Samma (Estland)

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Koordinaten: 59° 25′ N, 26° 41′ O

Karte: Estland
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Samma (Estland)
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Estland
Gut von Samma, Zeichnung von F.A. Sprengler aus dem Jahr 1894

Samma ist ein Dorf (estnisch küla) im estnischen Kreis Lääne-Viru. Es gehört zur Landgemeinde Viru-Nigula. Samma liegt 22 km östlich von Rakvere.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der frühere Rittersitz Samm wurde erstmals im Jahr 1583 urkundlich erwähnt.[1] Im 16. Jahrhundert gehörte er dem baltischen Adelsgeschlecht der Treyden. 1734 erwarb das Geschlecht der Clapier de Colongues das Gut.[2]

Später gehörte es lange Jahre der Familie Staël von Holstein. Im 18. Jahrhundert wurde ein Schlosskomplex im klassizistischen Stil errichtet.[1]

Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde die Familie Staël-Holstein bei der Estnischen Landreform 1919 zum Teil enteignet. Gut Samm wurde im Zuge dessen mit Ausnahme weniger Wirtschaftsbauten vollständig zerstört.[1]

Im Januar 2013 hatte das Dorf 34 Einwohner.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf befindet sich der heilige Hain Tammealuse.[4][5] Die Einwohner beteten hier zu Göttern, brachten Opfergaben und schöpften Heilwasser aus den Quellen.[4] Später wurden auch Tanzfeste und religiöse Veranstaltungen durchgeführt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Schlösser in Livland und Estland bei stael-von-holstein.de, abgerufen am 2. Oktober 2013.
  2. Otto Magnus von Stackelberg (Bearb.): Genealogisches Handbuch der estländischen Ritterschaft, Teil 2, 3: Estland, Bd.: 3, Görlitz, 1930, S. 60.
  3. Rahvastik bei viru-nigula.ee, abgerufen am 2. Oktober 2013.
  4. a b c Der heilige Hain Tammealuse bei visitestonia.com, abgerufen am 2. Oktober 2013.
  5. Tammealuse hiis bei maavald.ee, abgerufen am 2. Oktober 2013 (estnisch)