Reed Solomon Identifikation

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Leistungsdichtediagramm in Form eines vertikalen Wasserfalldiagrammes einer digitalen Radio-Übertragung mit einleitender RSID

Reed Solomon Identifikation (RSID) ist ein digitales Kommunikationsprotokoll für Funkamateure, das es ermöglicht, viele digitale Betriebsarten automatisch zu identifizieren und am empfangenden Ende selbständig zu erkennen und einzustellen. Es wurde vom französischen Funkamateur Patrick Lindecker, Rufzeichen F6CTE, hauptsächlich für Übertragungen auf Kurzwelle entwickelt. Je eine eindeutige Zahl identifiziert die Betriebsart, diese Identifikationen werden vom Autor des Protokolls zentral verwaltet.

Die Identifikation wird direkt vor der eigentlichen digitalen Übertragung gesendet. Sie dauert 1,4 s und hat eine Bandbreite von 172 Hz. Codiert wird sie als Reed-Solomon-Code, was eine robuste Übertragung mit Vorwärtsfehlerkorrektur auch auf gestörten Verbindungen ermöglicht. Die Übertragung der RSID erfolgt in MFSK-Modulation. Bis zu einem Signal/Rauschverhältnis von −16 Dezibel, also weit unterhalb des Rauschniveaus, funktioniert eine Dekodierung. Es ist daher möglich, dass die Dekodierung der RSID-Kennung möglich ist ohne dass eine Demodulation des eigentlichen Digital-Signals erfolgreich ist.

RSID wird von einigen Computer-Programmen für Funkamateure unterstützt, z. B. von FLDIGI für Linux und Windows.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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