Republik Ancona

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Grenzen der mittelalterlichen Republik (15. Jh)
Flagge der mittelalterlichen Republik
Wappen von Ancona, mittelalterlichen Ursprungs

Anconesische Republik (italienisch: Repubblica Anconitana) wird eine kurzlebige Tochterrepublik der Französischen Revolution in den mittelitalienischen Marken bezeichnet. Bereits im Mittelalter hatte es seit 11. Jahrhundert eine selbständige Seerepublik gegeben (Republik Ancona, italienisch: Repubblica di Ancona), ehe sie 1532 unter päpstliche Herrschaft gefallen war.

Republik Ancona (Seerepublik)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1000 wurde Ancona immer unabhängiger, die oft widerstreitenden gegen den nahe gelegenen Kraft Venedig, die freie Häfen in der Adria nicht akzeptierte. Eine oligarchische Republik, Ancona wurde von sechs Ältesten regiert, die von den drei terzieri, in die die Stadt geteilt wurde gewählt: S. Pietro, Porto und Capodimonte. Es hatte eine Münze für sich, die Agontano, und eine Reihe von Gesetzen, wie Statuti del mare e del Terzenale (Gesetze des Meeres und der Werft) und Statuti della Dogana (Zollgesetze) bekannt[1].

Ancona wurde in der Regel mit Republik Ragusa und dem Byzantinischen Reich verbündet[1].

In 1137 (Lothar III. ), und 1167 (Friedrich I. Barbarossa) war es stark genug, um die Kräfte des Heiligen Römischen Reiches zurück zu schieben[2]. Im Jahr 1173 Ancona wurde von Christian I. von Buch belagert, Erzbischof von Mainz und Erzkanzler des Heiliges Römisches Reich; die kaiserliche Armee war Verbündeter der Republik Venedig. Ancona gewann die Belagerung, nach einigen Monaten des schwierigen Widerstands[3].

Nach der Belagerung begannen die fetten Jahre der Stadt mit einer langen Blütezeit, die bedingt durch den Hafen durch einen lebhaften Handel begünstigt wurde, mit dem östlichen Mittelmeer und dem Schwarzen Meer. Es wurden öffentliche Gebäude und Kirchen erbaut. Es hatte Einlagen und Konsulate in Konstantinopel, Afrika (Alexandria und Tripolis) Dalmatien (Ragusa und Segna), Schwarzes Meer (Trabzon und Constanța), Levantisches Meer (Akkon, Laodicea, Laiazzo, Zypern), Ägäisches Meer (Chios), und Spanien (Barcelona und Valencia)[4].

Anconitan Schiffe nahmen an der Kreuzzüge, und ihre Navigatoren enthalten Cyriacus von Ancona; er gilt als einer der Vorläufer der modernen Klassischen Archäologie und als einer der ersten Epigraphiker[5]. Im Kampf zwischen den Päpsten und den heiligen römischen Kaiser, die Italien aus dem 12. Jahrhundert beunruhigt, Einseitiges Ancona mit den Welfen.

Im Jahr 1532 ging die Stadt an den Kirchenstaat über Papst Clemens VII. Benutzte die neu errichtete Zitadelle als Trojanisches Pferd[6].

Anconesische Republik (Tochterrepublik)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Flagge der neuzeitlichen Republik

Im Ergebnis seines Italienfeldzugs schuf der französische General Napoleon Bonaparte auf dem von französischen Truppen besetzten Gebiet des Kirchenstaates am 19. November 1797 in Ancona eine separate Republik, die am 7. März 1798 wieder Rom angegliedert wurde, nachdem die Franzosen dort eine Römische Republik errichtet hatten.

Die Republik umfasste neben der Stadt Ancona auch die Gemeinden Senigallia, Jesi, Macerata, Pesaro, Urbania, Urbino und Fano. Die Regierungsgeschäfte führte ein Konsul.

Settimana Rossa („Rote Woche“)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen eines Antikriegsaufstandes kam es im Juni 1914 zu Barrikadenkämpfen in Ancona („Rote Woche“); für die Romagna und die Marken wurde von sozialistischen Arbeitern und Gewerkschaftern erneut die Republik ausgerufen; der Aufstand wurde aber von bis zu 100.000 königlichen Soldaten niedergeschlagen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Repubblica di Ancona (Seerepublik)

  • Joachim-Felix Leonhard: Die Seestadt Ancona im Spätmittelalter: Politik u. Handel, Niemeyer, Tübingen 1983

Repubblica Anconitana (Tochterrepublik)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mario Natalucci, Ancona nel Medioevo, Unione arti grafiche, Città di Castello (1960)
  2. Ancona. In: Enzyklopädie Treccani, abgerufen am 26. Dezember 2017.
  3. Boncompagno da Signa, Liber de obsidione Anconae, Zanichelli (1937); Boncompagno da Signa,L'assedio di Ancona Viella (1999). ISBN 9788883340000.
  4. Joachim-Felix Leonhard, Die Seestadt Ancona im Spätmittelalter: Politik u. Handel, Niemeyer, Tübingen (1983)
  5. Cyriac of Ancona was the most enterprising and prolific recorder of Greek and Roman antiquities, particularly inscriptions, in the fifteenth century, and the general accuracy of his records entitles him to be called the founding father of modern classical archeology; Edward W. Bodnar, Later travels, mit Clive Foss (2004) ISBN 9780674007581
  6. August Daniel freiherr von Binzer, Heinrich August Pierer, Encyclopädisches wörterbuch der wissenschaften künste und gewerbe, bearbeitet von mehreren gelehrten; Literatur-comptoir, 1833.