Preußische Farbfolge

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Preußische Farbfolge

Die Preußische Farbfolge diente zur farblichen Kennzeichnung der Reihenfolge von Verbänden oder Einheiten innerhalb eines militärischen Verbandes. Historisch gesehen wurden früher Soldaten anhand von Knopfleisten, Knöpfen, Schulterstücken, Troddel und anderen Uniformteilen in unterschiedlichen Farben ihren jeweiligen Einheiten zugeordnet.

Die Reihenfolge lautete:

1. Weiß
2. Rot
3. Gelb
4. Blau
5. Grün
6. Braun

Als Merkspruch gilt: „Wir richten gerne bei guter Sicht“ oder für Nicht-Artilleristen : „Wir rauchen gerne besonders grosse Stumpen“ bzw. „Wir rauchen gern billig große Brasil“.

Innerhalb eines Regimentes wurden die Farben zunächst an die Bataillone verteilt, die sich wiederum in vier Kompanien gliederten. Die Unterscheidung konnte man an der Farbgebung des Troddel erkennen. Ein Bataillon hatte den Stängel „Weiß“, eine Kompanie den Schieber „Weiß“, Weiß-Weiß war somit 1. Kompanie des 1. Bataillons usw.

Irrtümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilweise wird der ersten Kompanie einiger Verbände die blaue Farbe im Wappen zugesprochen, da es sich hier um die Versorgungs- und Unterstützungskompanie handelt, Versorgungs-Truppenteile werden mit der Waffenfarbe blau gekennzeichnet.

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inoffiziell knüpft auch die Bundeswehr in Teilbereichen an die preußische Farbfolge an. Die Borde der Verbandsabzeichen der meisten Brigaden vor 1990, teils auch noch danach, waren gemäß ihrer Ordnungszahl in der Farbfolge Weiß-Rot-Gelb gehalten (weißer Bord = „erste“ Brigade, rot = „zweite“ Brigade, gelb = „dritte“ Brigade).

Auch sind in internen Verbandsabzeichen verschiedenster Einheiten die Kompaniefarben wiederzufinden. Des Weiteren werden sie teilweise in Form einer sogenannten „Ausbilderkordel“ (eine geflochte Kordel in der jeweiligen Farbe an deren Ende eine Trillerpfeife befestigt ist, das eine Ende wird an der rechten Schulterklappe befestigt und das Ende mit der Pfeife wird in der Brusttasche verstaut) oder eine farbige Unterlage aus Filz die unter dem Barettabzeichen getragen wird. Diese Form der Kennzeichnung ist jedoch nicht offiziell und teilweise auch nur innerhalb der Einheiten oder Liegenschaften geduldet.

Die schwere, die 6. Kompanie, ist (aufgrund historischer Gegebenheiten) heute die Schwarze.