Priesteramtskandidat

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Als Priesteramtskandidat wird ein Student der Theologie bezeichnet, der sich auf die Weihe zum Priester vorbereitet. Für einen Teil seiner Ausbildung lebt er dabei meist in einem Priesterseminar. Die Priesteramtskandidaten der Ordensgemeinschaften können in Einrichtungen ihres eigenen Konvents oder ihres Ordens ausgebildet werden.

Umgangssprachlich werden Kandidaten auch Seminaristen genannt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden Priesteramtskandidat auch Ordinanden (von lat. Ordinandus) genannt.[1]

Für Priesteramtskandidaten gelten die Regelungen nach dem Geheimanhang Absatz a) des Reichskonkordats bzw. nach dem Wehrpflichtgesetz.[2]

Zur Aufnahme in ein Priesterseminar bewerben sich die Kandidaten, die Weltpriester werden wollen, bei dem jeweiligen Ortsbischof in dessen Diözese das Priesterseminar liegt. Nach dem Theologiestudium müssen Nachweise über die wissenschaftliche-theologische Ausbildung an einer Hochschule und über die praktisch-liturgische Ausbildung am Priesterseminar oder Theologenkonvikt erbracht werden. Die weitergehende, praktische Ausbildung findet im sogenannten Pastoralseminar statt. Nach dieser praktischen Ausbildung, die je nach Diözese einige Monate oder ein Jahr dauert, kann der Kandidat nach Zulassung die Weihe zum Diakon empfangen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In der lutherischen Stadt- und Pfarrkirche St. Marien in Wittenberg gibt es seit dem 19. Jahrhundert eine Ordinandenstube.
  2. § 12 WPflG