Reichsbahndirektion Breslau

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Reichsbahndirektion Breslau
(früher: Königliche Eisenbahndirektion Breslau)

Die Reichsbahndirektion Breslau war ein Verwaltungsbezirk der Deutschen Reichsbahn mit Sitz in Breslau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reichsbahndirektion ging aus der 1895 eingerichteten Königlichen Eisenbahndirektion Breslau (KED Breslau) hervor. Das Gebiet dieser Bahndirektion erstreckte sich (bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges) über den Großteil der preußischen Provinz Niederschlesien.

Seit Juni 1914 baute die Bahndirektion den elektrischen Bahnbetrieb in Schlesien auf, wobei je nach Gegebenheiten mit ruhendem und rollendem Material experimentiert wurde. Der elektrische Betrieb verband Breslau im Osten mit Görlitz im Westen Niederschlesiens. Der elektrische Betrieb brach im Februar 1945 durch Kriegseinwirkung zusammen.

Die näher rückende Ostfront zwang die Verwaltung der Reichsbahndirektion 1945 zur Evakuierung der Dienststellen. Am frühen Morgen des 27. Januar 1945 traf der Präsident des Reichsbahndirektion und einem Sonderstab mit einem Befehlszug im Bahnhof Görlitz ein. Bis die Sowjetarmee den Ring um die Festung Breslau schloss, verkehrte zwischen beiden Städten täglich ein Triebwagenzug im Kurierverkehr. Der Zug war lediglich Personen mit einem Kurierausweis vorbehalten. Mitte Februar 1945 begann die Verlegung der Direktionsbediensteten nach Erfurt.[1] Die Strecken westlich der Lausitzer Neiße übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg die Reichsbahndirektion Dresden.

Bedeutende Strecken innerhalb der Direktion waren:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amtlicher Taschenfahrplan Reichsbahndirektion für Niederschlesien und Oberschlesien sowie der angrenzenden Gebiete – Jahresfahrplan 1944/1945, Fahrplan der Reichsbahndirektionen Breslau und Oppeln – Gültig vom 3. Juli 1944 bis auf weiteres, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1. Reprint-Auflage 2006, ISBN 978-3-938997-32-1

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralph Schermann: Eisenbahner ohne Rückfahrkarte. In: Sächsische Zeitung – Görlitzer Nachrichten. 2. Mai 2015 (sz-online.de).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]