazzclubs – Bereich vor der Bühne mit Tischen, Galerie im oberen Stockwerk, ein seitlicher Bereich mit einer Bar am Tresen – unterschiedlich intensive Konzentration auf das Konzertgeschehen. Für die Jazzthetik ist das Porgy & Bess sogar ein „Traditionsclub.“[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie, unterer Zuschauerraum und Bühne des Porgy & Bess (2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Porgy & Bess – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefanie Bramböck Die Wiener Jazzszene. S. 53
  2. Christian Scheib Das Porgy: Stadtmöbel als Musikmaschine
  3. Peter Bastian, Jazzthetik 12/1 2001/2002

Koordinaten: 48° 12′ 25″ N, 16° 22′ 36″ O