Rugby Club Rottweil

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Rugby Club Rottweil
Logo-rcr.jpg
Basisdaten
Name Rugby Club Rottweil
Sitz Rottweil
Gründung 1970
Farben schwarz/gelb
Präsident Karl-Heinz Bahr
Website www.rcrottweil.de
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Gustavo Lopez
Spielstätte Rugbyplatz beim Freibad
Plätze 1000
Liga 2. Liga Süd
2014/2015 2. Platz (Stand: 16. April 2018)
Heim
Auswärts

Der Rugby Club Rottweil ist ein deutscher Rugby-Union-Verein und wurde 1970 gegründet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gründung einer Rugby-AG am Rottweiler Leibniz-Gymnasium zu Anfang des Jahres 1969 durch den mehrfachen Rugby-Nationalspieler Günter Thiel begann die Geschichte des bis zu diesem Zeitpunkt in Rottweil noch völlig unbekannten Rugby-Sports. Die „neue Sportart“ erfreute sich nicht nur am Leibniz-Gymnasium so großen Interesses, dass im Jahr 1970 die Gründung des Rugby-Club Rottweil (RCR) folgte. In der Jugendarbeit stellten sich bereits in den ersten Jahren große Erfolge ein. So erreichten die C-Schüler als Süddeutscher Meister 1973 und 1975 die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft. Im Jahre 1975 konnten auch die B-Schüler aus Rottweil die deutsche Vizemeisterschaft erkämpfen.

Spielbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Regionalligasaison 1971/72 schaffte der RCR mit seiner jungen Mannschaft die große Überraschung und wurde auf Anhieb Meister in der Regionalliga Süd. Nachdem in der darauffolgenden Saison erneut die Regionalligameisterschaft erreicht wurde, wagten die „Schwarz-Gelben“ das Abenteuer Bundesliga. Die Mannschaft war jedoch noch zu unerfahren, um in der Bundesliga bestehen zu können und stieg ein Jahr später wieder ab. Nach der dritten Regionalligameisterschaft 1975 gelang der sofortige Wiederaufstieg in die Bundesliga. Die RCR´ler stiegen jedoch nach nur einer Saison aufgrund der großen finanziellen Belastung durch die weiten Fahrten zu den Auswärtsspielen freiwillig wieder ab. Nachdem die Rottweiler in den folgenden drei Spielzeiten wieder Meister der Regionalliga wurden, stiegen sie 1979 zum dritten Mal in die höchste Spielklasse auf. Die folgenden sechs Jahre waren die erfolgreichsten des RCR und seiner ersten Mannschaft. Die konsequente, teilweise nicht immer einfache Nachwuchsarbeit zahlte sich nun aus. Die „Schwarz-Gelben“ konnten sich in den Jahren 1981 (2. Platz Bundesliga Süd), 1982 (3. Platz Bundesliga Süd) und 1985 (4. Platz Bundesliga Süd) für die Endrunde der deutschen Meisterschaft qualifizieren. Die Rottweiler konnten sich in den jeweiligen Viertelfinalspielen nie gegen ihre Gegner aus Hannover durchsetzen.

1986 musste der RCR wieder absteigen. 1989 schafften die Rottweiler den bislang letzten Aufstieg in die 1. Bundesliga. Von 1992 bis 1994 spielten die Neckarstädter in der neu geschaffenen 2. Bundesliga. Seit dem Jahr 1994 gelang es den Rottweilern nicht mehr, die Regionalliga zu verlassen. Seit 2008 hat der RCR wieder eine 1. Mannschaft, die derzeit in der 2. Bundesliga Süd spielt, nachdem zwischenzeitlich eine Spielgemeinschaft mit der zweiten Mannschaft des Stuttgarter RC gebildet wurde.

RCR-Frauenmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1989 wurde die RCR-Frauenmannschaft anlässlich eines Turniers in Neuilly sur Marne gegründet. Von Beginn an waren die RCR-Frauen recht erfolgreich. Belegten sie in den Jahren 1992 und 1993 jeweils den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft, gelang ihnen im Jahr 1994 der bisher größte Erfolg mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft nach einem 3:0-Sieg im Endspiel gegen den SC Neuenheim. Die Frauenmannschaft des RCR konnte in der Folge diesen Erfolg nicht mehr wiederholen und brach Ende der 90er Jahre vollständig auseinander.

Nachwuchsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Nachwuchsarbeit beim RCR über mehrere Jahre nicht sehr konsequent betrieben wurde, starteten 1996 Karl-Heinz Bahr und Gunther Wilde einen Neuanfang mit einer D-Schülermannschaft. Dabei wurde großer Wert auf die Projekte im Rahmen der Kooperation Verein und Schule gelegt. Der RCR hat heute in allen Altersklassen der Schüler eine Mannschaft, die an den Meisterschaften des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg (RBW) teilnimmt.

Oldierugby[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den letzten Jahren wurden die Alten Herren des RCR durch das Engagement von Gerhard Trick zu einer Stütze im Oldierugby des RBW. So wurde der Georg-Holek-Cup 2010 bereits zum zweiten Mal in Rottweil ausgetragen.

Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus den Reihen des RCR kamen mit Bernd Kramer, Martin Huonker, Peter Mehl, Armin Oesterle und Franz Roth sowohl bei den Herren als auch bei den Frauen mit Jutta Sauter, Paola Lopez, Monika Hezinger, Susanne und Manuela Wiedemann zahlreiche Nationalspieler.

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970–1991: Günter Thiel (Ehrenvorsitzender seit 1991)
  • 1991–1993: Volker Weber
  • 1993–1998: Karlheinz Eigenmann
  • 1998–2002: Günter Thiel
  • Seit 2002: Karl-Heinz Bahr