Project Iceworm

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Project Iceworm hieß ein Projekt der Vereinigten Staaten, ein System von mobilen, atomaren Raketenstartplätzen in Grönland zu errichten, die unter dem Grönländischen Eisschild verborgen sein sollten. Das Staatsgebiet der Sowjetunion sollte im Falle eines nuklearen Krieges schnell mit Nuklearwaffen bombardiert werden können. Die Studien dazu begannen 1958. Es sollten bis zu 600 Raketen stationiert werden.

Unter anderem wurde 1959 Camp Century errichtet,[1] ein unterirdischer militärischer Stützpunkt mit nuklearer Energieversorgung. Er wurde aber bereits 1967 wieder stillgelegt und aufgegeben. Infolge der Eisschmelze könnte mit Giftstoffen und Radioaktivität belastetes Schmelzwasser ins Meer gelangen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elmer F. Clark: Technical Report 174: Camp Century Evolution of Concept and History of Design Construction and Performance (pdf) – Cold Regions Research & Engineering Laboratory. Oktober 1965.
  2. Martin Läubli: Die geheime Stadt im Eis. Die Eisschmelze in Grönland könnte ein vergessenes US-Nuklearprojekt zum Vorschein bringen. Der Zürcher Horst Machguth war bei der Untersuchung dabei und ist von der ausgelösten politischen Debatte überrascht. Tages-Anzeiger, 31. Oktober 2016, Seite 40.