Renata Jaworska

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Einzelausstellung von Renata Jaworska stellt im Museum Ratingen 2018
Renata Jaworska

Renata Jaworska (* 1979 in Zwoleń) ist eine polnische Künstlerin (Malerei, Zeichnung, Grafik und Performance). Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf und am Bodensee.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renata Jaworska ist Absolventin der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf (2006) und war Meisterschülerin bei Jörg Immendorff.

Noch als Schülerin des Józef Chełmoński Gymnasiums für Bildende Künste in Nałęczów besuchte sie im Jahr 1998 die Ausstellung: "Znaki, symbole i wizje"[1] (Zeichen, Symbole und Visionen) von Jörg Immendorff im Nationalmuseum in Warschau. Dies beeinflusste die Wahl ihrer zukünftigen Akademie und ihres Meisters. Unmittelbar nach dem Abitur wurde sie an der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen.

Während ihres Studiums (Klasse Immendorff)[2] gestaltete sie das Bühnenbild[3] für die Oper: "Die menschliche Stimme" (fr. La voix humaine) von Francis Poulenc. Dieses Projekt entstand im Rahmen der Zusammenarbeit der Kunstakademie Düsseldorf, Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und der Deutschen Oper am Rhein. Es handelt sich um eine Monooper nach einem 1930 erschienen Theaterstück von Jean Cocteau. Die Oper wurde nach der Eröffnungsrede zum Rundgang vom Rektor Markus Lüpertz in der Aula der Kunstakademie Düsseldorf im Jahr 2002 aufgeführt.

2007 war sie Stipendiatin der Stiftung „Lepsien Art Foundation“. Sie erhielt zahlreiche weitere Stipendien in Deutschland und den USA. Während ihres Aufenthaltes in London 2010 entstand das Videoprojekt „119-minute-circle. The International Congress at the Whitechapel Gallery in London“,[4] das u. a. im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster 2018 im Rahmen des Großprojektes „Frieden“ und "Rethinking Guernica" im Museo Reina Sofia[5] präsentiert wurde. Jaworska wurde für eine Residency ausgewählt in Zusammenarbeit mit u. a. National Museum of Contemporary History MNZS[6] Ljubljana in Slowenien, Galeria Labirynt in Lublin[7], Polen und National Museum of Contemporary Art Athens EMST in Griechenland[8]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renata Jaworskas Ausstellung „Karten und Gebiete“ („Les cartes et les territoires“ nach dem Roman von Michel Houellebecq) im Biurze Wystaw Artystycznych BWA w Kielcach[9] im Jahr 2018 war ihre dritte Einzelausstellung in Polen. Vorangegangen waren Ausstellungen in der rumänischen Botschaft in Warschau im Jahr 2008 und in der Galerie 58 in Radom im Jahr 2017.

In der Galerie 58 zeigte sie eine Reihe von Arbeiten, die eigens für diese Ausstellung geschaffen wurden. Die Künstlerin untersuchte die Relation zwischen Schall und Raum. Sie suchte nach Antworten über die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Gebiet, der Religion und der Gesellschaft. Ausgangspunkt für diese neuen Arbeiten war die Glocke, die ihr Ururgroßvater Jan Skrzypczak der Garnisonskirche von Sw. Stanislaw in Radom gespendet hatte.

Sie arbeitet mit unterschiedlichen Medien, darunter Zeichnung, Malerei, Film, Objekten und Interventionen im öffentlichen Raum[10]. Ihre Werke werden international ausgestellt zuletzt u. a. KUNSTHALLE Düsseldorf (2019), 5. Biennale der Zeichnung in Nürnberg (2019), BWA w Kielcach, Polen (2018), Dumbo Arts Festival, Brooklyn NY (2014), L’Espozisione internationale d’arte „Piccola Germania“ Mostra Internationale, Lido di Venezia (2009), „Von Pferden und Affen“ Museum Ludwig in Koblenz (2007). Ihre Werke befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 "Die Badende" Diplomausstellung | Klasse Immendorff | Kunstakademie Düsseldorf
  • 2008 Renata Jaworska | Rumänische Botschaft in Warschau, Polen
  • 2014 „Eine Explosion wie von 30 Atombomben“, Museum Engen
  • 2015 „Geschichten vom Kontrollierten Zufall“, (mit Marcus Schwier) Hagnau
  • 2018 „W zgodzie – panie Janie Kochanowski“, Dom Kultury Zwoleń, Polen
  • 2018 Renata Jaworska: „Mapy i terytoria“, BWA Biuro Wystaw Artystycznych, Kielce, Polen
  • 2018 Renata Jaworska: „SUPER Land, SUPER Rheinland“[11], Museum Ratingen
  • 2019 Renata Jaworska: „Zeichnungen“ | Galeriehaus Nord, Nürnberg im Rahmen der 5. Biennale der Zeichnung[12]
  • 2019 Kunsthalle Düsseldorf: Nachtfoyer
  • 2019 Renata Jaworska: „Unnötige Förmlichkeiten“, Stadtgalerie Markdorf
  • 2019 Renata Jaworska: „Verortung“, Städtische Galerie Villingen-Schwenningen

Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Pferd I. Zeitung der Klasse Immendorff, 2003.
  • Das Pferd II. Zeitung der Klasse Immendorff, 2004.
  • Das Pferd III. Zeitung der Klasse Immendorff, 2005.
  • Von Pferden und Affen. Museum Ludwig, Texte Beate Reifenscheidt, Katrin Meine, Hrsg. Geuer & Breckner, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-939452-09-6.
  • Young Polish Art Festival. Deconstruction Project (London, England). Text Agnieszka Kucharko, OFF Pres, London 2010, ISBN 978-0-9563946-1-3.
  • SALEM2SALEM. Salem, Bodenseekreis – Salem, New York. Gessler, Friedrichshafen 2012, ISBN 978-3-86136-172-5.
  • Renata Jaworska. Texte: Ludwig Seyfarth, Bernd Stiegler, Stefan Feucht, Grupello Verlag, Düsseldorf 2014, ISBN 978-3-89978-233-2.
  • Renata Jaworska und Marcus Schwier. Geschichten vom Kontrollierten Zufall. Texte: Simon Blümcke, Johannes Honeck | Nünnerich-Asmus, Mainz 2015, ISBN 978-3-945751-18-3.
  • Dionysos. Spuren eines Mythos. Deutsche und polnische Kunst der Gegenwart. Texte Heike Frommer, Barbara Major, Miejska Galeria Sztuki w Częstochowie, Salem 2017, ISBN 978-83-89328-57-1.
  • SINGENKUNST. Spurensuche 7+7. Kunstverein Singen, Singen 2018, ISBN 978-3-942058-11-7.
  • Renata Jaworska: "119-minute circle. The International Congress at the Whitechapel Gallery" Kunstmuseum Pablo Picasso, Text: Alexander Gaude | Grupello Verlag, Düsseldorf 2018, ISBN 978-3-89978-317-9.
  • Renata Jaworska: Mapy i terytoria. Texte: Stanislawa Zacharko, Monika Cybulska, Julian Denzler, BWA Kielce, Wydawnictwo Biuro Wystaw Artystycznych w Kielcach 2018, ISBN 978-83-950017-9-6.
  • Renata Jaworska: "Superland –- Superrheinland" Text: Alexandra König, Hrsg. Museum Ratingen, 2018, ISBN 978-3-926538-74-1.
  • Renata Jaworska: Malerei, Zeichnung, Bühnenbild. Text: Gregor Jansen, Original-Verlag 2019, ISBN 978-3-948270-00-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg Immendorff - znaki, symbole i wizje - Zeichen, Symbole und Visionen. In: zvab.com. Abgerufen am 17. April 2021 (von Folga-Januszewska, Dorota [Hrsg.]: (1998) ISBN 837100012X, Verkäufer: Antiquariat Lenzen).
  2. Ausstellungskatalog: Klasse Immendorff. Von Pferden und Affen –. In: Kunstverlag Till Breckner - Günther Uecker, Heinz Mack, Otto Piene, ... 26. Januar 2018, abgerufen am 9. April 2021.
  3. La voix humaine. Abgerufen am 9. April 2021.
  4. Whitechapel Gallery and Renata Jaworska. In: originalnews.com. 14. März 2010, abgerufen am 29. Juli 2018.
  5. Una mesa redonda de 119 minutos. El Congreso Internacional de la Whitechapel Gallery. | Repensar Guernica. Abgerufen am 25. Dezember 2020 (spanisch).
  6. National Museum of Contemporary History in Slovenia. 2021, abgerufen am 14. April 2021.
  7. Renata Jaworska i Galeria Labirynt w Lublinie: Przedstawiamy artystów i artystki! In: Galeria Labirynt. 10. April 2021, abgerufen am 10. April 2021 (pl-PL).
  8. Renata Jaworska | National Museum of Contemporary Art Athens EMST in Athen - selected artist. 10. April 2021, abgerufen am 10. April 2021 (amerikanisches Englisch).
  9. Renata Jaworska. In: Biuro Wystaw Artystycznych w Kielcach. Abgerufen am 30. Juli 2018 (pl-PL).
  10. A state of the art Mural painting - Renata Jaworska. In: renata.jaworska. 29. Januar 2020, abgerufen am 9. April 2021.
  11. Museum Ratingen - Renata Jaworska. Superland Superrheinland. Abgerufen am 23. August 2020.
  12. Renata Jaworska (Düsseldorf) 5. Bienale der Zeichnung. Abgerufen am 23. August 2020 (deutsch).
  13. La Triennale Européenne de l’Estampe Contemporaine, abgerufen am 11. Oktober 2018
  14. Picasso-Museum: Picasso - Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube. Abgerufen am 23. August 2020.
  15. CENTRUM SZTUKI WSPÓŁCZESNEJ W TORUNIU | CSW - Renata Jaworska. 26. Juli 2021, abgerufen am 26. Juli 2021.