The S. O. S. Band

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The S. O. S. Band
Allgemeine Informationen
Genre(s) Funk, R&B
Gründung 1977
Aktuelle Besetzung
Mary Davis
Keyboard
Jason TC Bryants
Billy R. Ellis
Saxophon
Willie „Sonny“ Killebrew
Bruno Speight
John Alexander Simpson
James Earl Jones III

The S. O. S. Band, auch The SOS Band, ist eine amerikanische R&B- und Funkband, die 1977 in Atlanta gegründet wurde und hauptsächlich in den 1980er Jahren erfolgreich war. Die größten Hits sind Take Your Time (Do It Right) (1980), Just Be Good to Me (1983) und The Finest (1986).

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keyboarder und Sänger Jason Bryant, die Saxophonisten Billy Ellis und Willie “Sonny” Killebrew, Gitarrist Bruno Speight, Bassist John Alexander Simpson, Schlagzeuger James Earl Jones III und Sängerin Mary Davis traten 1977 zunächst unter dem Bandnamen Santa Monica in einem Nachtclub in Atlanta auf. Ihr Manager Bunny Jackson-Ransom, der später auch für Cameo tätig war, schickte ein Demotape zu Clarence Avant, dem Chef des Labels Tabu Records. Avant gab der Gruppe einen Plattenvertrag und überzeugte sie, mit dem Songwriter und Produzenten Sigidi Abdullah zusammenzuarbeiten. Auf Abdullahs Frage, warum sich eine aus Atlanta stammende Band Santa Monica nennt, antwortete Jason Bryant, dass sich die Gruppe nach einem sehr angenehmen Konzert in der kalifornischen Stadt für diesen Namen entschieden hatte. Trotzdem setzte sich Abdullah mit seinem Vorschlag, die Formation umzubenennen durch und als neue Name wurde S. O. S. Band ausgewählt - S. O. S. steht hierbei für „Sounds of Success”.

Gemeinsam mit Harold Clayton schrieb und produzierte Abdullah die Debütsingle Take Your Time (Do It Right), die im Frühjahr 1980 Platz 1 der US-Dance- und R&B-Charts erreichte. In den Billboard Hot 100 stieg das Lied bis auf Platz 3 und wurde mit Platin ausgezeichnet. Auch in einigen europäische Hitparaden konnte sich der Track platzieren, darunter Platz 40 in Deutschland und Platz 51 in Großbritannien. Insgesamt ist Take Your Time (Do It Right) bis heute die erfolgreichste Single der Band. Auch das dazugehörige Debütalbum S. O. S. war gefragt und stieg auf Platz 2 der R&B-Charts und auf Platz 12 der Billboard 200. Von der Platte wurden über 800.000 Exemplare verkauft - dafür gab es eine Goldene Schallplatte. Während der folgenden Welttournee bekam die Gruppe mit Trompeter, Sänger und Schlagzeuger Abdul Ra’oof ein neues Mitglied.

The S. O. S. Band Too, das zweite und wieder von Sigidi Abdullah produzierte Album, war 1981 deutlich weniger erfolgreich als der Vorgänger und kam lediglich auf Platz 30 der R&B-Charts und auf Platz 117 der Billboard 200. Die einzige Auskopplung mit nennenswerter Platzierung, Do It Now, stieg auf Platz 15 der R&B-Charts. Das im Herbst 1982 erschienene Album S. O. S. III wahr ähnlich gefragt und erklomm Platz 27 der R&B-Charts und Platz 172 der Billboard 200. Die von Jimmy Jam und Terry Lewis geschriebene Single High Hopes belegte Platz 25 der R&B-Charts.

Auf dem 1983er Album On the Rise übernahmen Jimmy Jam und Terry Lewis neben den Songwriting auch die Produktion. Der Longplayer verkaufte sich ähnlich gut wie das Debütalbum drei Jahre zuvor, schaffte es auf Platz 7 der R&B-Charts sowie auf Platz 47 der Billboard 200 und erhielt eine Goldene Schallplatte. Die Auskopplung Just Be Good to Me verfehlte auf Platz 2 der R&B- und Platz 3 der Dance-Charts nur knapp die jeweilige Spitzenposition. Im Vereinigten Königreich ist der Track mit Platz 13 die bis heute höchstplatziere Single der SOS Band. Auch die Beatbox-Ballade Tell Me If You Still Care war auf Platz 5 ein weiterer Top-10-Hit in den R&B-Charts.

Die Zusammenarbeit mit Jimmy Jam und Terry Lewis wurde auf dem 1984er Album Just the Way You Like It fortgesetzt. Die Platzierungen in den Vereinigten Staaten waren Rang 6 der R&B-Charts und Rang 60 der Billboard 200. Auch in Deutschland (Platz 44) und Großbritannien (Platz 29) wurde die Platte gut verkauft. Der gleichnamige Titeltrack platzierte sich ebenfalls in den deutschen (Platz 34) und englischen Charts (Platz 32), aber auch auf Platz 6 der R&B-Charts und auf Platz 26 der Dance-Charts. Das inzwischen fünfte Studioalbum erhielt den Namen Sands of Time, platzierte sich auf Rang 4 der R&B-Charts, auf Rang 44 der Billboard 200 und auf Rang 15 im Vereinigten Königreich. In den Vereinigten Staaten wurde die Platte mit Gold ausgezeichnet. Die erfolgreichen Auskopplungen, die auch diesmal aus der Feder von Jimmy Jam und Terry Lewis stammten, sind The Finest, Borrowed Love und No Lies. Diese Tracks waren durch den Klang des analogen Drumcomputers Roland TR-808 geprägt.

1987 verließ Sängerin Mary Davis die Band, um eine Solokarriere zu beginnen. Das Interesse an der SOS Band ließ Ende der 1980er Jahre nach, so dass das 1989er Album Diamonds in the Raw, das von Curtis Williams produziert wurde, nur noch auf Platz 43 der R&B-Charts und auf Platz 194 der Billboard 200 kam. Mit I’m Still Missing Your Love auf Platz 7 erreichte ein letztes Mal eine Single die Top 10 der R&B-Hitliste. Der nur in Deutschland erschienene The Official Bootleg Mega Mix hatte dort im Frühjahr Platz 33 erklommen. Das bislang letzte Studioalbum One of Many Nights aus dem Jahr 1991 konnte sich nicht in den Charts platzieren, die Auskopplung Sometimes I Wonder stieg auf Platz 12 der R&B-Charts.

Nach der Rückkehr von Mary Davis Mitte der 1990er Jahre ging ein Teil der ursprünglichen Band wieder auf Tour und spielt noch bis heute Konzerte. Weitere Hits hatte die SOS Band allerdings nicht.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2][3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1980 S. O. S.
Tabu Records
12
(20 Wo.)
2
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Juni 1980
US: Gold, Produzent: Sigidi Abdullah
1981 The S. O. S. Band Too
Tabu Records
117
(6 Wo.)
30
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Juli 1981
Produzent: Sigidi Abdullah
1982 S. O. S. III
Tabu Records
172
(8 Wo.)
27
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 1982
Produzenten: Leon F. Sylvers III,
Gene Dozier, Ricky Sylvers
1983 On the Rise
Tabu Records
47
(29 Wo.)
7
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juli 1983
US: Gold, Produzenten: Gene Dozier,
Jimmy Jam und Terry Lewis, The S. O. S. Band
1984 Just the Way You Like It
Tabu Records
44
(11 Wo.)
29
(10 Wo.)
60
(27 Wo.)
6
(37 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. August 1984
Produzenten: Jimmy Jam und Terry Lewis,
The S. O. S. Band
1986 Sands of Time
Tabu Records
15
(9 Wo.)
44
(20 Wo.)
4
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. April 1986
US: Gold, Produzenten: Jimmy Jam und Terry Lewis,
The S. O. S. Band
1989 Diamonds in the Raw
Tabu Records
194
(2 Wo.)
43
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. September 1989
Produzent: Curtis Williams

weitere Alben

  • 1991: One of Many Nights (VÖ: 24. September; Tabu Records)
  • 1998: Superstars of R&B Concerts Series (Livealbum, 2 CDs)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1985 The Artists Volume III (Soundtrack) 87
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 1985
mit Womack & Womack, The O’Jays und Kleeer
1995 The Best of S. O. S. Band 185
(1 Wo.)
27
(44 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1995
2004 Greatest Hits 62
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. August 2004

weitere Kompilationen

  • 1986: The 12" Tape
  • 1987: The S. O. S. Band 1980–1987: The Hit Mixes
  • 1989: In One Go
  • 2011: Icon
  • 2013: The Very Best Of (2 CDs)
  • 2014: The Tabu Anthology (Box mit 10 CDs; VÖ: 28. März)
  • 2015: Greatest

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][5][6][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1980 Take Your Time (Do It Right)
S. O. S.
40
(12 Wo.)
51
(4 Wo.)
3
(21 Wo.)
1
(24 Wo.)
1
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1980
US: Platin, Autoren: Harold Clayton, Sigidi
1980 S. O. S.
(Dit Dit Dit Dash Dash Dash Dit Dit Dit)
S. O. S.
20
(13 Wo.)
54
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1980
Autoren: Autoren: The S. O. S. Band, Sigidi
1981 What’s Wrong with Our Love Affair?
S. O. S.
87
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1980
Autor: Jason Bryant
1981 Do It Now (Part 1)
The S. O. S. Band Too
15
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1981
Autoren: Mbaji, Rhonghea Southern, Sigidi
1981 You
The S. O. S. Band Too
64
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1981
Autoren: Allen Simpson, Bruno Speight,
John Alexander Simpson, Sigidi
1982 High Hopes
S. O. S. III
25
(17 Wo.)
49
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1982
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1983 Have It Your Way
S. O. S. III
57
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1983
Autor: John Alexander Simpson
1983 Groovin’ (That’s What We’re Doin’)
S. O. S. III
72
(4 Wo.)
47
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1983
Autoren: Charmaine Sylvers, Gene Dozier
1983 Just Be Good to Me
On the Rise
13
(12 Wo.)
55
(14 Wo.)
2
(22 Wo.)
3
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1983
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1983 Tell Me If You Still Care
On the Rise
81
(3 Wo.)
65
(11 Wo.)
5
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1983
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1984 For Your Love
On the Rise
34
(11 Wo.)
26
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1984
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1984 Just the Way You Like It
Just the Way You Like It
34
(11 Wo.)
32
(7 Wo.)
64
(10 Wo.)
6
(17 Wo.)
26
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1984
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1984 No One’s Gonna Love You
Just the Way You Like It
15
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1984
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1985 Weekend Girl
Just the Way You Like It
51
(5 Wo.)
40
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1984
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1986 The Finest
Sands of Time
26
(13 Wo.)
17
(10 Wo.)
44
(13 Wo.)
2
(20 Wo.)
8
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1986
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1986 Borrowed Love
Sands of Time
37
(9 Wo.)
50
(5 Wo.)
14
(13 Wo.)
26
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1986
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1986 Even When You Sleep
Sands of Time
34
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1986
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1987 No Lies
Sands of Time
64
(7 Wo.)
43
(10 Wo.)
2
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1987
Autoren: Jimmy Jam und Terry Lewis
1989 The Official Bootleg Mega Mix 33
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1989
Mix: Thomas Oergel
1989 I’m Still Missing Your Love
Diamonds in the Raw
7
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1989
Autoren: Curtis Williams, Kellee Patterson
1989 Secret Wish
Diamonds in the Raw
38
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1989
Autoren: Fluitsma & Van Tijn, Rob Baars
1991 Sometimes I Wonder
One of Many Nights
12
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1991
Autoren: Curtis Williams, Kellee Patterson

weitere Singles

  • 1982: Can’t Get Enough
  • 1989: The Official Bootleg Megamix Part 2 (Mix: Thomas Oergel, Uwe Hacker)
  • 1989: Do You Love Me?
  • 1989: The Ultimate 12" Collection (Box mit 10 Vinyl-Maxis)
  • 1991: Broken Promises
  • 2009: Just Be Good to Me 2009 (Dr. Kucho vs. SOS Band)
  • 2014: Just Get Ready

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  2. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  3. a b c Gold-/Platin-Datenbank US
  4. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9
  5. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0898201864
  6. Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974–2003, ISBN 978-0-89820-156-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]