Rinterzelt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Rinterzelt

Das Rinterzelt ist eine zeltförmige Abfallbehandlungsanlage der Stadt Wien am Rautenweg im 22. Bezirk in der Nähe der Deponie Rautenweg. Bekannt wurde die Anlage vor allem durch die architektonisch auffällige zeltförmige Hallenkonstruktion. Sie hat einen Durchmesser von 170 m und eine Höhe von 68 m.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Rinter AG (Recycling International) errichtete 1980/81 auf dem Gelände eine automatische Sortieranlage. Sie erhielt den Namen „Rinterzelt“, unter dem sie bis heute bekannt ist. Allerdings konnte die Anlage die gesetzlichen Anforderungen bezüglich der Gewinnung von Wertstoffen nicht erfüllen. Daher wurde das Rinterzelt 1983 geschlossen und 1986 durch die Stadt Wien neu errichtet. Weitere Baulichkeiten kamen 1989 hinzu.

Im Juni 2016 wurde bekannt gegeben, dass das hauptsächlich aus Holz gebaute Rinterzelt im Jahr 2018 aufgrund seines desolaten Zustandes sowie zu hoher Instandsetzungskosten abgerissen und durch mehrere kleinere Bauten ersetzt wird.[1]

Organisation und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute wird das Rinterzelt von der Magistratsabteilung 48 der Stadt Wien betrieben und offiziell als „48er-Zelt“ oder „ABA“ (Abfallbehandlungsanlage) bezeichnet. Die Anlage verfügt derzeit über folgende Möglichkeiten der Altstoffbehandlung:

  • Sortieranlage
  • Kompostaufbereitungsanlage für das Kompostwerk Lobau
  • Behandlungsanlage für Verbrennungsrückstände (Schlackenrückstände)
  • Zentrales Problemstoffzwischenlager
  • Behandlung von Elektro- und Elektronikaltgeräten und Altkühlgeräten
  • Bahnverladung
  • Mistplatz
  • Labor (Kontrolle)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rinterzelt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wien.orf.at - "Rinterzelt wird 2018 abgerissen"

Koordinaten: 48° 15′ 47″ N, 16° 28′ 0″ O