Rudolf IV. (Habsburg-Laufenburg)

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Rudolf IV. von Habsburg-Laufenburg (* um 1322; † im Frühjahr 1383) war Graf von Habsburg-Laufenburg, Landgraf im Sisgau und im Klettgau sowie Landvogt in Schwaben und im Oberelsass. 1373 auch Landvogt in Tirol. Sein einziger Sohn und Erbe war Johann IV.von Habsburg-Laufenburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf IV. war ein Sohn von Graf Johann I. von Habsburg-Laufenburg und dessen Gemahlin Agnes von Werd. Er war verheiratet mit Elisabeth Gonzaga (1354–1384), der Tochter von Filippino Gonzaga († 1356), dem jüngeren Bruder des Guido, Graf von Mantua, und der Anna di Dovara. Rudolfs Nichte Verena, die Tochter seines Bruders Johann II., wurde die zweite Frau seines Schwiegervaters Filippino Gonzaga.

Mit seinem Bruder Johann II. wurde er um 1353/54 in Italien als Condottiere erwähnt, wo er als Söldnerführer diente. Freitag vor Urbani 1373 wurde er als Hauptmann in Tirol genannt. Im Jahr 1376 nahm er mit seinem Sohn Johann IV. an der Bösen Fasnacht teil, der Niederschlagung eines Aufruhrs in Basel.[1] Gemeint ist damit die Teilnahme an dem von Habsburg traditionell zur Fasnacht veranstalteten Ritterturnier bei dem die Adligen provozierten und dann angegriffen und verjagt wurden. Eine des Aufruhrs fand offenbar nicht statt bzw. erfolgte erst später in Form eines Dekrets.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Behandlung seiner (wohl altersbedingten) Zeugungsunfähigkeit ließ er 1378 von dem Geistlichen und seinerzeit renommierten Straßburger Arzt Heinrich von Sachsen[2] eine Therapie mittels Anbringung eines Gewichts von etwa 25 Kilogramm an seinem Glied durchführen, allerdings ohne Erfolg.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fridolin Jehle, Geschichte der Stadt Laufenburg, Band 1: Die gemeinsame Stadt, 1979.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jehle 1979: S. 29.
  2. Wolfgang Wegner: Heinrich von Sachsen. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 564.
  3. Gundolf Keil: Heinrich von Sachsen. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, ISBN 3-11-022248-5, Band 3: Gert van der Schüren - Hildegard von Bingen. Berlin/ New York 1981, Sp. 876–878; hier: Sp. 876 f.
VorgängerAmtNachfolger
Johann I.Landgraf im Klettgau
13371383
(mit Johann II. bis 1353)
Johann IV.