Q-Faktor (Fahrrad)

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Der Q-Faktor bezeichnet beim Fahrrad den seitlichen Abstand der äußeren Flächen der beiden Tretkurbeln zueinander.

Der Abstand setzt sich zusammen aus dem Abstand der linken Kurbel zur Rahmenmitte und dem Abstand der rechten Kurbel zur Rahmenmitte. Häufig sind diese beiden Abstände gleich. Manchmal ist aber die rechte Kurbel einige Millimeter weiter vom Rahmen entfernt, damit Platz für einen Kettenschutzkasten vorhanden ist. Der Q-Faktor hängt von der Länge der Innenlagerwelle sowie von der Kröpfung der Tretkurbeln ab.

Je größer der Q-Faktor ist, desto weiter sind die Pedale auseinander. Dies erhöht das Risiko, dass in engen und schnell gefahrenen Kurven das kurveninnere Pedal aufsetzt. Bei verschalten Liegerädern ist ein kleiner Q-Faktor wünschenswert, weil er eine schmalere Bauweise ermöglicht, was das Fahrrad leichter und aerodynamischer macht. Außerdem soll ein kleiner Q-Faktor ergonomischer sein.[1]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher war die Angabe des Q-Faktors nicht üblich, weil es verschiedene Innenlager-Längen gab. Mit der Zunahme der Gänge bei allen Radtypen wurden breitere Innenlager erforderlich und damit erhöht sich auch konstant der Q-Faktor. Auch wurde die Innelagerbreite in vielen Fällen (MTB etc) auf den weiteren Standard 73 mm angepasst. Bei Rennradkurbeln wird nach wie vor ein geringer Q-Faktor angestrebt, um ein möglichst vertikales pedalieren zu ermöglichen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sheldon Brown: Sheldon Brown's Bicycle Glossary. Sheldon Brown. Abgerufen am 11. November 2009.
  2. Radtechnik für Profis: Radtechnik für Profis - http://radtechnik.awiki.org. In: radtechnik.awiki.org. Abgerufen am 8. Januar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]