Renate Bergmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Renate Bergmann ist das Pseudonym des deutschen humoristischen Schriftstellers Torsten Rohde (* 1974 in Genthin), unter dem er seine Werke veröffentlicht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rohde studierte an der Technischen Hochschule Brandenburg Betriebswirtschaftslehre und arbeitete anschließend als Controller in Genthin. Seit 2016 wohnt er in Berlin.[1]

Auf Familienfesten kam Rohde die Idee für seine Figuren.[2] Am 16. Januar 2013 setzte seine Renate Bergmann ihren ersten Tweet ab. Nachdem die Fangemeinde schnell wuchs, veröffentlichte sie 2014 mit Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker. Eine Online-Omi sagt, wie’s ist ihr erstes Buch. Das schaffte es auf Anhieb in die Spiegel-Bestsellerliste und wurde auch ins Koreanische übersetzt. Seitdem hat sie im Rowohlt Verlag mehrere, ebenfalls erfolgreiche Taschenbücher veröffentlicht.

Bei Lesungen wird Renate Bergmann von Schauspielerinnen verkörpert, so seit Mitte 2015 von Anke Siefken, die diese Rolle bereits in der Theaterei Herrlingen in Ulm gespielt hat.[3]

Kunstfigur Renate Bergmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renate Bergmann, geb. Strelemann, ist 82 Jahre alt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Trümmerfrau und dann Reichsbahnerin. Sie lebt alleine und ist vierfach verwitwet: Otto, Franz, Wilhelm und Walter. Die liegen auf vier verschiedenen Friedhöfen in Berlin und die Grabpflege erfordert viel Zeit und logistische Anstrengungen. Mit Otto hat sie eine 50-jährige Tochter: Kirsten, die im Sauerland wohnt, ist das genaue Gegenteil ihrer Mutter: esoterisch, „Weganerin“ und verdient ihr Geld als Tiertherapeutin. Konventionen werden von Renate hochgehalten und im Haushalt macht ihr keiner was vor. Allerdings trinkt sie gerne mal einen Nordhäuser Korn, und dass sie neugierig ist, würde sie niemals zugeben. Nach der Wende zog sie in den Westteil der Stadt nach Berlin-Spandau. Mit ihrer besten Freundin Gertrud Potter schleicht sie sich oft beim Leichenschmaus ein. Auch mit dem befreundeten Rentnerehepaar Ilse und Kurt Gläser unternimmt sie viel.

Nachdem sie von ihrem Großneffen Stefan ein „Händi“ bekommen hat, entdeckt sie als Online-Omi die Welt von „Fäßbock“, „Twitter“ & Co. Weil sie daran Gefallen gefunden hat, tippt sie ihre Geschichten in einen „Klappcomputer“ und erobert nun die analoge Welt der Bücher.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Dritter Platz beim LovelyBooks-Leserpreis in der Kategorie Humor für Das bisschen Hüfte, meine Güte[4]
  • 2016: Zweiter Platz beim LovelyBooks-Leserpreis in der Kategorie Humor für Wer erbt, muss auch gießen[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker. Eine Online-Omi sagt, wie’s ist. Rowohlt, 2014, ISBN 978-3499236907
  • Das bisschen Hüfte, meine Güte. Die Online-Omi muss in Reha. Rowohlt, 2015, ISBN 978-3499270444
  • Über Topflappen freut sich ja jeder. Weihnachten mit der Online-Omi. Rowohlt, 2015, ISBN 978-3499271656
  • Wer erbt, muss auch gießen. Die Online-Omi teilt auf. Rowohlt, 2016, ISBN 978-3499272912
  • mit Tex Rubinowitz, Sandra Lüpkes u. a.: Süßer die Böller nie klingen … Geschichten über die irre besinnliche Zeit zwischen Weihnachten und Silvester. Rowohlt, 2016, ISBN 978-3499632334
  • Wir brauchen viel mehr Schafe. Die Online-Omi macht Theater. Rowohlt, 2016, ISBN 978-3499272899
  • Kennense noch Blümchenkaffee? Die Online-Omi erklärt die Welt. Rowohlt, 2016, ISBN 978-3499290749
  • Das kann man doch noch essen: Renate Bergmanns großes Haushalts- und Kochbuch. Rowohlt, 2017, ISBN 978-3499272905
  • Besser als Bus fahren. Die Online-Omi legt ab. Rowohlt, 2017, ISBN 978-3-499-29094-7
  • Ich seh den Baum noch fallen: Renate Bergmanns Weihnachtsabenteuer. Rowohlt, 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Twitter-Oma Renate Bergmann ist zurück. In: Volksstimme. 26. Juli 2016, abgerufen am 24. Januar 2017.
  2. Twitter-Omi Renate Bergmann in Leipzig. In: Leipziger Volkszeitung. 29. Dezember 2015. Abgerufen am 16. Januar 2017.
  3. Die Twitter-Oma nimmt kein Blatt vor den Mund. In: Augsburger Allgemeine. 15. April 2015. Abgerufen am 19. Januar 2017.
  4. Gewinner 2015 in der Kategorie Humor. Abgerufen am 19. Januar 2017.
  5. Preisträger 2016 in der Kategorie Humor. Abgerufen am 19. Januar 2017.