Regionalmarke

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Regionalmarken sind ein Instrument der Nachhaltigen Regionalentwicklung im ländlichen Raum. Sie sind nicht gleichzusetzen mit der geschützten Herkunftsbezeichnung auf nationaler oder europäischer Ebene.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft schrieb im Jahr 2001 den Wettbewerb „Regionen aktiv – Land gestaltet Zukunft“ aus. Seitdem wurde in Deutschland eine ganze Reihe von Regionalmarken gegründet. Eine einheitliche Definition davon was Regionalmarketing oder eine Regionalmarke ist, existiert dabei nicht.[1]

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Gemeinsamkeit der deutschen Regionalmarken kann jedoch das Bemühen gesehen werden, der Globalisierung und Monopolisierung – insbesondere im Bereich der Lebensmittel – durch eine Rückbesinnung auf regional produzierte Produkte und Dienstleistungen entgegen zuwirken. Weitestgehend alle Rohstoffe etc. sollen aus der jeweiligen Region kommen und dort auch verarbeitet werden. Auch die Wertschöpfung soll so in der jeweiligen Region bleiben.[2] Regionalmarken treten gemeinsam unter einem Markenlogo an. Betriebe, Produzenten oder Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte und Lebensmittel (z. B. Regionalmarke Echt Schwarzwald) können gegen Gebühr an die regionale Vermarktungsgesellschaft den jeweiligen Markenname und ggf. weitere Marketing- oder Beratungsinstrumente nutzen. Aber auch gastronomische Betriebe, Holzproduzenten (z. B. Regionalmarke Mittelelbe) oder Tourismusbetriebe (z. B. Regionalmarke Uckermark) nutzen Regionalmarken. Die Regionalmarke Eifel hat das Konzept sogar auf die lokalen Arbeitgeber ausgeweitet. Die jeweilige Vermarktungsgesellschaft betreibt für ihre Mitglieder Lobby- und Imagearbeit. Etwa auf Messen wie der Grüne Woche, Anuga oder Tourismusmessen.

Beispiele für Regionalmarken in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Natürlich Niederrhein
  • Regionalmarke Eifel
  • SooNahe (Raum Nahe und Hunsrück)
  • Echt Schwarzwald
  • Echt Odenwald
  • Thüringer Wald
  • Albgemacht

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tobias Altmann: Dachmarkenprozesse in der Regionalentwicklung, S. 19f. Technische Universität Kaiserslautern 2011. Abgerufen am 27. November 2015.
  2. Christian Drache: Regionalmarken: Instrumente nachhaltiger Regionalentwicklung auf dem Prüfstand. Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 2011. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. März 2016; abgerufen am 27. November 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mnf.uni-greifswald.de