Regina Frey

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Regina Frey (* 1966 in München) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin. Sie leitet die Geschäftsstelle zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung[1] am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Sie ist Fachexpertin für Gleichstellungspolitik und hat im Themenfeld zahlreiche Veröffentlichungen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regina Frey erlangte das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg an der Schule für Erwachsenenbildung (SFE) in Berlin. Sie studierte Politikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Freien Universität Berlin. Nach ihrem Abschluss absolvierte sie das „Entwicklungspolitische Zusatzstudium“ am Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1996 bis 2001 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin. Sie promovierte am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften. Im Jahr 2002 gründete sie das genderbüro in Berlin. Mit dem genderbüro bot Regina Frey sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung sowie Weiterbildungen im Politikfeld Gleichstellung an. Von 2009 bis 2014 war Regina Frey Mitgesellschafterin in der Agentur für Gleichstellung im ESF. Die Agentur begleitete die Umsetzung von Gender Mainstreaming im Bundesprogramm des Europäischen Sozialfonds u.a. durch Fachexpertisen, Handreichungen und Veranstaltungen. Von 2010 bis 2012 war Regina Frey im Gründungsvorstand der Fachgesellschaft Gender Studies. Seit Mitte 2015 leitet sie die Geschäftsstelle des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung. Regina Frey setzt sich für die Weiterentwicklung und Verbesserung gleichstellungspolitischer Maßnahmen ein. Sie ist Mitverfasserin des Gender-Manifests 2006, das zu einer kritisch reflektierten genderorientierten Bildung und Beratung aufruft. Auch ist sie Mitinitiatorin des gleichstellungspolitischen Aufrufs „gleichstellung-jetzt“ zur Bundestagswahl 2013. Sie ist Teil des European Gender Budgeting Network. Sie ist Mitglied im Beirat des Projekts „Good Diversity – Strategien und Umsetzungsoptionen für neue Anforderungen an die Gleichstellungspolitik an deutschen Hochschulen“ an der Freien Universität Berlin.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trainingshandbuch. Gender und Gender Mainstreaming in der Entwicklungszusammenarbeit. Impulse für eine genderreflektierte und an Geschlechtergerechtigkeit orientierte Arbeit von Nichtregierungsorganisationen. Herausgegeben von WIDE Austria– Netzwerk Women in Development Europe & genderbüro Berlin. Verlag docupoint, Magdeburg, 2008.
  • Gender im Mainstreaming. Geschlechtertheorie- und -praxis im internationalen Diskurs. Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag.

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gender Mainstreaming im Europäischen Sozialfonds. Ziele, Methoden, Perspektiven. Agentur für Gleichstellung im ESF Berlin 2014.
  • Warum Männer und Frauen zuhören und einparken können – oder warum eine theoretisch inspirierte Gender-Praxis angebracht ist. In: Netzwerk Gender Training (Hg.): Geschlechterverhältnisse bewegen. Erfahrungen mit Gender Training. Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Taunus 2004, S. 39-46.

Buchbeiträge und Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Interlinking Gender Responsiveness and Participation in Public Budgeting Processes. In: Cecilia Ng (2016) (Hg): Gender Responsive and Participatory Budgeting Imperatives for Equitable Public Expenditure. Springer Verlag Berlin 2016.
  • mit Marc Gärtner, Manfred Köhnen und Sebastian Scheele: Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie: Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse. Band 9. Heinrich Böll Stiftung/Gunda Werner Institut (Hg.).
  • mit Sebastian Scheele: Eine kurze Geschichte der Demontage. Institutionelle Mechanismen im Sinne der Aktionsplattform gibt es in Deutschland nicht mehr. In: FrauenRat Nr. 1/2015, S. 24/25.
  • Gender Budgeting als Beitrag zu einer guten Regierungsführung. In: Gleichstellung in der Praxis, Nr. 3 (2014), 10. Jg., S. 19-23.
  • Vom Wissen, vom Wollen und vom Handeln: Gleichstellungsorientierte Beratung und Fortbildung. In: Agentur für Gleichstellung im ESF (2014), S. 74 – 89.
  • mit Benno Savioli: Gender Budgeting im ESF: Mittelbezogenes Gender-Monitoring oder Gleichstellungsstrategie? In: Agentur für Gleichstellung im ESF (2014), S. 106-125.
  • Gender Studies und Gender-Praxis – eine diskursive Einbahnstraße? In: Stiegler, Barbara (Hg.) (2012): Erfolgreiche Geschlechterpolitik: Ansprüche – Entwicklungen – Ergebnisse. Friedrich-Ebert-Stiftung: WISO-Diskurs, S. 77-87.
  • Warum macht Gender Mainstreaming Sinn? In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.) (2012): Online-Dossier: Gender Mainstreaming.
  • Gender Budgeting als geschlechterpolitische Strategie. In: Internationale Politik und Gesellschaft (IPG), Heft 2/2010, S.35-47.
  • Wer hat Angst vor Gender Mainstreaming? Zum transformativen Gehalt einer systemimmanenten Strategie. In: Pates, Rebecca/ Froböse, Ulrike/ Donat, Esther 2009 (Hg.): Nie wieder Sex. Geschlechterforschung am Ende des Geschlechts. VS-Verlag, S. 43-55.
  • mit Thomas Claus (GISA), unter Mitarbeit von Petra Ahrens und Irene Pimminger: Gender Mainstreaming in der Regionalentwicklung: Analyse und Impulse für das Land Bremen. Magdeburg: Docupoint.
  • Zur Kategorie Gender im Managing Diversity. Kritik und Anforderungen. In: Koall, Iris/Bruchhagen, Verena/Höher, Friederike 2007 (Hg.): Diversity Outlooks. Managing Diversity zwischen Ethik, Profit und Antidiskriminierung. Reihe: Managing Diversity, Bd. 6. Münster, LIT Verlag, S. 128-139.
  • Gender Budgeting – Neue Wunderstrategie in der Gleichstellungspolitik? In: Gleichstellung in der Praxis (GiP), Heft 5/2006, S.7-11.
  • Entwicklungslinien: Zur Entstehung von Gender Mainstreaming in internationalen Zusammenhängen. In: Meuser, Michael/ Neusüss, Claudia 2004: Gender Mainstreaming. Konzepte – Handlungsfelder – Instrumente. Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung Nr. 418, Bonn, S. 24-39.
  • Das bisschen Haushalt? Gender Budgeting als geschlechterpolitische Strategie. In: Wrede, Birgitta 2003 (Hg.): Geschlecht und Geld: Tabus, Paradoxien, Ideen. Leske und Budrich, S. 87-102.

Expertisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung – Geschäftsstelle, abgerufen am 27. März 2017.