Salim Alafenisch

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Salim Alafenisch (* 1948 in der Negev, Israel) ist ein deutsch schreibender palästinensischer Schriftsteller mit israelischer Staatsbürgerschaft. In seinen Büchern vermittelt er Einblicke in Leben und Kultur der Beduinen.

Salim Alafenisch (2017)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alafenisch wurde als Sohn eines Beduinen-Scheichs geboren. Nach einer Kindheit als Kamelhirte lernte er mit 14 Jahren lesen und schreiben und ging in Nazareth auf das Gymnasium. In London und Heidelberg studierte er Soziologie, Ethnologie und Psychologie.[1] Alafenisch lebt heute als freier Schriftsteller und Geschichtenerzähler in Heidelberg.

Literarischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alafenischs Themen stammen aus seiner eigenen Erfahrung und seiner Lebensgeschichte. Er schreibt über das Aufeinandertreffen von Moderne und Tradition sowie über das Alltagsleben der Nomaden in der Gegenwart. Dabei schöpft er aus einer reichen mündlichen Erzähltradition, die er als Kind im Zelt seines Vaters oder am nächtlichen Lagerfeuer der Beduinen kennengelernt hat. Als seine literarischen Vorbilder bezeichnet er Al Mutanabbi, Taufiq el Hakim und Ahmed Shauqi aus dem arabischen Sprachraum sowie Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse und Thomas Mann.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nina Berman: German and Middle Eastern Literary Traditions in a Novel by Salim Alafensch: Thoughts on a Germanophone Beduin Author from Negev. In: German Quarterly. 71 (1998) 3. S. 271–283.
  • Manar Omar: Jenseits der Grenze einer ‚nationalen’ Literatur. Deutschsprachige Autoren mit arabischem Hintergrund. In: West-Östlicher Seiltanz. Bonn 2005. S. 107–111. ISBN 3-00-016509-6
  • Manar Omar: Zwischen Exotik und deutsch-arabischem Alltag. Zur „germanophonen“ Literatur arabischstämmiger Schriftsteller. In: Botros, Atef (Hrsg.): Der Nahe Osten – Ein Teil Europas? Reflexionen zu Raum- und Kulturkonzeptionen im modernen Nahen Osten. Würzburg 2006. S. 265–288. ISBN 3-89913-476-1
  • Manar Omar: Exotisches und Ästhetisches in ausgewählten Werken der 90er Jahre von deutschschreibenden Autoren arabischer Herkunft. (Dissertation). Kairo 2006.
  • Ulrike Askari: Arabische Erzählkunst.Salim Alafenisch. Interview mit Salim Alafenisch In: Al-Maqam, Zeitschrift für arabische Kunst und Kultur. 2,2006, s. 55–58 PDF 2,5 MB

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Palästina – Traum vom Frieden“ Newsletter der Generaldelegation Palästinas vom 4. Dezember 2007