Radio Mandatory Zone

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Eine Radio Mandatory Zone (RMZ) ist ein Bereich des Luftraums, bei dessen Durchfliegen auch für Sichtflüge das Mitführen und Verwenden eines Sprechfunkgerätes vorgeschrieben ist. Vor dem Einflug ist Kontakt mit der angegebenen Bodenfunkstelle aufzunehmen und es sind Angaben zu Luftfahrzeugmuster, Standort, Flughöhe und Flugabsichten zu machen. Innerhalb der RMZ ist Hörbereitschaft aufrechtzuerhalten, auch der Ausflug ist zu melden. Da es sich bei der Bodenfunkstelle um einen unkontrollierten Flugplatz im Luftraum G (Golf) handelt (Flugplatzinformationsdienst, „AFIS“), werden jedoch von dieser weder für VFR- noch für IFR-Verkehr Verkehrslenkung und Staffelung durchgeführt. Flugverkehrskontrollfreigaben werden durch den Flugplatzinformationsdienst unter Absprache mit den jeweils zuständigen Center der Flugsicherung an abfliegende Luftfahrzeuge weiter geleitet.

RMZ wurden 2014 eingeführt, um IFR-Verkehr auch an unkontrollierten Flugplätzen zu ermöglichen. Sie reichen vom Boden bis 1000 Fuß (ca. 300m) über Grund. Oberhalb befindet sich abgesenkter kontrollierter Luftraum E (Echo). Seit Einführung der RMZ gibt es in Deutschland keinen Luftraum F (Foxtrott) mehr.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patrick Holland-Moritz: Neue Regeln am Himmel (Teil 2): Goodbye Foxtrott, hallo RMZ, Aerokurier, 18. November 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]