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Rainer Stuhlmann-Laeisz

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Thomas Rainer Stuhlmann-Laeisz (* 29. Oktober 1942 in Hamburg; † 6. September 2025 in Bonn[1]) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

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Stuhlmann-Laeisz studierte ab 1962 Physik, Mathematik und Philosophie, in Hamburg, Chattanooga und Bonn und schloss das Studium zunächst mit der ersten philologischen Staatsprüfung 1968 ab. Nach einer kurzen Zeit als Studienreferendar wechselte er jedoch zur Promotion nach Göttingen zu Günther Patzig. Nach der Promotion zum Dr. phil. 1972 blieb er an der Universität Göttingen, wo er zum Sein-Sollen-Problem eine Habilitationsschrift vorlegte. 1980–1985 war er Privatdozent für Philosophie an der Universität Göttingen und wurde 1985–1986 zum außerplanmäßigen Professor für Philosophie ebendort, bis er 1986 nach Bonn auf die Professur für Logik und Grundlagenforschung an der Universität Bonn in Nachfolge von Gisbert Hasenjäger berufen wurde, die er bis zu seiner Emeritierung 2008 innehatte.

Seine Forschungsschwerpunkte waren Logik, deren Anwendungen in anderen philosophischen Disziplinen (insbesondere: Ethik und Klassikerinterpretation) sowie Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Er veröffentlichte unter anderem zu Immanuel Kant, zu Gottlob Frege und zur Modallogik und ein Lehrbuch zur philosophischen Logik.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Kants Logik. Eine Interpretation auf der Grundlage von Vorlesungen, veröffentlichten Werken und Nachlaß, 1976, ISBN 3-11-005840-5 (zugl. Diss. Univ. Göttingen 1972)
  • Das Sein-Sollen-Problem. Eine modallogische Studie, 1983, ISBN 3-7728-0842-5 (zugl. Habil. Univ. Göttingen 1980)
  • Gottlob Freges "Logische Untersuchungen". Darstellung und Interpretation, 1995, ISBN 3-534-10513-3
  • Philosophische Logik. Eine Einführung mit Anwendungen, 2002, ISBN 3-89785-190-3
  • Gottlob Freges "Grundgesetze der Arithmetik". Ein Kommentar des Vorworts, des Nachworts und der einleitenden Paragrafen, 2020, ISBN 978-3-95743-160-8

Einzelnachweise

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  1. Traueranzeige im Bonner General-Anzeiger vom 20. September 2025, abgerufen am 20. September 2025