Rainer Einenkel

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Rainer Einenkel (* Mai 1954 in Thum, Kreis Zschopau, DDR) war bis zum 12. Januar 2015 Betriebsratsvorsitzender des Opelwerks in Bochum und bis zum 31. März 2015 Mitglied im Aufsichtsrat der Adam Opel AG.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einenkel wurde im sächsischen Thum bei Zschopau geboren. 1961 kam seine Familie einen Monat vor dem Mauerbau ins Ruhrgebiet. Schon sein Vater war engagierter Gewerkschafter. Einenkel senior arbeitete 1962 im neuen Werk, in dem die ersten Opel Kadetts vom Band rollten. 1972 wurde der 18-jährige Einenkel einer von damals mehr als 20.000 Opel-Mitarbeitern. Er begann eine Lehre als Starkstromelektriker. 1973 wählten ihn die Auszubildenden in die Jugend- und Auszubildendenvertretung in Bochum. Vater und Sohn gingen bis 1990 gemeinsam zur Schicht. Seit 1988 war er einer der gewählten freigestellten Betriebsräte. Später war er stellvertretender Betriebsratsvorsitzender. Er wurde 2004 vom Betriebsrat zum Betriebsratsvorsitzenden im Bochumer Werk gewählt. Im Betriebsrat wählten ihn 23 von 37 Betriebsräten zum Betriebsratsvorsitzenden.[1]

Über die Grenzen des Betriebs wurde Einenkel bekannt durch die Diskussion über die Schließung des Bochumer Opel-Werkes seit 2004. Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Werksschließung war Einenkel bei verschiedenen Talkshows zu Gast.[2][3]

Einenkel war bis 1988 Mitglied der DKP.[4]

Rainer Einenkel ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gegen softe Politik
  2. Radikalkur bei Opel. „Wir schließen gar nichts aus“. In: Der Stern. 14. Oktober 2004, abgerufen am 2. November 2013.
  3. Aus für Opel in Bochum - die Tragik von Rainer Einenkel., WAZ, derwesten.de, 17. April 2013, abgerufen am 2. November 2013.
  4. Kirsten Ludowig: Rainer Einenkel – Der tragische Held tritt nochmal an. In: Handelsblatt. handelsblatt.com, 9. März 2010, abgerufen am 2. November 2013.