Regierung von Oberfranken

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Regierung von Oberfranken

Coat of arms of Bavaria.svg
Staatliche Ebene Regierung
Stellung Landesmittelbehörde
Aufsichtsbehörde Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration
Gründung 1810 (als Mainkreis, ab 1817 Obermainkreis, seit 1838 Regierung von Oberfranken)
Hauptsitz Bayreuth
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz
Bedienstete über 750
Netzauftritt https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/

Gebäudezeile in der Kanzleistraße

Die Regierung von Oberfranken mit Sitz in Bayreuth ist eine von sieben Bezirksregierungen in Bayern. Die Regierung vertritt und repräsentiert die Staatsregierung im Regierungsbezirk, aber auch den Regierungsbezirk gegenüber der Staatsregierung.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierung ist im Aufbau der bayerischen Staatsverwaltung die Mittelbehörde für den Regierungsbezirk Oberfranken, zwischen den bayerischen Staatsministerien und den Behörden der Unterstufe, z. B. den Landratsämtern und kreisfreien Städten.

Bündelung

Die Regierung von Oberfranken bündelt Verwaltungsleistungen aus fast allen bayerischen Staatsministerien unter einem Dach. Über 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedenster Fachrichtungen arbeiten hier für die Entwicklung der Region, z. B. in den Bereichen Architektur, Chemie, Geographie, Human-/Veterinärmedizin, Ingenieurwesen, Verwaltungsrecht, Pädagogik und Pharmazie.

Koordinierung

Die Regierung von Oberfranken koordiniert etwa bei großen Infrastrukturprojekten unterschiedliche Interessen und entscheidet in Vorhaben, die mehrere Lebensbereiche gleichzeitig betreffen.

Förderung

Die Regierung von Oberfranken setzt zahlreiche Förderprogramme um und bewegt dabei jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Der größte Teil des Geldes stammt aus dem bayerischen Staatshaushalt und wird vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellt. Weitere Mittel kommen vom Bund und der EU.

Beratung

Die Regierung von Oberfranken berät und beaufsichtigt als unparteiische Staatsbehörde nachgeordnete staatliche Behörden sowie die neun oberfränkischen Landkreise, die vier kreisfreien Städte und teilweise die fünf Großen Kreisstädte.

Rechtsschutz

Die Regierung von Oberfranken bietet mit dem Widerspruchsverfahren insbesondere in Teilen des Sozialrechts einen kostengünstigen und effektiven Rechtsschutz und geht allgemeinen Beschwerden nach.

Ehemalige Regierungspräsidenten von Oberfranken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(bis 1837 „Generalkommissäre“)[1][2]

Amtszeit Regierungspräsident
1810–1814 Friedrich Karl Graf von Thürnheim
1815–1832 Constantin Ludwig Freiherr von Welden
1832–1837, 1838–1840 Ferdinand Freiherr von Andrian-Werburg
1840–1857 Melchior Ritter von Stenglein
1858–1863 Friedrich von Podewils
1863–1864 Nikolaus von Koch
1864–1868 Theodor von Zwehl
1868–1873 Ernst von Lerchenfeld
1873–1876 Hugo Freiherr von Herman
1876–1893 Karl Alexander von Burchtorff
1893–1909 Rudolph von Roman
1909–1916 Gustav Ritter von Brenner
1916–1932 Otto von Strössenreuther
1933–1934* Hans Georg Hofmann
1934–1944* Hans Dippold
1944–1945* Heinrich Detloff von Kalben
1945* Geheimrat Ernst Reichard
1945–1948* Hans Schregle
1948–1956 Ludwig Gebhard
1957–1973 Fritz Stahler
1973–1989 Wolfgang Winkler
1989–1998 Erich Haniel
1998–2006 Hans Angerer
2006–2016 Wilhelm Wenning

Anmerkung: 1933 bis 1948 gemeinsamer Regierungspräsident mit Mittelfranken

Dienststellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäudezeile in der Kanzleistraße, vor 1913
  •        Hauptgebäude: Gebäudekomplex Ludwigstraße 20
  •        Maximilianstraße 6
  •        Glasenappweg 1 (Küchengebäude)
  •        Glasenappweg 2 (Neues Schloss, Damenflügel)
  •        Wittelsbacherring 3
  •        Wilhelm-Busch-Straße 2
  •        Ludwig-Thoma-Straße 14
  •        Luitpoldplatz 7–9
  •        Weitere Dienststellen:
  •        Bamberg: ANKER-Einrichtung Oberfranken (Erlenweg 4)
  •        Coburg: Gewerbeaufsichtsamt (Oberer Bürglaß 34–36)

Präsidialbau der Regierung von Oberfranken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidialbau der Regierung von Oberfranken (Ludwigstr. 20)

Der repräsentative Präsidialbau der Regierung von Oberfranken in Bayreuth stammt aus dem Spätbarock und beherbergt im ersten Obergeschoss unter anderem das Büro der Regierungspräsidentin sowie den Landratssaal.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Nöth und Klaus Rupprecht: Die Präsidenten – 200 Jahre Regierung von Oberfranken in Bayreuth, Bamberg 2010. Stegaurach: Wissenschaftlicher Kommissionsverlag, ISBN 978-3-940804-02-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Regierung von Oberfranken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schärl, Walter, Die Zusammensetzung der bayerischen Beamtenschaft von 1806 bis 1918, Kallmünz 1955; Bayer, Adolf, Brügels Onoldia, Heft II, Ansbach 1955.
  2. Stefan Nöth/Klaus Rupprecht (Hrsg.): Die Präsidenten. 200 Jahre Regierung von Oberfranken in Bayreuth., Staatsarchiv Bamberg, 2010.

Koordinaten: 49° 56′ 32,3″ N, 11° 34′ 33,1″ O