Ross-Lenkung

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Die Ross-Lenkung ist ein Lenkgetriebe, das der US-amerikanischen „Ross Gear and Tool Company Inc.“ 1925 patentiert wurde. Am Ende der Lenksäule sitzt eine Schnecke, in die ein an der Lenkhebelwelle rollengelagerter Lenkfinger wie bei einem Kronenrad seitlich eingreift. Die Drehung des Lenkrades bzw. der Lenksäule wird in eine Schwenkbewegung der Lenkhebelwelle umgesetzt. An deren anderem Ende ist der Lenkstockhebel befestigt, der die Bewegung über das Lenkgestänge und die Spurstangen weiter an die Achsschenkel überträgt. Ross stellte auch einfache Fingerlenkungen (bei denen der Lenkfinger nicht drehbar gelagert ist) und Lenkgetriebe mit zwei Lenkfingern her.

Die Ross-Lenkung ist günstig herzustellen und leicht und erschütterungsfrei zu handhaben. Sie hat wenig Spiel, einen selbsttätigen Rücklauf und kann leicht eingestellt werden. Die Konstruktion wurde zum Beispiel im bis 1967 gebauten VW Transporter T1 verwendet.

Mit einer Lizenz von Ross Gear & Tool produzierte ab 1932 die Zahnradfabrik Friedrichshafen solche Lenkgetriebe.

Das 1923 für Reginald Bishop[1] patentierte Lenkgetriebe ist der Ross-Lenkung ähnlich. Der starre Lenkfinger trägt hier eine wälzgelagerte Rolle. Wegen des größeren Durchmessers dieser Konstruktion ist die Steigung der Lenkschnecke größer und die Übersetzung lässt sich nicht so klein machen wie bei einer Ross-Lenkung.

Weblinks[Bearbeiten]

Die ZF-Ross-Lenkung auf zf.com/media, abgerufen am 19. November 2014

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.morganownersclub.com.au/Patent%20Prattles.pdf