Rosalöffler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rosalöffler
Platalea ajaja qtl2.jpg

Rosalöffler (Platalea ajaja)

Systematik
Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)
Unterfamilie: Löffler (Plataleinae)
Gattung: Platalea
Art: Rosalöffler
Wissenschaftlicher Name
Platalea ajaja
(Linnaeus, 1758)
Rosalöffler im Flug

Der Rosalöffler (Platalea ajaja, Syn.: Ajaia ajaja) ist ein Schreitvogel aus der Gattung Platalea innerhalb der Familie der Ibisse und Löffler (Threskiornithidae) und gehört dort zur Unterfamilie der Löffler (Plataleinae).

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rosalöffler erreicht eine Größe von etwa 86 cm und wird damit etwas größer als sein Verwandter, der Löffler. Ebenfalls unterschiedlich ist die Färbung des Gefieders. Die Rückenpartien des Rosalöfflers sind weiß, die Flügel und Brustseite haben eine kräftige rote Färbung. Die langen Stelzenbeine, die für Schreitvögel typisch sind, sind kräftig scharlachrot gefärbt, etwa wie beim Scharlachibis. Schnabel und Kopf sind grau bis schwarz, der Schnabelansatz hat einen gelben Fleck. Typisch für Löffler ist die Form des Schnabels, der wie ein Löffel geformt ist.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosalöffler bevorzugen die warmen, sonnigen Feuchtgebiete Floridas, besonders die Everglades. Man kann ihn also im selben Gebiet beobachten wie Alligatoren oder Floridapanther, zu deren Beutetieren er auch gehört. Rosalöffler überwintern jedoch nicht in Florida, sondern ziehen nach Südost-Mexiko, Chile oder Argentinien.

Sozialverhalten und Brutpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosalöffler leben in großen Kolonien und betreiben Brutpflege. In ein bis zu 30 cm hohes Nest legt das Weibchen 3 bis 5 Eier. Nach einer Brutzeit von 21 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie werden zunächst von den Elterntieren mit ausgewürgter und vorverdauter Nahrung versorgt, bis sie aktiv die Nahrung aus dem Schnabel der Eltern entnehmen können. Nach acht Wochen sind die Tiere flügge und können fliegen.

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rosalöffler galt früher als bedroht. Noch vor hundert Jahren war er am Rande der Ausrottung. Die Federn dieses schönen Tieres wurden von Modeschöpfern für ihre Kreationen verwendet und mit dem Dreifachen des Goldwertes bezahlt. Heute wird er durch Bejagung in seinen Winterquartieren bedroht, ist jedoch in den USA geschützt.

Der Gesamtbestand wird auf 100.000 bis 250.000 Tiere geschätzt. Die IUCN stuft die Art als ungefährdet ein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosalöffler (Platalea ajaja) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • National Geographic (Hrsg.): Field Guide to the Birds of North America. Washington, D.C. 2002, ISBN 0-7922-6877-6.