Rūjiena

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Rūjiena (dt.: Rujen)
Wappen von Rūjiena
Rūjiena (Lettland)
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Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Livland (lettisch: Vidzeme)
Verwaltungsbezirk: Rūjienas novads
Koordinaten: 57° 54′ N, 25° 20′ OKoordinaten: 57° 53′ 50″ N, 25° 19′ 34″ O
Einwohner: 3.088 (1. Jan. 2016)
Fläche: 7,8 km²
Bevölkerungsdichte: 395,9 Einwohner je km²
Höhe:
Stadtrecht: seit 1920
Webseite: www.rujiena.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Rūjiena (deutsch: Rujen, estnisch Ruhja) ist eine Stadt im Norden Lettlands an dem kleinen Fluss Rūja. Im Jahre 2016 zählte sie 3088 Einwohner.[1] Die Stadt bezeichnet sich gerne als lettischste aller lettischen Städte (5 % andere Nationalitäten).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rūjiena 1790 (von Johann Christoph Brotze)

Die Geschichte Rūjienas geht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Damals entstand die Ortschaft nahe einer wahrscheinlich zwischen 1256 und 1261 errichteten Ordensburg.[2] Die Burg wurde 1560 im Livländischen Krieg durch russische Truppen zerstört.[2] Rūjiena wurde anschließend wiedererrichtet. Der Pastor Gustav Bergmann (1749–1814, Urgroßvater des Chirurgen Ernst von Bergmann) richtete 1782 bei der Kirche eine Hausdruckerei ein.[3] Damit druckte er 1807 die erste Sammlung lettischer Volkslieder.

1919 wurde in Rūjiena mit Hilfe Estlands das lettische Nordkorps unter dem Oberst Jorģis Zemitāns aufgestellt. Von 1937 bis 1944 sowie von 1977 bis 1996 bestand eine Eisenbahnstrecke nach Riga, welche in der Stadt endete.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es gibt eine Mittelschule, sowie je eine Schule für Kunst, Sport und Musik.
  • Seit 1988 stellt die örtliche Molkerei ein bekanntes Speiseeis mit inzwischen 20 Geschmacksorten her.

In Rūjiena geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rūjienas novads[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 bildet die Stadt mit 4 umliegenden Gemeinden eine Verwaltungsgemeinschaft. 2010 waren 6144 Einwohner gemeldet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Latvijas iedzīvotāju skaits pašvaldībās pagastu dalījumā»
  2. a b Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, S. 527.
  3. Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, S. 528.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]