Roter Staub

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Filmdaten
Deutscher TitelRoter Staub
OriginaltitelThe Brave One
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1956
Länge100 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieIrving Rapper
DrehbuchHarry Franklin
Merrill G. White
Dalton Trumbo
ProduktionMaurice King
Frank King
MusikVictor Young
KameraJack Cardiff
SchnittMerrill G. White
Besetzung

Roter Staub (Originaltitel: The Brave One) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1956. Regie führte Irving Rapper. Die Hauptrollen waren mit Rodolfo Hoyos Junior, Elsa Cárdenas und dem britischen Kinderstar Michel Ray, der später als Rennrodler bekannt wurde, besetzt. Das Drehbuch verfassten Harry Franklin und Merrill G. White. Es basiert auf einer Vorlage von Dalton Trumbo. In der Bundesrepublik Deutschland kam der Streifen das erste Mal am 14. März 1957 in die Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mexiko in den 1950er Jahren. Bei einem Unwetter findet eine Kuh, die gerade gekalbt hat, auf der Weide den Tod. Leonardo, der kleine Sohn des Rinderhirten, nimmt das männliche Jungtier mit nach Hause, gibt ihm den Namen „Gitano“ und zieht es liebevoll auf. Leonardos Vater, Rafael Rosillo, hatte Gitanos Mutter einst von seinem Arbeitgeber, dem Gutsbesitzer Don Alejandro, als Dank für eine große Hilfe geschenkt bekommen. Darüber gibt es jedoch keine schriftliche Bestätigung. Leonardo schreibt daher an Don Alejandro, er möge ihm doch schriftlich versichern, dass Gitano ihm gehöre. Der Gutsbesitzer aber weilt gerade in Europa, wo er an verschiedenen Autorennen teilnimmt. Derweil geschieht es, dass Don Alejandros Verwalter alle Jungtiere mit dem Brandzeichen seines Herrn versehen lässt, auch Gitano.

Ein paar Wochen später erhält Leonardo zu seiner großen Freude doch noch einen Brief von Don Alejandro, dem eine Schenkungsurkunde beigefügt ist.

Inzwischen ist der Stier vier Jahre alt. Da melden die Zeitungen, dass Don Alejandro bei einem Rennen tödlich verunglückt sei. Weil all seine Habe hoch verschuldet ist, kommt die ganze Hinterlassenschaft unter den Hammer. Auch Gitano ist davon betroffen. Leonardos Einspruch erweist sich als zwecklos, weil er die Schenkungsurkunde nicht mehr findet und das Brandzeichen gegen ihn spricht. Schon nach wenigen Tagen wird das Tier in Mexiko City in die Stierkampfarena gebracht. Verzweifelt macht sich der Junge auf in die Hauptstadt, um den Chef der Stierkämpfer zu bitten, Gitano freizulassen. Weil jedoch Leonardo nicht zu dem Manager vorgelassen wird, sucht er den Staatspräsidenten in seinem Palast auf und klagt ihm sein Leid. Der ist so gerührt von dem Vertrauen, das der Junge in die Staatsmacht hegt, dass er ihm gleich ein Schreiben mitgibt, das praktisch Gitanos Freilassung bedeutet. Doch als Leonardo wieder bei der Arena ankommt, ist es bereits zu spät: Gitano ist gerade dabei, den Kampf seines Lebens zu bestreiten.

Mit tränenüberströmtem Gesicht wohnt der Junge dem blutigen Schauspiel bei. Soeben haben die Banderilleros ihre Speere in Gitanos Rücken gejagt, da betritt der Matador die Arena. Geschickt versteht es der Stier, jedem Angriff des Toreros auszuweichen. Zweimal ist dieser schon auf den Boden geworfen worden, da ertönt plötzlich ein Schrei: „Gnade für den Stier!“ Immer mehr Zuschauer nehmen den Ruf auf und lassen ihn zu einem Orkan anschwellen. Was niemand für möglich gehalten hätte, tritt ein: Der Matador verneigt sich vor dem Stier und tritt ab. Gitano ist gerettet.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Außenaufnahmen erfolgten in Mexiko City und seiner Umgebung. Victor Young steuerte die Filmmusik bei. Sie wird unter der Leitung des Komponisten von den Münchner Symphonikern gespielt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt bei der Oscarverleihung 1957 den Oscar für die Beste Originalgeschichte. Zudem hatte der Film eine Nominierung in den Kategorien Bester Schnitt und Bester Ton erhalten.

Autor Dalton Trumbo bekam seinen Preis jedoch erst 1975 überreicht, da er zum Zeitpunkt der eigentlichen Verleihung auf Grund seiner Zugehörigkeit zu den Hollywood Ten nicht offiziell in Hollywood tätig sein konnte.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Handlung und Bildgestaltung, dazu die reizvolle Landschaft und der herbe Lebensstil ihrer Bewohner geben dem Thema der Tierliebe ein fesselndes Niveau.“

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programm zum Film: Illustrierte Film-Bühne, Vereinigte Verlagsgesellschaften Franke & Co. KG München, Nr. 3669

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 3176