Sandflächenverfahren

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Das Sandflächenverfahren ist ein volumetrisches Verfahren zur Bestimmung der Rauheit, bzw. der Textur einer Oberfläche mit Hilfe von Quarzsand. Es wird auch nach seinem Erfinder N. Kaufmann als Kaufmann-Verfahren bezeichnet.
Zur Anwendung kommt das Verfahren z. B. im Straßenbau oder im Betonbau.

Verfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Sandflächenverfahrens ist die Bestimmung der mittleren Rauhtiefe der zu prüfenden Oberfläche. Dazu wird ein bestimmtes Volumen Quarzsand (z. B. 25 cm³ oder 50 cm³) auf die Oberfläche geschüttet und ohne Druck kreisförmig verteilt bis die Vertiefungen in der Oberfläche gerade eben gefüllt sind. Aus dem Durchmesser der Sandfläche lässt sich die mittlere Rauhtiefe berechnen:[1]

[1]
mit:
– mittlere Rauhtiefe in mm
– Volumen des verteilten Sandes in cm³
– Durchmesser der Sandfläche in cm

Vor- und Nachteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorteil des Sandflächenverfahrens ist die einfache und schnelle Durchführung ohne spezielle Prüfeinrichtungen.

Nachteilig ist, dass die Oberfläche nur gering geneigt sein darf. Eine Durchführung an Wänden oder über Kopf ist nicht möglich, sodass das Verfahren z. B. in der Betoninstandsetzung nur bedingt anwendbar ist. Außerdem hängt das Ergebnis stark von der prüfenden Person ab.[2]

Normen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DIN EN 13036-1 : 2001-08 „Oberflächeneigenschaften von Straßen und Flugplätzen – Prüfverfahren – Teil 1: Messung der Makrotexturtiefe der Fahrbahnoberfläche mithilfe eines volumetrischen Verfahrens“
  • DIN EN 1766 : 2000-03 „Produkte und Systeme für den Schutz und die Instandsetzung von Betontragwerken – Prüfverfahren – Referenzbetone für Prüfungen“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b viacor-polymeres.com – Rauhtiefenbestimmung nach dem Sandflächenverfahren (PDF-Datei; 76 kB)
  2. fh-frankfurt.de – Rauheit und Rutschhemmung von Betonoberflächen – Elektrooptische Messsysteme zur Ermittlung von Rauheitsparametern (PDF-Datei, zweisprachig: englisch und deutsch)