Sag nix über Pulok

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Sag nix über Pulok“ ist ein Legespiel für 2 bis 5 Spieler, bei dem es darauf ankommt, aus Buchstabenkärtchen den Satz „Sag nix über Pulok“ oder Teile davon als „Wertstücke“ zu bilden. Das Spiel wurde 1928 erstmals veröffentlicht und erfuhr eine für die damalige Zeit ungewöhnlich rasche Verbreitung [1][2]. 1954 wurde es vom Otto Maier Verlag Ravensburg neu aufgelegt. Eine weitere Neuauflage in veränderter Aufmachung und leicht veränderter Ausstattung (bis 4 Spieler) erschien 1978.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel des Spiels ist ein Nonsenssatz, es ging darum, einen Satz aus 15 unterschiedlichen Buchstaben zu bilden.

Spielverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Spieles werden die 180 Buchstabenkärtchen in sechs Farben (jeder Buchstabe ist zweimal vorhanden) mit den 10 „Pulok“-Kärtchen – statt Buchstabe ein Gesicht –, die als Joker einsetzbar sind, verdeckt in der Mitte des Tisches ausgelegt. Eine Karte wird offen auf einen Spielteller gelegt. Jeder Spieler erhält eine Spieltafel mit Sichtschutz, auf der sechs Mal untereinander der Satz „Sag nix über Pulok“ steht. Außerdem erhält jeder Spieler eine bestimmte Anzahl Kärtchen aus der Mitte. Die Zahl ist von der Spielvariante abhängig. Diese Kärtchen werden auf der Spieltafel ausgelegt.

Durch Tausch wird versucht, fehlende Kärtchen zu bekommen. Tauschvorgang: Passt die auf dem Spielteller offenliegende Karte, wird sie genommen, und dafür eine eigene Karte offen ausgelegt. Passt sie nicht, wird die offene Karte auf dem Spielteller umgedreht und verdeckt auf diesen gelegt. Dafür kann eine verdeckte Karte aus der Mitte genommen werden. Mit ihr wird genauso verfahren: Entweder gegen eine eigene Karte eingetauscht, oder offen auf dem Spielteller ausgelegt. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe.

Spielziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt verschiedene Varianten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand:

  • den Satz „Sag nix über Pulok“ ein- bis dreifach, mit beliebigen Farben, wortweise oder satzweise gleichen Farben zu bilden,
  • Wertstücke zu bilden, diese bestehen aus mindestens drei aneinanderliegenden Buchstaben, senkrecht oder waagerecht. Für Wertstücke gibt es je nach Schwierigkeitsgrad Punkte. Ein Buchstabe kann für mehrere Wertstücke gezählt werden (Sternform).

Das Spiel ist beendet, wenn ein Spieler das Ziel erreicht hat oder alle Buchstaben verbraucht sind.

Spielanforderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es kommt darauf an, die eigenen Buchstaben geschickt zu ergänzen. Dabei sind die Mitspieler zu beachten – es ist nicht sinnvoll, die gleiche Farbe zu sammeln wie sie, oder die Kärtchen auszulegen, die sie gerade brauchen können. Genauso sind aber auch die Buchstaben auf dem Spielteller zu beachten, damit man nicht auf einen Buchstaben wartet, der dort schon abgelegt wurde.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab auch ein „Kinder-Pulok“ und ein „Kreuzwort-Pulok“.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BoardGameGeek: Sag nix über Pulok. Abgerufen 5. Mai 2010
  2. Erwin Glonnegger: Das Spiele-Buch. Drei Magier Verlag, Uehlfeld 2000. ISBN 3980679209 (S. 94–95).