Postersession

Als Postersession werden jene Teile von wissenschaftlichen Konferenzen bezeichnet, bei der die Beiträge nicht als mündliche Vorträge, sondern in Form großer Poster präsentiert werden.
Seit vielen Jahren sind sie zu einem Mittel geworden, um große Tagungen zeitlich kompakter zu organisieren, doch haben Posterpräsentationen fachlich meist einen geringeren Status als „oral presentations“, wobei letzteren auch oft zusätzlich Posterwände zur Verfügung gestellt werden.
Die Poster haben meist eine Breite von 80 bis 90 cm (A0: ca. 84 × 119 cm) und werden auf vom Veranstalter aufgestellten, senkrechten Posterwänden von etwa 2–2,5 Meter Höhe befestigt. Auf den Postern soll nicht der Text überwiegen, sondern Abbildungen und andere Mittel der grafischen Gestaltung, um für die Besucher der Session einen Blickfang zu bieten. Der Titel der Arbeit soll groß gedruckt sein und von den Autoren mindestens eine Kontaktadresse (bzw. E-Mail) enthalten.
Die Postersessions dauern im Regelfall etwa eine Stunde, während die Autoren neben ihrem Poster stehen, um ihre Arbeit zu erläutern und für Anfragen und Diskussionen zur Verfügung zu stehen. Meist werden die Poster einen Halbtag auf den Postertafeln belassen, um auch spätere Besichtigung in Konferenzpausen zu ermöglichen. Bei großen Kongressen bleiben die Poster oft während des gesamten Veranstaltungszeitraum aufgehängt.
Elektronische Poster
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mittlerweile kommen bei Kongressen auch elektronische Poster zum Einsatz. Dies sind Terminals mit großformatigen Bildschirmen (42″ und größer), auf denen die Poster dargestellt werden. Dies ermöglicht zum einen die Einbettung von Bewegtbildern und zum anderen reduziert es den Platzbedarf, da Interessierte in den Konferenzpausen an einem Terminal unterschiedliche Poster betrachten können.
Unterschiede zum Posterwalk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auch beim Posterwalk wird mit visuellen Präsentationen an den Wänden gearbeitet. Statt einem freien Schlendern ist hier der Ablauf gesteuert, die Abfolge und die Dauer der mündlichen Begleiterläuterungen sind festgelegt. Zwar ist mehr Vorplanung und Koordination erforderlich, doch man erreicht einen höheren Wissenstransfer.[1]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Blog Better Posters von Zen Faulkes